Beiträge von the bruce

    Sinn würde das keinen ergeben, weil die beiden Kombinationen, die du zuerst genannt hast und
    die hier meist gefahren werden, gut zusammen passen, und die anderen eben nicht. Da hättest
    du entweder hinten einen größeren Abrollumfang oder vorne.
    Vor allem aber kann hier keiner erraten, was in deinem Gutachten steht. Das musst du entweder
    selbst tun oder du stellst es hier komplett ein, am besten mit dem Link zu einem PDF.

    Ein Vorteil der 235er ist ja, dass man sie mit LI91 bekommt und die 225/35 leider nur mit LI88.
    Selbst wenn je nach Karosserie und Motor die 88 reichen sollten, würde ich mich mit 91 einfach
    wohler fühlen bei einem Gesamtgewicht von über zwei Tonnen.



    ps:
    Schon klar, deshalb das Richtige anstreichen und schon nervt der ganze andere Kram nicht
    mehr so. Die Gutachten sind ja eigentlich nur deshalb oft so blöd zu durchdringen, weil sie
    meist jeden nur denkbaren Fall abdecken müssen.
    Allein schon der blöde Hinweise á la "nicht bei Niveauregulierung" geht einem auf den Keks,
    weil er bei Fahrwerken immer da steht, selbst wenn es für die Baureihe gar keine solche Ni-
    veauregulierung gibt oder auch nur jemals gegeben hat.

    Gutachten ausdrucken, Textmarker + Zulassungsbescheinigung zur Hand nehmen und alle
    für das eigene Auto relevanten Passagen (Verwendungsbereiche + Auflagen) anstreichen.
    Sonst blickt man nie durch - gerade als Laie.
    Alternativ die Markerfunktion in Acrobat Reader nutzen, aber ich finde ausdrucken immer
    noch besser.
    Grundsätzlich ist es keine blöde Idee, schon vor dem Kauf von Rädern und Reifen (oder auch
    Fahrwerken) das Gutachten zu lesen.


    Und zur Größe: Ein 235/35 wäre doch ideal für eine 8.5x19.

    Normalerweise nennt man sie meist eher Zusatzfedern und das trifft es auch ganz gut, weil
    sie die Federung stark progressiv machen. Dauerhaft oder regelmäßig sollten sie allerdings
    nicht in Anspruch genommen werden, dann zerfetzen sie bald. Ist ja klar, dass so ein kleines
    PU-Schaum-Dings nicht so lange heftige Beanspruchung aushält wie es eine richtige Feder aus
    Chrom-Silizium-Stahl tut. Anschlagpuffer oder - puffer kann man natürlich ebenfalls sagen und
    auch das erklärt den Sinn.


    Sooo weich sind die gar nicht. Auf den ersten Millimetern mögen sie sogar noch weicher als
    die Hauptfeder sein, aber sie sind enorm progressiv, verhärten also sehr stark. Das sind dann
    so grob nach der Hälfte des Weges mehrere hundert N/mm, also locker ein Mehrfaches der
    Hauptfeder.


    und das ist die Frage die ich eben eingangs gestellt habe.
    Ich kann nicht abschätzen was es mir wert ist wenn ich nicht weiß was es bringt.


    Nimm dir Zeit, lies viel und vor allem unterhalte dich mit Leuten, die schon lange
    vor dir ihr Geld verschleudert haben, damit du es nicht tun musst. Und sortiere
    die anderen gut gemeinten Ratschläge aus.
    Lass mich raten, du hast auch schon im Touriforum gefragt. Vorsicht nur bei
    manchen, die es dort etwas zu ernst nehmen.




    Was bringt den ein gutes Fahrwerk auf dem Track gegenüber dem Standardfahrwerk?
    2 sek auf 2min? -> da scheiß ich drauf, da schraub ich lieber bei mir selbst und reite das original-fw in den tod.
    15 sek auf 2min? -> öhlins ist geordert.


