Mit welchem Wort hat 90er das denn behauptet?
BMW hat RFT auch mit dem Argument eingeführt so das Reserverad und dessen Mulde einsparen zu können,
mit dem Vorteil eines größeren Kofferraumvolumens und verringerten Gewichts. Das ist so des öfteren von
BMW kommuniziert worden - nur zu deiner Erinnerung. Beide "Argumente" natürlich nicht haltbar.*
Vor diesem Hintergrund ist doch wohl klar, wie es gemeint ist: Hätte BMW sich für RFT entschieden, dann
würde es auch bei BMW weiterhin ein Reserverad geben, vollwertig oder als Notrad. Und das hättest du
dann auch montieren können.
Die RDK ist heute Standard. Entweder ist sie serienmäßig oder man bestellt sie mit. Wer für die lächerlichen
50,-- bis 80,-- € Aufpreis, die eine rein elektronische RDK für einen Polo oder Golf kostet, zu geizig ist, dem
gehört m. E. der Führerschein auf Lebenszeit entzogen. Weil es schlichtweg dämlich ist. Übrigens hat man
bei vielen Herstellern die freie Wahl zwischen Dichtmittel und Kompressor, Notrad, vollwertigem Ersatzrad
und teilweise auch Notlaufreifen (RFT oder Seal). So soll es sein. Erwähnenswert ist noch, dass überall dort
kaum jemand von der Option RFT Gebrauch macht. Die Quote dürfte bspw. bei Audi, wo es RFT auf Wunsch
gibt, im Promillebereich dümpeln. Die Ausrüstungsquote mit Reserverädern liegt dagegen irgendwo zwischen
30 und 40 %.
* Da das Mehrgewicht eines RFT im Schnitt immer noch bei rund 2 kg liegt, und man für weit außen liegende
rotatorisch wirksame Massen den Faktor 7 bis 8 nimmt, ergibt sich daraus eine rotatorisch wirksames Mehr
von 56 bis 64 kg. Ein Ersatzrad wiegt dagegen nur 15 bis 22 kg und der Wagenheber dürfte nicht weit von
1 - 2 kg entfernt sein, vor allem wenn man ihn aus Aluminium fertigt. Nebenbei verbessert der Krempel sogar
noch die Gewichtsverteilung. Also nichts dran an der "Argumentation". Vermeintliche "Sicherheit" war aber
schon immer ein klassisches und tolles Totschlagargument für jede Form von Kostentreiberei.