fühle mich vom Händler getäuscht, brauch mal ein paar Tips (Überschrift nun etwas abgemildert...)

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    • fühle mich vom Händler getäuscht, brauch mal ein paar Tips (Überschrift nun etwas abgemildert...)

      Hallo,

      ich hab ja nun seit einer Woche meinen neuen Gebrauchten und war heute mal bei einem Beulendoktor um mir eine kleine Beule aus dem Dach entfernen zu lassen. Es ist halt ärgerlich wenn man so eine kleine schadhafte Stelle an seiner Neuerwerbung hat. Und was passiert ? Der Lacker fragt mich wer denn den Kotflügel hinten rechts so verfuscht repariert hat. Die Spachtelmasse setzt sich bereits und der Lack ist auch nicht sonderlich gut aufgebracht worden. In absehbarer Zeit ist da wohl eine Neulackierung fallig etc. etc. Auf den ersten Blick hab ich nix gesehen aber er hat mir dann die Lackansätze gezeigt.
      Ich bin natürlich einer Ohnmacht nahe denn ich habe den Wagen als unfallfrei bei einem Händler gekauft. Steht auch so im Kaufvertrag. Welche Möglichkeiten habe ich nun ? Kann ich den Wagen zurück geben oder ist nur eine Minderung des Kaufpreises verhältnismäßig ? Mit dem Händler hab ich noch keinen Kontakt aufgenommen weil ich ersteinmal einige Tips für die weitere richtige Verhaltensweise brauche. Ich hab ja bislang auch nur die Aussage eines Lackierers, muß ich nun zu einem Gutachter ? Was kostet mich so etwas. Habe in meinem Leben noch nie so einen Fall gehabt und bin daher völlig Ahnungslos...

      danke Rene

      ""

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Labellord ()

    • der wievielte BEsitzer bist du denn?!...
      also meiner Meinung nach muss der Händler dafür haften, gleichgültig in welcher FOrm, wenn der Wagen im Vertrag als unfallfrei verkauft wurde. Schließlich hast du ja einen Vertrag. Laut dem Vertrag wurde So das Fahrzeug erworben, aber dies scheint ja nicht dem zu sein > Gutachten machen und Händler kontaktieren...

    • Wenn der Schaden fachmännich repariert worden ist und auch dauerhaft hält dann hab ich auch kein Problem damit, ich hätte es nur gern vorher gewusst. Wenn ein Lackierer jedoch am späten Nachmittag bei schlechtem Licht auf den ersten Blick sieht dass da repariert wurde, macht mich das nachdenklich. Und das Vertrauen in den Händler ist zerstört... Wann wird der Lack reißen und vor allem: was hat er mir sonst noch verschwiegen ? Das sind doch in der Konsequenz die Fragen die ich mir immer wieder stellen werde.

    • Servus,
      es gibt so genannte "Bagatellschäden" die der Verkäufer nicht offen legen muss. Frag mich aber jetzt nicht nach der genauen Definition was ein Bagatellschaden ist. (Vielleicht weiß es ja jemand aus der Gemeinde, normalerweise gibt es für alles was es gibt und auch was es nicht gibt einen Spezialisten hier)
      Was mir schon ein wenig zu denken gibt, ist die Tatsache das dich sofort jemand auf die Lackierung angesprochen hat. War es Murks oder hatte der Lackierer ein Adlerauge? ?(
      TheJürgen

    • Labellord schrieb:

      Wenn der Schaden fachmännich repariert worden ist und auch dauerhaft hält dann hab ich auch kein Problem damit, ich hätte es nur gern vorher gewusst. Wenn ein Lackierer jedoch am späten Nachmittag bei schlechtem Licht auf den ersten Blick sieht dass da repariert wurde, macht mich das nachdenklich. Und das Vertrauen in den Händler ist zerstört... Wann wird der Lack reißen und vor allem: was hat er mir sonst noch verschwiegen ? Das sind doch in der Konsequenz die Fragen die ich mir immer wieder stellen werde.


      :dito:

      Wuerde an Deiner Stelle den Haendler mal anrufen und schauen was er dazu zu sagen hat. Unter Umstaenden koennte es sein dass selbst er davon nichts wusste da beim Ankauf des Autos nicht drauf geachtet wurde oder es uebersehen wurde. Ich wuerde ihn erst mal hoefflich fragen und ihm nicht gleich etwas unterstellen.

