Steuerkette - worauf denn nun wirklich achten?

    • Das 5w-40 hat mehr Reserve, da das Öl mit der Zeit abbaut. Bei mir war ein Kettenglied in der Mitte gebrochen. Die Ketten sind sehr dünn, wie eine Fahrradkette. Viel Sachverstand kann die auslegende Abteilung nicht gehabt haben. Danach habe ich den ganzen Motor überholen lassen für 4K. Starke Motorschwingungen beeinflußen die Lebensdauer der Kette. Es kann aber auch etwas mit dem Öldruck nicht stimmen, oder Teile der Schiene abbrechen und den Ölfluß hindern so dass die Kettenspanner nicht mehr richtig spannen. Gibt viele Ursachen. Aber wenn es bei dir bis jetzt so gut lief, würde ich nix daran ändern. Das Helix 5w-30 Ect C3 habe ich aktuell auch drin.

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    • Ich habe auch einen N47 mit 207tkm und der ersten Kette. Prophylaktisch habe ich mal den Kettenspanner gewechselt und fahre 5W-40 Öl. 0W-40 war bei mir suboptimal, da ich danach die Dichtung des Ölfiltergehäuses wechseln durfte auf Grund der dünnen Brühe... Allerdings hat meiner schon den dritten Turbolader (der 2. war wahrscheinlich Fertigungsmangel / schlecht aufbereitet). Dementsprechend halte ich nichts von der allgemeinen Floskel, dass M47 unter Turboproblemen leiden und N47 unter Kettenproblemen...

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    • t4ker schrieb:

      Ich habe auch einen N47 mit 207tkm und der ersten Kette. Prophylaktisch habe ich mal den Kettenspanner gewechselt und fahre 5W-40 Öl. 0W-40 war bei mir suboptimal, da ich danach die Dichtung des Ölfiltergehäuses wechseln durfte auf Grund der dünnen Brühe...
      Das kann ich nicht glauben, dass das 0W-Öl Schuld an einer undichten Dichtung am Ölfiltergehäuse haben soll, wie sollte das physikalisch möglich sein? 0W heißt ja nur, dass dieses Öl auch bei tiefen und sehr tiefen Temperaturen eine gute Fließfähigkeit hat, so dass das Öl schnell an alle Schmierstellen gelangen kann, auch wenn man mal bei minus 10°C den Motor startet.

      Entweder dichtet eine Dichtung, dann ist der Grad der Dünnflüssigkeit im kalten Zustand der Dichtung ziemlich egal, oder sie ist kaputt, dann ist sie undicht. Was sein kann, das ist, dass aufgrund des besonders dünnflüssigen Öls diese schon sowieso schwächelnde Dichtung dann ihre Durchlässigkeit eher gezeigt hat als das mit einem 5W-Öl der Fall gewesen wäre, aber ursächlich für die kaputte Dichtung ist das 0W-Öl sicherlich nicht.


      Autofan Dieter
    • EinHerzfürDiesel schrieb:

      Kann mir jemand sagen ob das noch im Rahmen ist oder muss ich angst habe das mir alles um die Ohre fliegt.
      Das geräuch ist nur im Stand zu hören während der fahrt kaum bis gar nicht.
      Wenn die Kette Geräusche macht, heißt das, dass sie vom Kettenspanner nicht mehr ausreichend gespannt werden kann, sie schlackert und schlägt, sie rasselt eben. Bei höheren Drehzahlen und/oder bei heißem Motor dehnt sich das Material aus und es schlackert und rasselt dann nichts mehr.

      Meine Empfehlung: Lass das sofort, so bald wie möglich eben, reparieren, ist zwar teuer, beugt aber einem kapitalen Motorschaden, der irgendwann garantiert kommen wird, vor, denn die Kette ist bereits "auf Anschlag" und jedes weitere Schlackern und Rasseln schädigt die Kette andauernd noch mehr, die Frage ist nicht, OB es bald einen kapitalen Motorschaden geben wird, sondern nur, WANN es den geben wird, das kann noch 10.000 Kilometer oder 1 Jahr dauern oder auch gleich morgen früh beim Starten so weit sein.

