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valec82

Phönix

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Sonntag, 15. September 2013, 13:42

Grundlagen zum Reifendruck

Moin moin...

also ich habe mal wieder gerade etwas Luft und mich im Forum etwas umgeschaut. Es gibt zahlreiche Threads zu Reifen und Reifendruckkontrollsystem usw., was in meinen Augen nicht sehr übersichtlich ist! Wenn man ein paar Grundlagen sucht kommt man nicht wirklich zum Ziel in meinen Augen?! :wacko:

Da kam mir die Idee, dass man evtl. doch einen eigenen Thread mit "Grundlagen" erstellen könnte, wo man als Basis eben auf ein paar Punkte eingehen kann? Das hier soll also kein neuer "Kann mir bitte wer meinen Reifendruck ermitteln Thread werden..." 8)

Mein Gedanke ist, dass man hier zu diveresen Themen rundum den Reifendruck, die Threads zusammenfügen könnte und so eine Basis zu legen. Dies soll auch kein Disskussionsthread werden sondern ein faktenlastiges Nachschlagewerk!


Von daher eröffne ich diesen Thread einfach mal, dann wird man ja sehen in welche Richtung es gehen wird! :thumbup:



Gruß und viel Spass beim Stöbern!!!

valec82

Phönix

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Sonntag, 15. September 2013, 13:43

Allgemeines zum Reifendruck


Der richtige Reifendruck spielt nicht nur für den
Spritverbrauch und den Fahrkomfort eine große Rolle, sondern ist auch
aus sicherheitstechnischen Gründen ein Faktor, dem man Beachtung
schenken sollte.



Dabei gilt die goldene Regel “nicht zu niedrig, aber auch nicht zu
hoch”. Mit einem gesunden Mittelmaß fährt man prinzipiell also gut und
sicher. Ist der Druck dagegen zu hoch, hat der Reifen keinen optimalen
Kontakt zur Fahrbahn mehr. Dadurch verlängert sich der Bremsweg.
Bei zu
niedrigem Reifendruck kann sich der Pneu erhitzen, was dann zu
erhöhtem Verschleiß und Sprit-Mehrverbrauch führt. In allen Fällen
steigt die Unfallgefahr. Im Normalfall sollte der Reifendruck den
Herstellerempfehlungen entsprechen, die in der Bedienungsanleitung, im
Türholm oder im Tankdeckel stehen. Um Ärger zu vermeiden,
kontrolliere ich meinen Reifendruck ca. zwei Mal im Monat. Das bedeutet
meiner Meinung nach keinen großen Aufwand, denn wenn ich schon mal an
der Tanke bin, kann ich kurz den Druck prüfen. Auch vor längeren Fahrten
in den Urlaub oder vor Tagestouren check ich die Reifen möglichst im
kalten Zustand
.
Falls das Auto bei einer Fahrt mehr beladen wird als sonst, sollte der
Druck auch unbedingt gecheckt werden.


Reifendruck, Grafik: www.tcs-schwyz.ch

Zwar liegt die vom Gesetzgeber vorgeschriebene Mindesprofiltiefe bei
1,6 mm, dennoch empfehlen Experten 4,0 mm für Winterreifen und 3,0 mm Profiltiefe für Sommerreifen.
Um Schäden am Reifen zu vermeiden, versuch ich außerdem nicht jede
Bordsteinkante mitzunehmen. Fall es doch mal notwendig ist, dann fahr
ich möglichst langsam und im rechten Winkel auf den Bordstein.



Wie erkenne ich den richtigen Reifendruck ?

Der vom Fahrzeughersteller vorgegebene Reifendruck ist meist niedriger
als eigentlich benötigt. Durch einen niedrigeren Reifendruck erreichen
die Autobauer, dass ihre Fahrzeuge noch komfortabler auf der Straße
liegen. Die Reifen haben fast die gleiche Wirkung wie Stoßdämpfer am
Fahrzeug.

Eine Faustregel beim Reifendruck: Befüllen Sie ihre Reifen mit 0,2 Bar
mehr, als die Empfehlung vom Hersteller, jedoch ist dies auch nur eine
Notlösung. Besser ist es die Reifen über eine längere Zeit zu beobachten
und anhand dem Abriebsbild der Reifen, den optimalen individuellen Reifendruck
finden.

Worauf man beim Reifendruck achten sollten...
  • Messen Sie den Luftdruck am kalten Reifen. Korrigieren Sie die
    Luftdrücke nicht am warmen Reifen. (Ein Luftdruckanstieg während der
    Fahrt ist normal.)
  • Die Luftdrücke in den Reifen müssen achsweise gleich sein, dürfen allerdings zwischen Vorder- und Hinterachse differieren.
  • Die Ventilkappen müssen fest aufgeschraubt sein, da sie das Ventil vor
    Staub und Schmutz und somit vor Undichtigkeit schützen. Ersetzen Sie
    sofort fehlende Ventilkappen.
Quelle: http://www.reifensuchmaschine.de/reifen-infos

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Sonntag, 15. September 2013, 13:59

Falsche Reifendrücke...


80 Prozent aller Fahrzeughalter fahren mit zu niedrigem Reifendruck


Sicherheitskontrollen, die 2009 an 52.400 Fahrzeugen in 15 Ländern der
EU durchgeführt wurden, ergaben, dass 81 % aller Autofahrer mit zu
niedrigem Reifenluftdruck fahren. Jedes Jahr werden 4 Milliarden Liter
Kraftstoff im Wert von 5,2 Milliarden Euro verschwendet. Hierdurch
entstehen 9,3 Millionen Tonnen zusätzlicher und unnötiger CO2 Emissionen
– dies entspricht 3,47 g/km CO2 pro Jahr und Auto auf Europas Straßen.

