Nun ich bin kein Insider, sondern nur ein technik-interessierter BMW-Fahrer. Und meine Informationen habe ich in der Regel aus Internetforen und Fachzeitschriften. Und da ist einstimmig zu lesen, dass der N54 ein Auslaufmodell ist, weil er zukünftige Abgasvorschriften nicht mehr schafft und BMW deshalb auf den N55 als Nachfolger gewechselt ist, da dieser mit den von Dir genannten Technologien zukunftsfähig ist was das Abgasverhalten angeht und letztlich natürlich auch billiger zu produzieren ist (für BMW wohl mit das wichtigste Argument!?). Deshalb glaube ich nicht das BMW zum N54 zurückkehren wird und diesen zukunftsfähig zu modifizieren.
nur da eben mit einem TwinScroll-Lader statt TriTurbo.
Und da BMW zur Zeit extrem an der Kostenschraube dreht, ist auch davon auszugehen, dass zukünftige Motoren auch belastungstechnisch nur noch auf die geplante Leistung plus eine geringe Sicherheitsmarge ausgelegt werden, bestes Beispiel N54 -> N55 ... also schlechte Zeiten für Extrem-Tuning.
In Internetforen wird leider auch viel Mist geschrieben und Fachzeitschriften werden sich hüten einen aktuell verbauten Motor als altes Auslaufmodell zu bezeichnen, zumindest hätte ich noch nichts davon gelesen. Man wird sehen was kommen wird, die Twinscroll Technologie hat aber zu wenig Luft nach oben.
Ich bin deiner Meinung, jetzt wo es bereits mehrere Langzeiterfahrungen mit den Turbos gibt, kann hier sicher noch über das ein oder andere Haltbarkeits Downgrade nachgedacht werden.
Wie schon oben gesagt, bin ich kein Insider. Allerdings besteht ab und zu auf Stammtischen, Messen, u.ä. oder im Gespräch mit M-Mitarbeitern bei Fahrzeugvorstellungen die Möglichkeit etwas aufzuschnappen ... umso besser wenn man diese Details dann auch in Internetforen oder Autozeitschriften bestätigt findet. Und das mit dem GT-R sind schlichtweg Fakten, die auch von dessen Konstrukteur öffentlich bestätigt wurden - auch in der damals noch kleinen GT-R Fangemeinde ging ein Aufschrei durch die Forenwelt, als der heilige R6 BiTurbo der Rundstreckenperformance geopfert wurde.
Auch interessiere ich mich halt auch für technische Dinge und kann mir gut vorstellen was machbar ist und was nicht. Um nun zum Gewicht zu kommen, nach dem was auch ich gehört habe, war das Zielgewicht 200kg unter dem F30 335i - erreicht worden sein sollen im Endeffekt ~150kg ... und diese Angabe ist für mich auch plausibel, wenn man einerseits die Komplett-Carbonverbund-Karosse des i3 betrachtet und dann beispielsweise die bereitsveröffentlichen Aufbaustrukturen des neuen SL sowie des R8 Nachfolgers einbezieht. Ich glaube siemens ist mit seinen Aussagen zum Carbonumfang beim F80 schon auf den richtigen Weg - es werden viele Teile aus Carbonverbund (zwei Carbon-Schichten mit ner Papier-/Papp-Lage dazwischen!) sein, die man optisch nicht wahrnimmt, aber halt in einer Karosseriestruktur viel zum Gewicht beitragen ... also im Grund auch keine teuren Bling-Bling Sicht-Carbonteile wie beim M3 Dach sondern lackiertes günstigeres Industriecarbon.
Das ist mit Sicherheit interessant sich die ein oder andere Meinung anzuhören. Leider ist nicht viel belegbar, es gab auch schon Gerüchte, dass der N54 ursprünglich in den E9x M3 hätte kommen sollen und daher für mehr ausgelegt wäre. Ich genieße solche Infos immer mit Vorsicht.
Zum GTR möchte ich mich aufgrund mangelnder Kenntnis nicht äußern.
Ja, die 150kg habe ich in letzter Zeit schon öfter gelesen.
Wenn wir einen Motor auf die Straße bringen, so muss dieser bei -60°C auf Meereshöhe ebenso Vollgas schadfrei überstehen, wie bei +60°C auf 3000 Metern Höhe. Das hat einfach rechtliche Gründe und wir (müssen) garantieren, dass jeder Kunde mit seinem Fahrzeug beide hier genannten Extreme ausnutzen möchte und das auch kann!