      Wenns rasselt, ist das ja ein Zeichen, dass da was Metallisches an etwas anderem Metallischem gegen schlägt, dass das nicht ohne Folgeschäden am Material bleiben kann,dürfte ja klar sein, hau mal mit dem Hammer auf eine auf dem Amboss liegende Fahrradkette (nichts anderes ist so eine Steuerkette).

      Autofan Dieter
    • Neu

      Da kann ich mich Autofan nur anschließen.
      Bei mir hat das rasseln mit 140k km angefangen, nachdem BMW von einem Komfortproblem ausgeht wurde das gekonnt ignoriert von denen. Das Rasseln wird immer schlimmer, bis dann auch beim Start das Scheppern richtig zu hören ist, bis der Öldruck aufgebaut wird und dann folgen Motorruckler.
      Also meine war definitiv gelängt und der Mechaniker meinte das wäre nur noch eine Frage der kurzen Zeit gewesen.
      Laut seiner Statistik 8 von 10 Fahrzeugen bei denen er die Kette wechselt (N47) ist die Kette gelängt, also von Zufall oder Pech kann man nicht ausgehen. Würde eher sagen man kann von Glück sprechen wenn man nicht dazu gehört. Wie schon erwähnt, hat auch er mir empfohlen regelmäßige Ölwechsel da die Rußpartikel im Öl wohl nicht gerade gut für die Kette sind sonderne her wie Schleifpapier wirken.
      Bei den neueren Modellen ist beim 6 Zylinder Diesel auch nur noch eine normale Kette verbaut und keine Doppelwandige mehr, was ich persönlich sehr schade finde. Man will wohl bei BMW keine Langläufer Fahrzeuge mehr haben.

      Ich bereue das ich mir keinen E91 325D geholt habe, die paar Euronen mehr sparst du dir definitiv an der Reparatur. Und vorallem hast du klanglich,Leistungsentfaltung und Laufruhe mehr spaß beim 6 Zylinder =). In der hinsicht vermisse ich meinen E46 330d sehr.

    • Neu

      driver88 schrieb:

      Da kann ich mich Autofan nur anschließen.
      Bei mir hat das rasseln mit 140k km angefangen, nachdem BMW von einem Komfortproblem ausgeht wurde das gekonnt ignoriert von denen. Das Rasseln wird immer schlimmer, bis dann auch beim Start das Scheppern richtig zu hören ist, bis der Öldruck aufgebaut wird und dann folgen Motorruckler.
      Also meine war definitiv gelängt und der Mechaniker meinte das wäre nur noch eine Frage der kurzen Zeit gewesen.
      Laut seiner Statistik 8 von 10 Fahrzeugen bei denen er die Kette wechselt (N47) ist die Kette gelängt, also von Zufall oder Pech kann man nicht ausgehen. Würde eher sagen man kann von Glück sprechen wenn man nicht dazu gehört. Wie schon erwähnt, hat auch er mir empfohlen regelmäßige Ölwechsel da die Rußpartikel im Öl wohl nicht gerade gut für die Kette sind sonderne her wie Schleifpapier wirken.
      Bei den neueren Modellen ist beim 6 Zylinder Diesel auch nur noch eine normale Kette verbaut und keine Doppelwandige mehr, was ich persönlich sehr schade finde. Man will wohl bei BMW keine Langläufer Fahrzeuge mehr haben.

      Ich bereue das ich mir keinen E91 325D geholt habe, die paar Euronen mehr sparst du dir definitiv an der Reparatur. Und vorallem hast du klanglich,Leistungsentfaltung und Laufruhe mehr spaß beim 6 Zylinder =). In der hinsicht vermisse ich meinen E46 330d sehr.
      Deine Statistik ist sehr selektiv. Des Weiteren hat der N57 die gleiche Simplexkette, wie der N47. Ich würde mich über eine Erklärung freuen, warum bei gleichem Kettentrieb nur der 4 Zylinder ein Steuerkettenproblem haben soll.