Die Reifenchecks wurden von Bridgestone in Einkaufszentren und auf
öffentlichen Parkplätzen durchgeführt. Sie gehören zur
Sicherheitsinitiative „Erst Denken – Dann Lenken“ (Think Before You
Drive), einer weltweiten gemeinsamen Initiative der FIA Foundation
(Fédération Internationale de l'Automobile), der Bridgestone Corporation
sowie nationalen Automobilclubs, die 2005 ins Leben gerufen wurde.

Die Analyse der Testergebnisse ergab, dass 26,5 % der Autofahrer mit zu
niedrigem Reifendruck unterwegs sind (d. h. mindestens 0,5 bar
unterhalb des vom Hersteller empfohlenen Drucks). 7,5 % der Fahrer
gefährden ihre Sicherheit sogar extrem durch erheblichen Unterdruck
(mehr als 0,75 bar unter dem empfohlenen Druck).


Nahezu 17 % aller Reifen auf der Straße sind außerdem so verschlissen,
dass sie unterhalb des von der EU festgelegten Grenzwerts von 1,6 mm
Profiltiefe liegen. Etwa 9 % aller inspizierten Reifen waren nicht nur
stark abgenutzt, sondern auch mit erheblichem Unterdruck unterwegs.



Niedriger Reifendruck erhöht den Rollwiderstand


Die Ergebnisse lassen darauf schließen, dass viele Autofahrer nicht
wissen, dass ein Reifen – genau wie ein Luftballon – mit der Zeit von
alleine an Druck verliert und dass das Fahren mit ungenügendem
Reifenluftdruck nicht nur gefährlich sein kann, sondern auch zur
Kraftstoffverschwendung führt und somit wesentlich zum Ausstoß von
CO2-Emissionen beiträgt. Grund hierfür ist, dass der Luftdruck einen
großen Einfluss auf den Rollwiderstand der Reifen ausübt, der wiederum
ein wichtiger Faktor für den Kraftstoffverbrauch des Fahrzeugs ist.

Je nach Art der Straße und Fahrstil macht der Rollwiderstand 18 % bis
26 % der Gesamtkraft aus, die auf ein Fahrzeug wirkt. Da durch
ungenügenden Reifenluftdruck der Rollwiderstand steigt, wirkt sich dies
direkt auf den Kraftstoffverbrauch und die Emissionen eines Fahrzeugs
aus.



Wegen falschem Reifendruck persönliche Sicherheit in Gefahr


Darüber hinaus ist Fahren mit zu niedrigem Reifenluftdruck und
unzureichender Profiltiefe gefährlich. Bei nachlassendem Luftdruck
verschlechtert sich die Fahrbahnhaftung und der Fahrer kann die
Kontrolle über das Auto verlieren. Niedriger Reifendruck wirkt sich
zudem äußerst negativ auf die Haltbarkeit der Reifen aus, da die
Scherbeanspruchung in der Reifenschulter und die Wärmebildung durch das
Walgen der Seitenwände übermäßig hoch sind. Fahrern, die mit bedenklich
niedrigem Reifenluftdruck fahren, droht aufgrund dieser Faktoren ein
möglicher Ausfall der Reifen.


Reifen mit weniger als der gesetzlich zulässigen Profiltiefe stellen
ein unmittelbares Sicherheitsrisiko dar. Bei einem Pkw, der auf Reifen
mit einer Profiltiefe von weniger als 1,6 mm fährt, kann die
Geschwindigkeit, bei der Aquaplaning beginnt, um bis zu 40 % geringer
sein.



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Sonntag, 15. September 2013, 14:15

Reifen Pannen Anzeige oder kurz RPA

Reifen Pannen Anzeige RPA

Das Prinzip

Die Reifen Pannen Anzeige überwacht den Reifenfülldruck in den Reifen
während der Fahrt. Das System meldet, wenn in einem Reifen der Fülldruck
im Verhältnis zu dem in einem anderen Reifen deutlich abgefallen ist.
Bei einem Druckverlust verändert sich der Abrollradius und damit die
Drehgeschwindigkeit der Räder. Diese Veränderung wird erkannt und als
Reifenpanne gemeldet. Funktionsvoraussetzung Zur Sicherstellung der
zuverlässigen Meldung einer Reifenpanne muss das System bei korrektem
Reifenfülldruck initialisiert worden sein. Die Initialisierung muss nach
jeder Korrektur des Reifenfülldrucks, nach jedem Reifen- oder
Radwechsel und nach An- oder Abhängen eines Anhängers erneut
durchgeführt werden.


Grenzen des Systems

Die Reifen Pannen Anzeige kann gravierende plötzliche Reifenschäden
durch äußere Einwirkungen nicht ankündigen und einen natürlichen,
gleichmäßigen Druckverlust in allen vier Reifen nicht erkennen.<

In folgenden Situationen könnte das System verzögert oder falsch arbeiten:

> System wurde nicht initialisiert

> Fahrt auf verschneiter oder rutschiger Fahrbahn

> Sportliche Fahrweise: Schlupf auf den Antriebsrädern, hohe Querbeschleunigung

> Fahren mit Schneeketten

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