Beiträge von the bruce

    Nur mal zum Verständnis:


    Alle Fahrwerksteile, bei denen sich etwas bewegt, unterliegen einem schleichenden Alterungsprozess.
    Das ist grundsätzlich so und nicht zu vermeiden. Oft merkt man es gar nicht, weil es eben wie erwähnt
    schleichend passiert. Wenn man aber zur Abwechslung für ein paar Tage ein neues Auto fährt, und dann
    wieder in den Alten steigt, dann öffnet es die Augen, mal vorausgesetzt, man ist nicht völlig abgestumpft.


    Der zweite Punkt ist, wenn Fahrwerks- und Lenkungsteile wie bspw. die Spurstangenköpfe Spiel bekom-
    men, dann führen schon ganz normale, in der Praxis fast unvermeidbare kleine Unwuchten insbesondere
    der Räder zu Lenkungszittern, oder auch ein sonst unbemerkt bleibender minimaler Scheibenschlag ver-
    ursacht beim Bremsen Lenkunruhe, weil es sich "aufschaukeln" kann.


    Deshalb ist es eben unabdingbar für "Spielfreiheit" zu sorgen, wenn man das Problem beheben will. Das
    hat nicht das Geringste mit "Geld zu Fenster rauswerfen" zu tun. Man muss auch nicht mittlere vier-
    stellige Summen ins Feld werden. Ein Satz neuer Dämpfer + QL + Zugstreben + Spurstangenköpfe, das
    ist zusammen für einen noch dreistelligen Betrag darstellbar. Und das muss es einem wert sein. Oder
    man lebt mit seinem Problem, muss sich dann aber auch fragen, ob das Auto, das man sich gekauft hat,
    zu den eigenen wirtschaftlichen Vorstellungen passt.


    Übrigens führen defekte Fahrwerks- und Lenkungsteile zu Folgeschäden an anderen benachbarten
    Komponenten, auch der Reifenverschleiß kann zunehmen, und letztlich leiden auch Lenkpräzision und
    Fahrsicherheit, der Komfort sowieso. Wer also am falschen Ende spart, der tut sich mittel- bis lang-
    fristig überhaupt keinen Gefallen. Mit anderen Worten, er denkt zu kurz. Geiz ist eben nicht geil.


    ;)

    Ich würde lieber etwas länger suchen und ein paar mehr Euro ausgeben,
    um möglichst nagelneue oder zumindest neuwertige Räder zu bekommen.
    Wenn du sie später womöglich nachlackieren lassen musst wird es teurer,
    von anderen Risiken wie Verzug/Schlag gar nicht zu reden. Montierte
    Reifen sehe ich auch nicht unbedingt als Vorteil an, weil ich gebrauchten
    Reifen eher skeptisch gegenüber stehe.
    Immerhin war die 157 ja bei den 320er E92 und E93 serienmäßig, und sie
    ist nicht so extrem gefragt, weil so mancher Coupé- oder Cabriobesitzer
    gerne auf 18" oder 19" umrüstet (gerade in in zweiter Hand). Da hat man
    schon hin und wieder gute Chancen auf ein Schnäppchen.

    Zuallererst mal Glückwunsch zu deinem Road & Track. :thumbup:


    Also, wie hier alle Kollegen bereits richtig sagten, es liegt nicht am Fahrwerk,
    jedenfalls nicht in erster Linie.
    Ich will nicht ausschließen, dass das Öhlins wie viele Gewindefahrwerke an der
    HA etwas mehr Einfederweg bietet, damit trotz Tieferlegung noch genug übrig
    bleibt, was das Freigängigkeitsproblemchen noch verschärft, aber eng (zu eng)
    war es dann auch schon vorher. Auch könnte man hinten Federn mit höheren
    Federraten verwenden. Klappspaten hat das m.E.n. gemacht. Er hat auch einen
    Touring und hinten eine etwas umfangreichere Musikanlage drin. Das mag etwas
    helfen. Trotzdem:
    Die Ursache liegt in der Kombination aus etwas breiterer Felge und zu kleiner ET,
    wie sie sich in Summe mit den Distanzscheiben ergibt. Wenn du die 16 mm dicken
    Distanzen durch welche mit 10 bis 12 mm ersetzt, dann sollte das Thema erledigt
    sein, ganz ohne weitere Karosseriearbeiten. Zusätzlich könnte man natürlich
    auch zu einem schmaler ausfallenden Reifen greifen, aber wer will schon auf den
    PSS verzichten?
    Mehr Sturz, wie von Nitro angesprochen, würde es i.d.T. abmildern, aber oft hat
    man hinten ja sowieso schon mehr Sturz als gut ist, da würde ich erst mal ver-
    messen, um den Istzustand zu kennen. Wichtig dabei: Stimmst du jetzt die Rad/
    Distanzscheiben-Kombi auf knallenge Presspassung ab, dann bleibt keine Luft
    mehr, um bei der Vermessung den Sturz zu reduzieren - es würde dann wieder
    oder noch mehr schleifen !! Du brauchst dafür also etwas Luft, damit man ggf.
    noch gesunde Sturzwerte einstellen kann.


    ;)

    Woran es liegt? Ein Wort: Wartungsstau.