      :meinung:
    • "Als Bagatellschaden bezeichnet man einen auch für technische Laien erkennbar geringen Schaden insbesondere an Außenteilen der Karosserie eines PKW. Dies betrifft z. B. zu auf kleinere Dellen oder Abschürfungen mit voraussichtlichen Instandsetzungskosten bis zu 700,00 Euro und ohne Einschränkung der Verkehrs- und Betriebssicherheit."

      Also ich würde erstmal den Händler kontaktieren. Vielleicht kannst du es mit ihm ja so klären. Und falls ihr euch dann immer noch nicht geeinigt habt, kannst du immer noch einen Gutachter einschalten.

    • Hab vor ein paar Tagen einen Bericht gesehen zu dem Thema. Und da fällt einem der Kitt aus der Brille, was man alles angeben muss, wenn etwas getauscht bzw. repariert worden ist.

      Das was du da beschrieben hast ist kein Bagatellschaden. Wenn gespachtelt wird usw., dann war da mehr. Wer weiss den überhaupt wie groß der Schaden war?? In ein paar Jahren, bist du der Dumme, wenn du immer mehr Mängel durch die Reparatur hast.

      Ich persönlich würde alles versuchen den Wagen zurück zu geben. Denn wie sieht die reparierte Stelle in ein paar Jahren aus? Beim Wiederverkauf, kriegst du auch Probleme, bzw. weniger Geld.

      Das was ich machen würde:

      1. Andere Meinung unverbindlich einholen
      2. Händler kontaktieren. Man kann ja mal antesten, wie der reagiert, wenn du Ihm alles erklärst und Wandlung verlangst.
      3. Anwalt einschalten (Eine Rechtschutzversicherung ist dann von Vorteil)

      Auch wenn der Händler nichts davon wusste. Der muß haften. Außerdem was ist das für ein dummer Händler, der sich bescheissen lässt??

      Nicht locker lassen und verarschen lassen!!!
    • Also ich hätte auf gar keinen Fall mehr Vertrauen zu diesem Händler.
      Meines Wissens sind Spachtelarbeiten an der Karosserie keine Bagatelle und somit handelt es sich um einen Unfallwagen. Und ein Unfallwagen ist eben weniger Wert und verkauft sich auch schlechter, auch später für Dich!

      Sollte der Händler den Schaden bemerkt haben und Ihn verschwiegen haben, dann ist er meines Erachtens kriminell.

      Wenn der Lackierer den Schaden sofort bemerkt hat, darf dies der BMW Händler auch bemerken.

      Es kann aber auch sein, dass der Händler den Schaden nicht bemerkt hat, ich kann mir das zwar nicht vorstellen, da ein normal denkender Händler einen Gebrauchtwagen den er kauft genau anschaut um eventuell den Preis zu mindern. So wie wir das auch machen würden, wenn wir einen Gebrauchtwagen kaufen!

      Zumindest kannst Du davon ausgehen, dass Dein Gebrauchtwagen von Händler vorher nicht überprüft wurde!!!

      Auf jeden Fall hat der Händler damit bewiesen, dass er nicht besonders kompetent ist oder schlichtweg nur schlampig ist.

      Ich jedenfalls möchte bei so einem Händler mein Auto nicht zum Ölwechsel, etc. geben, da ich immer Angst hätte, dass dabei genauso schlampig gearbeitet wird wie beim Check des Gebrauchtwagens.
      Auch wenn es ein Gebrauchtwagen ist, Du kaufst ein Premiumauto und zahlst sicherlich einen Premiumgebrauchtwagenpreis, dann darf man als Kunde auch eine Premiumerwartungshaltung haben und darf einen Premiumservice erwarten.

      Das wichtigste für Dich ist jetzt erst einmal festzustellen, wie groß der Schaden ist/war. Es ist doch durchaus möglich, dass dies nicht der einzige Schaden/Mangel ist, der Dir verschwiegen wurde.

      Eine ehrliche Info dazu bekommst Du nur von einer unabhängigen Stelle. Gutachter, TÜV, Dekra, ADAC, etc.

      Wenn Du den genauen Schaden kennst, hast Du die Entscheidungsgrundlage für das weitere Vorgehen.
      Ist es nur der Kotflügel und sonst passt alles, könnte man sich mit einer Preisminderung befassen.
      War es aber ein größerer Schaden, Rahmen, Achse, etc. würde ich auf jeden Fall auf eine Wandelung bestehen.

