Nur mal zum Verständnis:
Alle Fahrwerksteile, bei denen sich etwas bewegt, unterliegen einem schleichenden Alterungsprozess.
Das ist grundsätzlich so und nicht zu vermeiden. Oft merkt man es gar nicht, weil es eben wie erwähnt
schleichend passiert. Wenn man aber zur Abwechslung für ein paar Tage ein neues Auto fährt, und dann
wieder in den Alten steigt, dann öffnet es die Augen, mal vorausgesetzt, man ist nicht völlig abgestumpft.
Der zweite Punkt ist, wenn Fahrwerks- und Lenkungsteile wie bspw. die Spurstangenköpfe Spiel bekom-
men, dann führen schon ganz normale, in der Praxis fast unvermeidbare kleine Unwuchten insbesondere
der Räder zu Lenkungszittern, oder auch ein sonst unbemerkt bleibender minimaler Scheibenschlag ver-
ursacht beim Bremsen Lenkunruhe, weil es sich "aufschaukeln" kann.
Deshalb ist es eben unabdingbar für "Spielfreiheit" zu sorgen, wenn man das Problem beheben will. Das
hat nicht das Geringste mit "Geld zu Fenster rauswerfen" zu tun. Man muss auch nicht mittlere vier-
stellige Summen ins Feld werden. Ein Satz neuer Dämpfer + QL + Zugstreben + Spurstangenköpfe, das
ist zusammen für einen noch dreistelligen Betrag darstellbar. Und das muss es einem wert sein. Oder
man lebt mit seinem Problem, muss sich dann aber auch fragen, ob das Auto, das man sich gekauft hat,
zu den eigenen wirtschaftlichen Vorstellungen passt.
Übrigens führen defekte Fahrwerks- und Lenkungsteile zu Folgeschäden an anderen benachbarten
Komponenten, auch der Reifenverschleiß kann zunehmen, und letztlich leiden auch Lenkpräzision und
Fahrsicherheit, der Komfort sowieso. Wer also am falschen Ende spart, der tut sich mittel- bis lang-
fristig überhaupt keinen Gefallen. Mit anderen Worten, er denkt zu kurz. Geiz ist eben nicht geil.
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