Das Thema Ansaugsystem beim E9x N57 325d und 330d und M57 Motor im 335d begleitet die Plattform seit vielen Jahren.
Wir haben uns über einen gewissen Zeitraum intensiv damit beschäftigt und das Projekt über mehrere Wochen entwickelt – von der ersten Bauraumanalyse bis zur finalen Serienfertigung.
Vorab zur Einordnung:
Das Projekt ist vollständig abgeschlossen.
Dieser Thread ist keine Live-Entwicklung und kein Verkaufsthread, sondern eine nachträgliche technische Dokumentation aller Entwicklungs- und Fertigungsschritte.
Unser Ziel ist es, der Community transparent zu zeigen, wie so ein Bauteil tatsächlich entsteht – inklusive Analyse, Iterationen, verworfenen Konzepten und Fertigungsdetails.
Preis- oder Vertriebssachen gehören nicht in diesen Thread!!!
Grundgedanke – Warum ein anderer Ansatz?
Typische Lösungen arbeiten oft mit relativ abrupten Querschnittsänderungen oder geometrisch einfachen Übergängen, weil der Bauraum es scheinbar nicht anders zulässt. Es gibt bereits offene Luftfiltersysteme, die aber nicht unser Anspruch sind.
Unser Ansatz war hier ein anderer.
Wir arbeiten konstruktiv stark mit bionischen Prinzipien – also Geometrien, die sich an natürlichen Strömungsformen orientieren.
Warum?
Natürliche Strukturen lösen seit Millionen Jahren exakt dieselben Probleme:
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Strömungsführung bei begrenztem Volumen
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Minimierung von Energieverlusten
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sanfte Querschnittsübergänge
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Vermeidung von Abrisskanten
Das bedeutet nicht „organische Optik“, sondern:
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kontinuierliche Radien
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definierte Übergangszonen
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kontrollierte Querschnittsverläufe
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möglichst abrissarme Umlenkungen
Die OEM-Lösung ist keine Schlechte aber der Luftfilterkasten ist für den Spritzgussprozess ausgelegt um eine günstige Massenproduktion umzusetzen und hat deshalb nicht immer optimale Strömungsgeometrien.
Wir passen die Geometrie an die Strömung an und nicht die Strömung an die Geometrie.
Durch den eigens entwickelten Werkzeugbau und die Fertigung in RIM (reaction injection molding)- so wie Alpina seine Bauteile von der Firma Osbra herstellen lässt, können wir die meist organsichen Geometrien optimal umsetzen.
Schritt 1 – 3D-Scan & Bauraumanalyse
Bevor konstruiert wurde, stand die vollständige digitale Erfassung des relevanten Motorraumbereichs an.
Passform (plug and play)
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Montagefreundlichkeit
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Spannungsverhalten
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reale Umsetzbarkeit der geplanten Radien
Nachfolgend ein erster Eindruck aus der Scan- bzw. Packaging-Analyse:
Screenshot 2026-02-13 082122.jpg
Erst nach dieser Analyse wurde mit der CAD-Entwicklung begonnen – immer mit dem Ziel, die Strömung nicht „hineinzuzwingen“, sondern die Geometrie an den vorhandenen Raum anzupassen.
Als nächstes folgt die Konstruktion des originalen LK um die Ausgangssituation mittels CFD Strömungsanalsyse zu ermitteln und gegen die ersten optmierten Designs antreten zu lassen. Dazu in den nächsten Tagen mehr.
Gruß Robin