    15 s auf 2 min wären zwar machbar, aber dafür braucht man schon etwas mehr
    Budget, grob Richtung 10 Mille. Aber 2 bis 4 s gehen locker über die Reifen. Das
    Fahrwerk macht nicht einfach nur schneller, es erleichtert dir das Halten der
    Linie und schont (mit passendem Sturz) deine Reifen.




    Ich weiß einfach nicht was mich erwartet.


    Mir klar, siehe oben.




    Desweiteren versteh ich einfach die Zusammenhänge noch nicht.
    Was bringen die M3 Fahrwerkskomponenten wenn man Uniball-Domlager holt? "Nur" die Gummilager gegenüber den Hydrolagern, also ein bisschen "Feeling"?
    Sturz ist ja dann relativ frei einstellbar.


    Einmal die Präzision, du triffst deine Linie besser und hast mehr Gefühl für das Auto.
    Und dann zum Sturz: Wann brauchst du den? In Kurven oder geradeaus? Was passiert
    in Kurven mit weichen Hydrolagern? Richtig, die drücken sich weg. Der schöne im Stand
    (also statisch) eingestellt Negativsturz verflüchtigt sich unter Querkrafteinfluss. Auf
    dem Papier hast du dann viel Sturz und trotzdem fehlt der Grip.





    Warum wechselt man bspw. das Fahrwerk aber die Stabis nicht?
    (wie bspw. MarkusRS in seinem Thread wenn ich das richtig gelesen hab - teures Clubsport, aber )


    Alles ist eine Frage des Budgets. Andere Stabis würden durchaus noch einen Tick bringen.
    Allerdings wären dicke Stabis zusammen mit einem weniger straffen Fahrwerk (als dem KW
    Clubsport) deutliches spürbar. Wo viel Seitenneigung ist, da machen sich Stabis bemerkbar,
    bei einem an sich bereits harten Fahrwerk (Federraten) eben weniger.




    Sprich was braucht man wirklich?


    "Man" gibt es nicht. Die Frage lautet: Was möchtest du und was magst du ausgeben? Ich weiß, das
    sagte ich schon. Bleibt aber wahr.
    Du brauchst bestimmt kein Rennfahrwerk und vielleicht wäre auch schon ein Clubsport übertrieben.
    ICH würde würde mir M3-Teile + Öhlins + Stabis + Radsatz mit Semis überlegen. Von Bremse reden
    wir ja hier nicht, aber da würde ich mal Richtung PFC/Pagid/Endless schielen . . .




    aber gut, machen wir mal ein planspiel - was würde den für ca. 2,5k€ material das meiste rausholen?


    b12pro + domlager + semis (ohne felgen, auf den schweren 18er)
    leichte felgen + m3komp + semis (mit original fw wohl eher nicht..)
    öhlins + domlager


    Diese drei Beispiele hast du gar nicht so schlecht ausgesucht. So richtig viel wird sich das nicht
    tun. Rundenzeiten wird man da ohnehin schwer in Relation setzen können. Meist bringen aber
    die Reifen am meisten. Nur wird man die heftig an den Außenkanten abfahren, wenn es an Sturz
    mangelt. Dann ist man auch frustriert.




    ach jetzt hab ich den anspruch vergessen:
    Trackdays, Naßdriften, bisschen Alltag, aber wenn dann eher flott mit Kurven :) (definitiv weit unter 10k km pro Jahr - das meiste wird eher Anreise zu Trackdays sein ;-))


    Damit rückt dann der Komfort etwas weiter in den Hintergrund.


    Ich rate dir jetzt mal etwas, das du anderswo sicher schon gehört hast: Lass den 335er wie er
    ist und kauf dir einen alten E36 325/328i. Den räumst du aus und es kommen anständige Schalen
    + Käfig rein. Der macht Spaß und wenn es mal schief geht, dann tut es nicht so weh. Dazu lernt
    man auf einem nicht ganz so schnellen Auto besser die Linie. Sowas bekommt man auch zu recht
    fairem Kurs gebraucht und fertig aufgebaut. Glaub mir, es ist am konsequentesten und wäre die
    beste Lösung !!