      Auch würde ich kein Gespräch mit dem Händler führen, ohne das Du einen Zeugen für das Gespräch hast.
      Ein Gespräch mit dem Händler bringt auch gar nichts solange Du den genauen Schaden nicht kennst. Vor allem bist Du dann irgendwann einmal dran, wenn Du das Auto verkaufst, nur den Kotflügel als Schaden angibst und der neue Käufer dann einen weiteren Schaden entdeckt.

    • Fahr zu ihm ... schildere ihm den Fall ... verlange dass er den Schaden fachgerecht in Stand setzt. Sollte er sich weigern, droh damit ihm die Karre wieder auf den Hof zu stellen (vorausgesetzt du haast Rücktrittsrecht)

      Hier mal die Resultate zum Rücktrittsrecht von einem kurzem Google-Ausflug:

      Bargeschäft im Autohaus:Kein Rücktrittsrecht.
      Bargeschäft und Vertragsunterzeichnung zuhause:14 Tage
      Finanzierung/Leasing:14 Tage
      Online:14Tage
      Das ganze gilt für Privatpersonen.Firmen oder Selbstständige haben auch bei Finanzierungen oder Leasing kein Rücktrittsrecht.

    • Ich würde zuerst mal den genauen Umfang der Beschädigung feststellen lassen. Ansonsten weisst Du doch gar nicht, worüber ihr sprecht. Sollten es z.B nur reparierte Schlüsselkratzer eines kranken Zeitgenossen sein, gilt das Fahrzeug meines Wissens immer noch als unfallfrei!

      Gruß

      Johannes

      "De gustibus non est disputandum"

    • Nur mal so am Rande:

      Wenn A einen Unfallwagen an B verkauft mit der Bezeichnung "unfallfrei" und B merkt es nicht und verkauft es an C als "unfallfrei" aber C merkt es, kann B nicht als Betrüger haftbar gemacht werden!

      Gruß
      Constref

    • Constref schrieb:

      Nur mal so am Rande:

      Wenn A einen Unfallwagen an B verkauft mit der Bezeichnung "unfallfrei" und B merkt es nicht und verkauft es an C als "unfallfrei" aber C merkt es, kann B nicht als Betrüger haftbar gemacht werden!

      Gruß
      Constref

      Nein, stimmt so nicht ganz. Wenn nämlich B ein Händler ist, muss er den Wagen durchchecken und darf ihn nicht als "unfallfrei" weiterverkaufen! Die meisten Händler versuchen es mit Aussagen im Kaufvertrag wie "unfallfrei laut Vorbesitzer", das tut bei einem Händler aber nix zur Sache. Wir haben nämlich dummerweise grad das gleiche Problem in der familie. Mein Schwager wurde vor zwei Wochen von einem offiziellen BMW-Vertragshändler so reingelegt!! Und DAS is schon heavy!

      Dabei handelte es sich allerdings um einen Schaden (bzw. zwei Schäden) von knapp 11.000 Euro (fzg ist ein E90 LCI, der 21000 gekostet hat), der verschwiegen und der jetzt von einem anderen Händler und einer anderen Werkstatt (also zwei unabhängigen) festgestellt wurde und noch dazu bei BMW in der Datenbank vermerkt ist (daher die genauen Höhen der reparaturen)!

      Über die Dummheit und Dreistigkeit des Händlers (Name verrate ich jetzt noch nicht, da der Anwalt eingeschalten wurde) sag ich jetzt mal nix mehr...

      Die Bagatellschäden soll es übrigens auch nicht mehr geben, wenn der Händler ein Verkäufer ist, wurde uns gesagt. Der müsse alles angeben und dürfe den Wagen dann nicht als unfallfrei verkaufen.

      Also: Ich würde Anwalt einschalten (wenn du ne Rechtsschutzversicherung hast), Brief aufsetzen lassen und Wagen zurückgeben (der Händler muss den übrigens selbt bei Dir abholen). So hat es mein SChwager gemacht bzw. macht er es gerade. Denn erstens hat man zu so einem Händler doch kein Vertrauen mehr (war bei Dir TE nicht noch was mit der Ausstattung, die der falsch angegeben hatte??) und zweitens hat man u.U. für einen Unfallwagen genausoviel bezahlt wie für einen ohne Schaden. Und man hat eben einen Unfallwagen (was den Wiederverkauf erschwert). Ach und zu guter Letzt sollte man es aus Prinzip tun und dafür, dass der Händer mal eine vorn Latz geknallt bekommt, sonst macht er es mim nächsten doch einfach wieder so.
      Mein letzter E91 - verkauft -

      318i Touring // alpinweiß

      Mein F31

      F31 318d Luxury Line


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