      Autofan Dieter schrieb:

      t4ker schrieb:

      Ich habe auch einen N47 mit 207tkm und der ersten Kette. Prophylaktisch habe ich mal den Kettenspanner gewechselt und fahre 5W-40 Öl. 0W-40 war bei mir suboptimal, da ich danach die Dichtung des Ölfiltergehäuses wechseln durfte auf Grund der dünnen Brühe...
      Das kann ich nicht glauben, dass das 0W-Öl Schuld an einer undichten Dichtung am Ölfiltergehäuse haben soll, wie sollte das physikalisch möglich sein? 0W heißt ja nur, dass dieses Öl auch bei tiefen und sehr tiefen Temperaturen eine gute Fließfähigkeit hat, so dass das Öl schnell an alle Schmierstellen gelangen kann, auch wenn man mal bei minus 10°C den Motor startet.
      Entweder dichtet eine Dichtung, dann ist der Grad der Dünnflüssigkeit im kalten Zustand der Dichtung ziemlich egal, oder sie ist kaputt, dann ist sie undicht. Was sein kann, das ist, dass aufgrund des besonders dünnflüssigen Öls diese schon sowieso schwächelnde Dichtung dann ihre Durchlässigkeit eher gezeigt hat als das mit einem 5W-Öl der Fall gewesen wäre, aber ursächlich für die kaputte Dichtung ist das 0W-Öl sicherlich nicht.


      Autofan Dieter

      Dass die Dichtung vorgeschädigt war bestreitet keiner. Ich wollte lediglich behaupten, dass bei einem Kaltstart,wenn der Öldruck besonders hoch ist, eine gealterte Dichtung durch ein 0W-Öl schneller zum Siffen neigt. Ich habe es so verstanden, dass kalt ein 0W-Öl fließfähiger als ein 5W-Öl.

      Bezüglich des Kettenrasselns bin ich anderer Meinung. Es muss nicht eine Längung der Kette vorliegen sondern es kann auch sein, dass die Beschichtung der Gleitschienen mangelhaft ist. Meine Freundin fährt seit 70tkm mit schleifender Kette und wir konnten keine Verschlechterung feststellen. Auch BMW bezeichnete es lediglich als Komfortproblem, was natürlich mit Vorsicht zu genießen ist. Auch gibt es ein verbesserten Kettenspanner, welchen ich verbaut habe. Dieser verbessert das Problem jedoch kaum, wodurch ich von einer mangelhaften Beschichtung der Gleitschienen ausgehe. Diese neigen daher auch zum Brechen und die Bruchteile verstopfen dann das Ölsieb.
      Es muss jeder selber wissen, welches Risiko er auf sich nimmt. Ich würde jedoch nicht gleich bei moderaten Rasseln die Kette wechseln. Dies entspricht auch der Verfahrensweise von BMW. Nach einem Ölwechsel ist das Geräusch übrigends die ersten 1000-2000 km leiser. (Den Riementrieb habe ich erst neu gemacht.) Es ist und bleibt eine Art Glücksspiel. Ich bin auch der Überzeugung der N57 nimmt sich diesbezüglich nichts. Ich würde jedoch dazu raten, das Start-Stop Memory auf aktiv zu codieren. Dies dürfte die Kette im Stadtverkehr entlasten.
    • Neu

      t4ker schrieb:

      Deine Statistik ist sehr selektiv. Des Weiteren hat der N57 die gleiche Simplexkette, wie der N47. Ich würde mich über eine Erklärung freuen, warum bei gleichem Kettentrieb nur der 4 Zylinder ein Steuerkettenproblem haben soll.

