Bei mir steht kein Wort zu SAE, nur eben die Longlife Freigaben.
Das hat m. E. wenig bis gar keine Praxisrelevanz. Rund 99 % aller LL04-Öle dürften
ohnehin den Viskositätsklassen 0W30, 0W40, 5W30 oder 5W40 angehören. So what?
Bei LL98 und LL01 ist es nicht viel anders.
Bei Motorölen regieren seltsamerweise nach wie vor Bauchgefühl, Markenvorlieben,
Voodoo und Halbwissen. Dabei ist das Thema durchaus objektivierbar. Man muss sich
nur an die Vorgaben halten und die Datenblätter lesen.
Ich verwende mittlerweile fast ausschließlich Aral Supertronic. Es gehört zu den gar
mal so häufigen wirklich noch vollsynthetischen Ölen, erfüllt alle Vorgaben von BMW,
weist hervorragende Werte im Datenblatt auf, liegt also technisch mit an der Spitze,
ist mglw. sogar identisch mit den entspr. Typen, die in Castrol-, BP- und BMW-Dosen
verkauft werden*, ist aber im Netz meist etwas günstiger erhältlich. Insofern spricht
vieles dafür und nichts dagegen. Es sei denn, man hat eine Phobie gegen blaue Dosen.
http://msdspds.aral.com/bpglis/FusionPDS.nsf/Files/A543BF556A40152B80257BF30031F995/$File/BPXE-8LBRFR%5F0.pdf
https://oeldepot24.de/motoroel…ic-sae-0w-40-4-liter.html
Mit den vergleichbaren Produkten aus dem BP-Konzern*, von Exxon/Mobil, Motul, Liqui-
Moly, Addinol, Fuchs oder was weiß ich hätte ich aber genauso wenig ein Problem, so-
lange sie nur a) vollsynthetisch sind und b) die LL04 erfüllen (oder beim Benziner auch
"nur" LL01, das ist da überhaupt kein Nachteil).
Genauso wichtig: man wechselt oft genug. Ich bin kein Freund von Intervallen jenseits
der 20 Tkm weil zumindest die nur teilsynthetischen und Hydro-Crack-Öle eben nicht
über Laufzeiten von 25 oder sogar 30 Tkm stabil sind. Da hat man nicht selten nur noch
ein 10W20 im Motor, dazu noch mit einem mehr oder weniger hohen Gehalt an Abrieb
und Schadstoffen wie Säuren, Wasser und Kraftstoffanteilen.

* Zum BP-Konzern gehören neben BP auch Aral und Castrol, auch die "BMW-Öle" werden
m. W. von "BP" produziert. Entwicklung, Produktion, Abfüllung gibt es m. E. da nur eine.