Sag mal, hast du schon eine Duetta gehört und kannst was dazu sagen?
Es schwärmen viele von den LS.
Zu Recht !! 
Die Duetta hat ein Bekannter. Ich habe sie deshalb ein paar Mal hören können.
Ein wirklich großartiger Lautsprecher !!
Schön anzusehen ist sie mit dem dicken Bassabteil vielleicht nicht für jedes Auge,
aber klanglich allererste Sahne, im gesamten Spektrum !!
Wenn du einen halbwegs großen Raum hast, um sie stellen zu können, einigermaßen
kräftige Endstufen (bspw. AB-Transen ab gesunden 50 W), und sie in deinem Budget
liegen, dann bau sie. Pegelfestigkeit ist gegeben, und ich schätze, dass kommerzielle
Lautsprecher bis weit in den fünfstelligen Bereich es extrem schwer haben werden.
Die angesprochene hohe Bündelung kann Segen und Fluch zu gleich sein, in jedem Fall erschwert sie die Integration ins System. Einen harmonischen Übergang über die Bündelung der nachfolgenden Treiber mit entsprechend große Membrandimensionen zu erreichen ist deswegen suboptimal, weil die üblichen Membranmaterialen bei Frequenzen größer als ka=2 in Partialschwingungen aufbrechen – das kann man als guten Klang interpretieren, in erster Linie sind es aber Verfärbungen.
Da widerspreche ich.
Zu bedenken ist auch, dass die meisten Musikaragement so abgemischt sind, dass sie eine gewisse Diffusität benötigen und damit der Raum miteinbezogen wird – es soll schließlich auch auf einen Mono-Küchenradio klingen. Hier wäre ein zu hohes Bündelungsmaß kontraproduktiv, es hört sich zu "direkt" an, Instrumente und Stimmen wirken "zu groß", zudem kippt des Tonalität dramatisch wenn man den Sweetspot verlässt.
Da widerspreche ich ebenfalls. Du solltest dir mal ein paar gute Konstruktionen
bspw. mit den angesprochenen ESS AMT oder dem Eton ER4 anhören.
Wir können uns ja im nächsten Jahr auf dem FF treffen. Dort wirst du über 5
Tage Gelegenheit haben, dir zwei Dutzend Anlagen und noch mehr LS anhören
zu können. Nicht wenige davon mit Folien - sagte ich ja schon.
Das größte Problem ist nicht die Bündelung an sich, sondern sie konstant über die Frequenz zu halten. Das schaffen für den Hausgebrauch nur ordentliche Studiomonitore (Genelec, Klein&Hummel, KS Digital, ME-Geithain, etc) – alle übrigens mit handelsüblichen Kalotten und optimierter Schallführung. Diese Qualität entspringt dem Konzept und nicht aus hervorstechenden Charakteristika bestimmter Treiber.
Ja, ein konstantes Abstrahlungs- oder wenn man so will Bündelungsverhalten ist
ein Schlüssel zu ausgewogener Tonalität.
Die genannten Studiomonitore unterscheiden sich aber aber konzeptionell gar
nicht nennenswert von vielen Hifi-LS, deshalb verhalten sie sich da auch nicht
großartig anders.
Und die Tatsache, dass diese Hersteller von Studioware wie etliche Hifi-Manu-
fakturen im HT gerne Schallführungen einsetzen, unterstreicht ja das was ich
sagte: Ein Horn hilft durch seine Bündelung, den HT an den TMT anzukoppeln.
Einigen wir uns doch darauf, dass Hörner toll sind, wenn du schon keine Folien
magst. 