Die in Deinem Thread genannten "Fakten" mögen für den Ottonormalverbraucher in der norddeutschen Tiefebene ausreichen, aber als Hersteller setzen wir andere Maßstäbe an den Begriff Standfestigkeit.
Umso interessanter finde ich es, dass die N55 Modelle mehrmals modifiziert wurden um standfest die Serienleistung unter "normalen" Bedingungen dauerhaft zu stemmen. Hier gibt es wesentliche Unterschiede, zu denen sich nur die wenigsten bei BMW äußern können oder wollen.
Das ist ein Irrglaube, das die Thermik bei einem V6 komplizierter ist. Dazu ein einfaches Beispiel:
Ein BMW 335i F30 produziert ca. 400 Kilowatt an Abwärme bei vollem Leistungseinsatz. Nebenbei angemerkt würde das ausreichen, um 20 Einfamiliehäuser zu heizen
Diese 400 Kilowatt müssen abtransportiert werden- und dafür bleibt ein kleiner, genau berechneter erdachter Führungskanal durch den Motorraum, entlang der rechten Seite wo die wärmeableitende Peripherie des Motors sitzt.
Bei einem V6 würde sich das aber auf zwei solcher Kanäle verteilen, die jeweils nur ca. 200 Kilowatt Abwärme aus dem Motorraum leiten müssten. Somit würde wesentlich mehr Spielraum dafür bleiben
Zudem ist es ja nun nicht so, als würde der Lüfter eines BMW-R6 nicht nachlaufen, wenn man den Motor abstellt
Die Abführung der Abwärme ist leichter das ist nachvollziehbar, aber der V Motor ansich produziert mehr, zumindest kenne ich einige Modelle wo das der Fall ist.
Was muß ich mit dem Motor anstellen, damit der Lüfter nachläuft, hatte ich noch bei keinem R6 von BMW? ![]()
Ja, ich weiß von wieviel Kg wir hier sprechen, insbesondere wenn es um den F80 geht. Daher kenne ich auch die Auswirkungen der Materialauswahl ziemlich genau.
Das freut mich für dich! ![]()
Grundlegend ist es aber so, dass die Kunden der M-GmbH erheblich feinfühliger sind, als die Kunden von AG-Fahrzeugen. Zudem sind sie die letzten Jahre durch das HDZ-Konzept an ein hervorragendes Ansprechverhalten der Motoren gewöhnt. Die meisten spüren schon beim 335i keine Gedenksekunde bei der Gasannahme, was ja auch gut so ist. Aber wer schon einmal den F10 M5 gefahren hat, der weiß wie elend lange diese Gedenksekunde beim Ansprechen im 335i ist.
Dennoch reklamieren einige langjährige M5-Kunden das langsame Ansprechverhalten des aktuellen M5!
So sind halt die Auffassungen von verzögerungsfreiem Ansprechen eines Motors grundverschieden und ein M-Kunde tut sich schon mit dem M5 schwer und würde die (zweifelsohne tadellose) Fahrbarkeit eines 335i niemals akzeptieren. Natürlich ist es Jammern auf extrem hohen Niveau, aber M-Kunden erwarten einfach zu Recht auch mehr!
Diese beschriebene kleine Verzögerung von der du sprichst wurde bewußt via Software eingespielt um die Wastegates zu schonen. Die ersten Modelle mit den alten SW Ständen hatten keine erkennbare, was man so hört. Aber interessant, dass es mit einem V6 noch besser machbar wäre.
Du hast zwar nun M-Style angesprochen, aber lass mich dazu kurz einmal etwas sagen.
Es geisterten einige Zahlen über Rundenzeiten des F80 (und ich schreibe bewusst nicht R6-Prototyp) durchs Internet. Dies sidn Zahlen, die wohl einige sehr ambitionierte Zuschauer selbst gestopt haben!
Von Seiten der M-GmbH wurden bisher keine Zahlen veröffentlicht und das wird auch noch eine ganze Weile dauern, bis da etwas kommt. Als Termin können sich interessierte schon einmal den Frühsommer 2014 notieren
Aber so viel sei vorab verraten: Der F80 wird ca. 150 Kg leichter als ein F30-335i. Die Leistung wird auf dem Niveau der Mitbewerber (C63 und RS4) liegen. Die bisher auf der nordschleife gefahrenen Runden dienten gewissen Fahrwerks und Getriebetests. Es wurde aber bisher keine einzige Runde wirklich ambitioniert gefahren und auf Zeit! Dennoch ist der F80 bei dieser Gangart schon deutlich und weit unter der 8-Minuten-Grenze!
Das hört sich doch vielversprechend an. ![]()