Eines vorweg: Wie viele Ingenieure arbeiten bei BMW in der Entwicklung? Hunderte? Tausende?
Den einen oder anderen Chemiker werden sie auch haben, ganz sicher aber BASF (Glysantin)
und natürlich auch Fuchs.
Wer bildet sich da ein, schlauer zu sein, als diese geballte Ansammlung von Know-How? Irgendein
daher gelaufener kleiner Anbieter von Wundermittelchen? Forumsexperten?
In den Motor gehört das vorgeschriebene Kühlmittel aus Frostschutz und (destilliertem) Wasser !!
Sonst nichts.
Lediglich das Mischungsverhältnis darf man variieren, je nach geforderter Frostsicherheit.
Für die Rennstrecke muss es eben mehr Wasser sein und nur so wenig FS wie nötig (von BMW
gefordert). BMWs laufen auch in Abu Dhabi und in Nevada. Deshalb gibt es auch Vorgaben für
tropische Klimazonen. BMW macht Erprobungsfahrten im Death Valley und in Afrika. BMW hat
einen speziellen sauteuren Klimawindkanal. Die WISSEN was nötig ist. Man übernimmt einfach
die Empfehlungen für die Mischung, die es für wärmere Klimazonen gibt, fertig.
Ich hatte vor Jahren die Gelegenheit mich über genau dieses Thema mit einem Motorenent-
wickler und einem Chemiker zu unterhalten. Ich sage das ja nicht nur so aus Bauchgefühl:
Es führt kein Weg daran vorbei. Haltet euch an die Vorgaben.
Man kann thermische Defizite des Motors ohnehin nur in Grenzen kompensieren. Man muss an
die Hardware ran, wenn wirklich was passieren soll. Mehr Wasser und weniger FS hilft aber
schon.
BMW schreibt zum Frostschutz ja was wegen der Korrosion, auf der anderen Seite "reichen" normal weniger als -40° für die allermeisten Ecken in Deutschland.
Egal wie, exakt abmischen ist sicher vorteilhaft im Vergleich zum +/- wie das oft in der Werkstatt passiert.
Hat hier evtl. schon mal wer Zusätze benutzt? Früher habe ich da gerne "Water Wetter" von Redline Oils mit der restlichen Flüssigkeit angemischt und da auch gute Erfolge mit gehabt. Die Hitze muß am Ende halt irgendwo hin, das ist klar.
Wir reden ja von einem N54 mit über 400 PS auf der Rennstrecke. Selbstverständlich mischt
man da das KMT nicht auf -40° C ab !!
Und von den Zaubermitteln würde ich einfach die Finger lassen. Reine Geldschneiderei !!
Wer sich da was einbildet - der mache sich mal über Placebo schlau.
Gibt doch so reduzierende Kühlmittel, taugen diese nichts für den Track?
z.B.
https://www.motul.com/de/de/products/oils-lubricants/mocool?f[application]=147&f[range]=25
Wie gesagt, nach Aussage derer, die es wissen müssen - Humbug !!
Ich kann dir diesbezüglich nur zu http://www.evanscooling.com raten!
Weniger Druck auf den Bauteilen = weniger Hitzeentwicklung & Belastung!
Wo soll denn da das angebliche Weniger an Druck herkommen? Bei ordentlichen funktionie-
rendem Kühlsystem verdampft da nichts, das darf es auch nicht.
Zumal man den Überdruck im System zwingend braucht um den Siedepunkt heraufzusetzen,
und es ohnehin ein Überdruckventil gibt, dass ab rund 1.3 oder 1.4 bar Dampf ablässt.
Da kann nichts überlastet werden, jedenfalls nicht durch zu hohen Druck. Hanebüchen !!
Schön, mit welcher Panikmache und Halbwahrheiten da mal wieder den Leuten das Geld
aus der Tasche gezogen wird.
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Druck = Hitze
Stimmst du mir zu?
Ok. also wenn wir weniger Druck haben, wird auch weniger Hitze erzeugt...
Der Druck und die Hitze wird gemindert, was den Bauteilen zu Gute kommt.
Ausserdem leitet Dampf die Wärme schlechter als z.B. Wasser/Flüssigkeit, da Sauerstoff/Gase noch vorhanden sind, welche schlechter als Wasser/Flüssigkeit leiten...
Dies passiert auch im Kühlsystem des Fahrzeugs, wenn es sich zu sehr erhitzt...
Es entsteht Dampf, welcher schlechter kühlt... Druck aufbaut, und dadurch wieder Hitze erzeugt...
Bitte erzähl doch nicht diesen Unsinn. Da entsteht kein Dampf und wenn doch, dann hat
man ein ganz anderes Problem. Dann ist ein anderes KM ganz sicher keine Lösung !!!!!
Und wieviel kj K hast du wenn dein Wasser sich in Dampf umwandelt?
Wie gesagt, die Argumentation zieht nicht, weil es keinen Dampf geben darf. Wenn es dazu
kommen sollte, dann MUSS das gesamte Kühlsystem verbssert/vergrößert werden. Als erster
Notbehelf hilft auch mehr Wasseranteil. Nur weil Wasser billig ist ist es noch lange nicht we-
niger sinnvoll. Keiner der hier diskutierten Stoffe hat auch nur annähernd eine so herausra-
gend hohe Wärmekapazität wie eben nun mal Wasser.
Evans' Argument ist, dass es weniger Gasblasen an heissen Stellen gibt, und dadurch die Kuehlung besser funktioniert, nicht dass die Fluessigkeit selbst eine hoehere Waermekapazitaet als Wasser hat. ......
Tja, da mittlerweile jeder, der bis drei zählen kann, weiß, dass in dem Zeug auch nur Glykole
stecken, und deren Wärmekapazität ziemlich mies ist, versuchen sie es jetzt mit kruden
Thesen von der Dampfblasenvermeidung.
Leider führt genau diese schlechte Wärmekapazität erst eben dieser Dampfblasenbildung,
die man damit angeblich vermeiden will. Denn das Zeug kühlt eindeutig schlechter als Wasser.
Und zwar ganz erheblich.
Es ist verdammt schwer eine Fluessigkeit zu finden mit einer hoeheren Waermekapazitaet als Wasser (unter normalen Druck und Temperaturbedingungen, und chemisch inert, usw).
Richtig. Nur eben schade, dass man leider trotzdem etwas FS dazu geben muss. Ein Drama
ist es allerdings auch nicht.
Dafür hat Evans eine Flüssigkeit entwickelt, welche als Vorbehandlung dient und das Wasser aufnimmt...
Danach lässt man die Flüssigkeit ab und befüllt erst dann mit dem Endprodukt.
Jeder Alkohol ist hygroskopisch. Außerdem braucht man ja das Wasser. Sollte diese Apotheke
bereits fertige Mischungen verkaufen, dann ist da Wasser drin - totsicher.
Glaub einfach nicht alles, was da steht.
Wir sollten das Thema auch so langsam abschließen. Dem TE hilft das nicht weiter. Seine KMT bekommt
er damit jedenfalls nicht runter. Ich habe die Zaubermittelchen gestern ganz bewusst nicht erwähnt,
weil ich schon ahnte, wozu das führt. Es ist jedesmal das Gleiche.
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