    Falls du dazu überhaupt nicht zu überreden bist, dann überleg dir ob du das Budget ein wenig
    erhöhen kannst und nicht vielleicht zu einem Paket wie von mir vorgeschlagen greifst. Mit Öhlins
    + M3 + Semis + Stabis, wobei letztere noch am ehesten verzichtbar wären, wenn man keine aus-
    geprägte Seitenneigungsphobie hat.

    Im Prinzip egal ob oben oder unten. Beschädige nur auf keinen Fall die Kolben-
    stange mit dem Messer. Ich weiß - ist klar, aber das ist alles schon oft genug
    vorgekommen. Am besten wäre es, die Dinger auszubauen. Es geht auch so,
    aber bitte äußerst vorsichtig. Auch der Fettfilm muss auf der Kolbenstange
    bleiben.


    So um die 50 bis 70 mm freien Einfederweg würde ich aber schon haben wollen.
    Such dir doch mal eine wellige Autobahn und guck mal welche Federbewegungen
    das Auto auf der Nebenspur macht. Nur mal um einen Eindruck zu bekommen.
    10 oder 20 mm sind da rein gar nichts.
    Selbst Rennwagen haben mehr, und das selbst dann, wenn sie auf topfebenen
    GP-Kursen fahren. Gleichzeitig sind die aber auch um Welten härter als deiner.
    Und ein weicheres Fahrwerk braucht auch mehr Federweg.

    @ Markus:
    Du solltest aber die Ironie kenntlich machen. Wheelspin bei 204 PS? Ok, auf Schnee, oder bei Nässe
    aus engen Kurven raus, aber da liegt es weniger an der Reifenbreite, sondern am mangelnden
    Sperrdifferenzial. Trocken und geradeaus wird das nie ein Thema sein.




    Korrekt. Bei Gummireifen geht die Fläche mit ein. Nur mit klassischer Schulbuchphysik wird man
    dem nicht gerecht.
    Wobei man nicht analog zur Breite auch mehr Latsch (Fläche) bekommt. Bei üblichen Straßen-
    reifen fallen die Rillen bei breiteren Formaten zugunsten der Aquaplaningeigenschaften meist
    ebenfalls breiter aus, der Negativanteil steigt üblicherweise mit der Breite.
    Aber wie ich schon sagte, man kann ganze Fachbücher und Diplomarbeiten zum Thema schrei-
    ben (und das passiert auch), aber genau das wollte ich ja nicht tun. Wer es ernsthaft genauer
    wissen will, der besorgt sich die einschlägige Literatur und liest sich schlau.



    BTW, die Flanke wird selbstverständlich nicht allein durch mehr Breite steifer. Bitte nicht mit
    niedrigeren Querschnitten verwechseln. Ein 255/40 R17 ist genauso hoch wie ein 225/45 R17.

    Dir wird gar nichts anderes übrigbleiben als die Puffer zu kürzen. Die kürzeren Dämpfer
    normaler fester Fahrwerke haben immer den Serieneinfederweg, nur der Ausfederweg ist
    ggf. kürzer (bspw. Bilstein B8), um auch mit kürzeren Federn eine immer ausreichende
    Vorspannung sicherzustellen. Wäre das anders, dann wären sie nicht eintragungsfrei.
    Anders ist es bei Gewindefahrwerken. Da KANN der Einfederweg vergrößert sein und
    das steht dann auch im Gutachten. Meist wird das vorne gemacht, hinten eher selten.


    Sei aber vorsichtig und übertreib es nicht. Mehr als ein Drittel würde ich nicht kürzen,
    denn dann erfolgt der Anschlag zwar später, aber dafür auch härter. 50 mm Schaumstoff
    sind doppelt so hart wie 100 mm vom gleichen Material.


    Indirekt helfen würden Bilstein B8 aber trotzdem. Durch den hohen Gasdruck kommt
    die Mühle ein paar mm höher und du hast einen um diesen Betrag größeren Einfederweg.



    ps:
    Und dir ist beim Fahren nie aufgefallen, dass du fast keinen Federweg hast? Das muss
    doch bocken und hoppeln . . .