      Autofan Dieter schrieb:

      t4ker schrieb:

      Ich habe auch einen N47 mit 207tkm und der ersten Kette. Prophylaktisch habe ich mal den Kettenspanner gewechselt und fahre 5W-40 Öl. 0W-40 war bei mir suboptimal, da ich danach die Dichtung des Ölfiltergehäuses wechseln durfte auf Grund der dünnen Brühe...
      Das kann ich nicht glauben, dass das 0W-Öl Schuld an einer undichten Dichtung am Ölfiltergehäuse haben soll, wie sollte das physikalisch möglich sein? 0W heißt ja nur, dass dieses Öl auch bei tiefen und sehr tiefen Temperaturen eine gute Fließfähigkeit hat, so dass das Öl schnell an alle Schmierstellen gelangen kann, auch wenn man mal bei minus 10°C den Motor startet.Entweder dichtet eine Dichtung, dann ist der Grad der Dünnflüssigkeit im kalten Zustand der Dichtung ziemlich egal, oder sie ist kaputt, dann ist sie undicht. Was sein kann, das ist, dass aufgrund des besonders dünnflüssigen Öls diese schon sowieso schwächelnde Dichtung dann ihre Durchlässigkeit eher gezeigt hat als das mit einem 5W-Öl der Fall gewesen wäre, aber ursächlich für die kaputte Dichtung ist das 0W-Öl sicherlich nicht.


      Autofan Dieter
      Dass die Dichtung vorgeschädigt war bestreitet keiner. Ich wollte lediglich behaupten, dass bei einem Kaltstart,wenn der Öldruck besonders hoch ist, eine gealterte Dichtung durch ein 0W-Öl schneller zum Siffen neigt. Ich habe es so verstanden, dass kalt ein 0W-Öl fließfähiger als ein 5W-Öl.
      Ein 0W-Öl ist fließfähiger, also dünnflüssiger als ein 5W-Öl, das ist ja der Sinn des Ganzen.

      Allerdings weiß ich nicht, ob bei einem Kaltstart das 0W-Öl mehr Öldruck aufbaut als ein 5W-Öl, wieso sollte das so sein? Öl bleibt eine Flüssigkeit, ob sie nun ganz dünnflüssig oder etwas dickflüssiger ist, der durch die Ölpumpe aufgebaute Druck sollte jeweils doch gleich sein? Ist ja auch egal, dass nach dem Ölwechsel die Ölfiltergehäusedichtung siffte, mag auch an einer nicht ganz korrekten Montage der eigentlich noch intakten Dichtung gelegen haben, die verantwortliche Werkstatt wird das sicherlich nicht zugeben, wenns so war, aber das ist Spekulation.



      t4ker schrieb:

      Bezüglich des Kettenrasselns bin ich anderer Meinung. Es muss nicht eine Längung der Kette vorliegen sondern es kann auch sein, dass die Beschichtung der Gleitschienen mangelhaft ist. Meine Freundin fährt seit 70tkm mit schleifender Kette und wir konnten keine Verschlechterung feststellen.
      Das ist natürlich auch möglich, wobei dann das Geräusch doch etwas anders sein sollte als bei einer gelängten Kette, allerdings ist das sehr schwierig, nur aus der Art des Geräusches sinnvolle und treffende Rückschlüsse zu ziehen, da müsste man schon ein "Motorflüsterer" sein und über das absolute Gehör verfügen.

      Ich bleibe jedoch bei meiner Ursprungssaussage, dass jegliche Geräusche aus dem Motor, die da eigentlich nicht hingehören, auf metallisches Reiben zurückzuführen sind (mit Ausnahme von quietschenden Keilriemen oder Keilrippenriemen). Und immer, wenn Metall auf Metall direkt reibt, also ohne schützenden Ölfilm, der das direkte Reiben, den direkten Kontakt und damit auch das Quietschen verhindert, entsteht Abrieb, also Verschleiß. Das ist nun mal so, kann man nicht ändern.

      Also wenns aus dem Motorraum rasselt und quietscht ist was nicht in Ordnung, Metall wird abgerieben (mit Ausnahme der Keilriemen) und es wird irgendwann daraus ein Schaden entstehen, die Frage ist nicht, ob, sondern nur wann es soweit ist. Ein "Komfortproblem" ist das für BMW, die haben nämlich den "Komfort", nicht zahlen zu müssen, wenn sie das so dem Kunden verkaufen und der Schaden erst jenseits jeglicher Gewährleistungs- und Kulanz-"Ansprüche" auftritt (auf Kulanz hat man keinen Anspruch, Kulanz KANN gewährt werden, MUSS aber auch nicht, ist auch nicht einklagbar).

      Autofan Dieter
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