    Was soll der Blödsinn, dass defekte Spurstangenköpfe oder Scheiben von Ate den Dämpferausfall ver-
    ursacht haben sollen? Das scheint mir etwas sehr weit hergeholt.
    Bei 142 Mm ist es völlig normal, wenn ein Dämpfer die Grätsche macht. Es ist noch nicht mal schade,
    denn bei dieser Laufleistung sind sowieso alle vier Dämpfer am Ende. Dasselbe trifft auf Spurstange-
    gelenke, Quer- und Längslenker und vieles andere mehr zu. Nach 11 Jahren hat man keinen Neuwagen
    mehr, und zwischendurch muss man auch mal was investieren, wenn man anständig und sicher unter-
    wegs sein will. So ist das halt bei einem Auto. Wenn ich dann lese "möchte jetzt nicht weiter mein Geld
    aus dem Fenster werfen", dann ist man fast versucht zu sagen, fahr besser Fahrrad. Aber ich ver-
    kneife mir das.


    Wenn ich ein Auto mit dieser Laufleistung und Vibrationsprobleme in der Lenkung hätte, dann würde
    ich Minimum sämtliche Verschleißteile an der VA tauschen (QL, ZS, Spurstangen) sowie alle Dämpfer.
    Wobei das rein hypothetisch ist, weil ich meine Dämpfer sowieso schon weit vorher getauscht hätte.


    Für die Tourifahrten sind die Begrenzungen doch für 99,99% der Fahrer eh nicht zu erreichen, Verstehe die Aufregung zumindest für diese Zugangsform nicht


    Eben. Mich interessiert das wenig.


    Für Touris völlig ohne Belang, und mal ehrlich, auf TDs kann man auch mit 250 auf der DoHö leben.
    Mir würde es garantiert nicht den Tag verderben.
    Die NBG kann sagen, sie hat was getan (wenn es mal wieder richtig kracht). Außerdem findet es
    doch wohl niemand egal, wenn bei einer VA ein Zuschauer oder ein SP ums Leben kommt, oder?

    Genau darum schreibt er ja: :whistling:




    Eine Frage habe ich noch: Ist bei euch auch der Spritverbrauch bei (gefühlt) gleicher Fahrweise gestiegen?


    Die Frage ist halt, ob die Fahrweise wirklich gleich geblieben ist. ;) Man kennt das ja,
    zwei oder drei LKWs oder Trecker überholen, und schon ist der schöne Schnitt dahin.


    Ich würde fast wetten wollen, dass das Kennfeld in niedrigen Lastbereichen identisch
    ist mit der Standardsoftware. Es wäre aber auch denkbar, dass sich durch das Update
    auf Stand 2015 etwas geändert hat (egal ob PP oder nicht), oder dass der DPF gerade
    eine höhere Beladung aufweist, oder aber ein aktiver Regenerationszyklus im Gange
    war. Man merkt es ja nicht immer.

    Mit welcher Begründung? Er ist ja kein Geschädigter.
    Ich will das keineswegs schön reden, aber als Vorbesitzer hat er da
    vermutlich keinerlei Handhabe. Klagen oder Anzeige erstatten könnte
    nur ein Käufer. Den werden wir aber wahrscheinlich niemals kennen.


    Das weiss momentan keiner so genau, ob und wie das durchgesetzt werden soll. Beim letzten
    Pistenclub-Trackday haben sie wohl tatsächlich auf der Döttinger Höhe mit der Radarpistole
    gestanden. Als einer mit über 270 statt 250 gemessen wurde gabs für ne halbe Stunde für alle
    ne rote Flagge... wegen zu hoher Geschwindigkeit... auf nem Trackday... :fail:


    Ich finde es auch ziemlich strange, aber in der aktuellen SpA kann man ja lesen, warum es so ist.
    Und bedanken können sich die anderen Teilnehmer auch bei dem, der sich nicht daran gehalten
    hat. Er wird doch gewusst haben, dass ein Limit von 250 gilt.
    Es ist nun mal so - die Nordschleife ist gefährlich, und die Autos werden immer schneller. Dafür
    kann man niemandem die Schuld geben, auch nicht dem Betreiber. Der hat aber die Pflicht, ggf.
    Konsequenzen zu ziehen, auch wenn es nicht jeder verstehen will. Es liegt dann vielleicht auch
    daran, dass nicht jeder bereit ist über den eigenen Tellerrand zu gucken.


    Ja, das stimmt, dass durch Additive die Cetanzahl von etwa 52 bis 55 für Normaldiesel auf um die 60 angehoben wird. Nur ist der Motor für Standarddiesel optimiert und entwickelt und kann nicht erkennen bzw. messen, ob eine höhere Cetanzahl vorliegt. Deshalb kann er zumindest motorisch den Vorteil nicht nutzen, allerdings gehen die Emissionen an UHC (unburnt hydrocarbons) leicht im Abgastrakt zurück. Nur hat man davon als tankender Kunde nichts außer einem besseren Ökogewissen.


    Achja, Biodiesel hat aufgrund der anderen Zusammensetzung von Haus aus auch 56 bis 58, da die Fettsäuren, wie z.B. Ölsäure, Linolsäure und Linolensäure des Rapsöls dem Cetan ähneln... Also, auf zum Biodiesel Tanken! :thumbup:



    Danke für diese Beiträge. Die musste ich ausnahmsweise mal "full-quoten". :thumbup:

    Die sind nur mit dem Wort "Schrägstand" falsch benannt - warum auch immer.
    Jedenfalls ergeben beide Einzelwerte in Summe fast genau die Gesamtvorspur.
    Eine neuerliche Vermessung ist trotzdem sinnvoll, schon um dem Schiefziehen
    nachzugehen. Entweder stimmt die Vermessung nicht, oder die Radlasten sind
    krumm, was dann an den Federn liegen kann. Warum die Radlasten sich in dieser
    Weise auswirken hatte ich hier erklärt:


    das richtige Dämpfersetup finden - Bilstein B16 und B6 Adjustable, ZF Sachs Performance, Öhlins Road & Track, KW V3 usw.