Vibrationen ab 120km/h nach Lagerwechsel Hinterachse, aber woher?

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    • Mir ist doch etwas Gutes eingefallen. Vor allem, weil es so einfach umzusetzen war.
      Da mich diese Differenz zwischen oben und unten am Flansch nicht losgelassen hat, habe ich mir folgendes überlegt: Ich lösen den Hilfsrahmen hinten, links und rechts nacheinander, von der Karosserie und schiebe auf beiden Seiten eine M16 Karosseriescheibe drunter. Die hat zufällig fast genau den Außendurchmesser des Lagers, also ausreichens Auflagefläche. Allerdings neige ich dadurch den Hilfsrahmen samt darin montiertem Differential minimal nach hinten, was theoretisch der bestehenden Differenz zwischen Flansch und Antriebswelle oben/unten entgegenwirkt.
      Und siehe da, das merkt man! Die Vibrationen sind viel schwächer geworden. Ich konnte danach ganz entspannt mit 150km/h Tempomat über die BAB fahren und war gestern und heute etwas in der Eifel unterwegs. Auch beim Harten Beschleunigen merkt man nun fast nichts mehr.
      Als nächsten Schritt versuche ich jetzt noch, ob ich mit zwei Karosseriescheiben pro Seite nochmal einen Unterschied feststelle. Alternativ spanne ich das Differential mit dem Lockdown minimal nach unten vor. Ich hoffe, dass der Antriebsstrang damit wieder so ruhig wie vorher läuft. Wenn das funktioniert ersetze ich die Karosseriescheibe noch durch eine vernünftige Distanzhülse mit passenden Maßen.

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    • Das würde ich gerne so klar behaupten können, wenn ich die Fehlerquelle nur auf die Lager beschränken könnte. Leider sind mit dem Wechselprozess so viele wesentliche Arbeitsschritte verbunden, dass ich da auch gut einen Fehler gemacht haben kann. Das geht ja schon mit der Ausrichtung des Differentials los, die ich erst im Nachgang, auf deinen Hinweis hin, betrachtet habe. Es würde mich stark interessieren, wie das Differential vorher links/rechts und oben/unten zur Kardanwelle ausgerichtet war... ist leider nicht mehr reproduzierbar. Dazu sind die Lager viel massiver, als die weichen Serienlager.

      Ausrichtung links/rechts ist nun gleich, sollte man also ausschließen können.
      Ausrichtung oben/unten habe ich mit einer Unterlegscheibe getestet, damit hatte ich weniger Vibrationen. Mit einer zweiten Unterlegscheiben getestet, damit wieder etwas mehr Vibrationen.

      Hast du sonst noch Ideen, an welcher Stelle ich einen Fehler gemacht haben könnte?

    • eher nicht. Du könntest nochmal die beiden Muttern vom Mittelllager lösen und dann wieder anziehen, um hier ebenfalls noch ungewollte Verspannung ausschließen zu können.

    • Das Mittellager habe ich ja im Nachgang noch erneuert. Dazu: Originalstelle markiert und Lager getauscht. Dann die Kardanwelle eingesteckt, befestigt und am Ende der Mittellager ganz leichte Vorspannung Richtung Getriebe gegeben. Das Lager hatte auf der vorherigen Position Null Vorspannung, daher bin ich davon etwas abgewichen.

      Da ich aber sowohl mit dem intakten Originallager als auch mit dem neuen Lager die gleichen Vibrationen hatte, scheint mir das nicht ursächlich.

    • Neu

      Da ich nochmal variieren wollte und vermutet/gehofft habe, dass der erste Schritt auf die 3mm Scheibe zur Unterfütterung vielleicht schon zu viel war habe ich mir testweise aus ein paar alten CDs und einem Topfbohrer (Polycarbonat)Scheiben mit etwa 1,2mm Stärke gemacht und konnte nacheinander eine und zwei Scheiben montieren. Keine Verbesserung, die dröhnende Resonanz im Innenraum bei Fahrt mit Tempomat ist nach wie vor da.

      Zu dem Thema fällt mir damit leider nichts mehr ein. Und da mich diese Komforteinbußen gegenüber den positiven Effekten der strafferen Lager so stören werde ich wohl, außer es kommt zu einer Wunderheilung, wieder serienmäßige Lager für den Hinterachsträger besorgen und die im Herbst oder Frühjahr tauschen.
      Die Überlegung hierfür bleiben dann diese PU Einsätze, die Lager mit Sikaflex auszufüllen (hat sich bei Golf 4 Motorlagern bewährt) oder die Teile einfach im Seriezustand zu belassen. Wie gesagt, das Problem scheint hier nicht die Steifigkeit der Lager, sondern dass sich die Ausrichtung innerhalb des Antriebsstranges durch die M3 Lager irgendwie verändert.

    • Neu

      Patty schrieb:

      Keine Verbesserung, die dröhnende Resonanz im Innenraum bei Fahrt mit Tempomat ist nach wie vor da.
      Hallo.

      wenn ich dröhnen höre fällt mir sofort was ein: hast Du einen Automatik und zufällig XHP drauf?

      Sorry wenn ich was überlesen habe.

      Mit freundlichen Gruessen aus dem Schwarzwald
      REDBULL323

    • Neu

      Ich habe die Lager auch, sogar mit xHP, und habe diese Probleme nicht. Dafür habe ich vorn Probleme, aber das ist eine andere Geschichte :D

      Würde hier auch gern eine Hilfestellung geben, aber ich hatte selbst nasse Füße gekriegt und habe den Wechsel seinerzeit bei BMW machen lassen. Kleinerer Laden, den Meister kenne ich seit fast 20 Jahren und weiß, daß er was drauf hat. Dennoch war eine Weile unklar, ob die Lager wirklich passen.
      Ende vom Lied: Sie paßten prima, Aufwand größer als erwartet da man die Bremsleitungen öffnen mußte um den Rahmen weit genug abzusenken, aber das Ergebnis war/ist in meinem Fall sehr gut und hat sich definitiv gelohnt.

      Aber: es mag jemand sagen was er will, und klar gibt es steifere Chassis als das der E9x-Baureihe. Dennoch würde ich die Autos nicht als weich bezeichnen und so reichen oft Kleinigkeiten, um einen Effekt deutlich zu machen.
      Die Frage ist, wie man noch was testen kann ohne gleich die Lager auszupressen. Ist ja doch keine schöne Arbeit oder im Handumdrehen gemacht.

      Hast du die Möglichkeit das Ganze mal auf einem Prüfstand zu testen? Da käme der Antrieb auf seine Drehzahlen, du kannst aber z.B. die Aerodynamik ausschließen.

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