Beiträge von wooderson

    Die Sinnhaftigkeit eines Ölwechsels bei ZF-Automaten mit Lifetime-Füllungen wurde schon in etlichen Threads besprochen... hier erneut die Aussage von ZF auf eine direkte schriftliche Anfrage:


    Zitat

    Antwort von ZF:
    Ein Ölwechsel ist bei diesen Getrieben weder vorgesehen noch notwendig. Die speziellen Additive bleiben über die ganze Lebensdauer stabil. Bei einem intakten Automaten sind selbst nach 200TKm auch keine Farbveränderungen im Öl erkennbar - d.h. es ist immer noch transparent und leicht gelblich, eben wie neu.
    Wenn es hingegen dunkel verfärbt ist, liegt ein gröberer Defekt vor und zieht meist eine aufwendige Reparatur und oder einen Austausch mit sich.
    Wenn dennoch ein einfacher Ölwechsel (aus übertriebener Vorsicht) in Betracht gezogen wird, sollte dieser spätestens nach jeweils 80Tkm gemacht werden. Bei einem einfachen Wechsel wird aber systembedingt nur ein Teil des Öl ausgetauscht - dem entgegenzuwirken könnte man den Ölwechsel zweimal hintereinander ausführen, das erhöht den Mix - vorzugsweise mit neuer Ölwanne/Filter.
    Spätere Ölwechsel, speziell bei hohen Laufleistungen, machen keinen Sinn. Im Gegenteil, sie bergen die Gefahr, dass sich an den Dichtungen usw. die feinen Ablagerungen durch das neue Öl lösen und so ungewollte Störungen bis hin zum Totalausfall provozieren. Wenn schon ein Ölwechsel bei hohen Laufleistungen dann immer mit Reinigung / Spülung und neuer Ölwanne/Filter durch ausgewiesene Fachbetriebe.

    Im Performance Kit ist ja ein Wasserkühler für die Fahrerseite enthalten. Dieser Kühler soll genau er gleiche wie auf der Beifahrerseite sein.
    Wäre es nicht möglich, das Öl einfach über zwei Kühler laufen zu lassen?

    Nein, im PPK ist nur der WaKü, der sich nicht als Ölkühler betreiben lässt.
    Die Variante von Alpina ist die "gespiegelte" Version des Serienölkühler für den fahrerseitigen Einsatz

    Aha. Und die maximale Laderdrehzahl ist unabhängig vom Abgasgegendruck? ?( Das halte ich für falsch.

    Nein, aber es ist wie gesagt ein Teilaspekt in dem Ladermodel. Maßgeblich ist die Hardware des Laders, die ich im Vorpost beschrieben hatte.
    Vielleicht zum Hintergrund: Eine Erhöhung der Drehzahl um 50 % (200Tupm Serie 0,6 bar auf rund 300Tupm ca 1,0bar) bedeutet eine Mehrbelastung um Faktor 7 (!) für die Schaufeln aufgrund der Fliehkräfte. Hierbei hat der Rückstau der Abgase erst einmal nichts zu tun.


    Durch den durch die Serien-Kats verursachten hohen Abgasgegendruck müssen die Lader für denselben Ladedruck mit wesentlich höhere Drehzahlen laufen.

    Das ist nicht korrekt. Die Lader können durch den Staudruck nicht höher drehen (Stopfgrenze). Die Entdrosselung ermöglicht erst wieder einen weiteren Drehzahl- und damit auch weiteren Ladedruckzuwachs


    Erst dadurch kommt es durch eine thermische Belastung. Um genau diese zu vermeiden, wird bei den N54 mit Serien-Ladern und Serien-Abgasanlage der Ladedruck im oberen Drehzahlbereich stark zurückgefahren. Dadurch sinkt dann auch das Drehmoment und damit die Leistung.

    Noch mal der Zusammenhang: Es wird nicht "zurückgeregelt", sondern die Lader liefern ab bestimmten Drehzahlen nicht mehr den gleichen Ladedruck (Stopfgrenze), weil sie dafür höher drehen müssten. Da sie das durch den Abgasgegendruck nicht können fällt der LD "automatisch" ab.


    Das kann man natürlich einstellen, wie man will. Einige stehen gerade auf das hohe Drehmoment im unteren Drehzahlbereich - denn das ist schließlich der Bereich, in dem man sich im normalen Straßenverkehr üblicherweise aufhält. Weswegen ja gerade einige den 335i dem M3 vorziehen. Andere wiederum ziehen eine homogene, sauger-ähnliche Charakteristik vor (wie sie BMW ja auch serienmäßig programmiert hat).


    Das eine ist aber nicht besser oder schlechter als das andere. Es kommt immer darauf an, was man vorzieht.

    Das kann man mit Serienkomponenten nicht beliebig einstellen, sondern ist von den Ladereigenschaften abhängig. Wenn viel Ladedruck bei niedrigen Drehzahlen appliziert wurde, hat man bei höheren kaum Gestaltungsspielraum, da der LD automatisch abfällt, aus den genannten Gründen. Die mir bekannten Prüfstandsdiagramme von COOB und JB4 zeigen dies sehr anschaulich.

    Diese dieselcharakteristik kann man mögen. Man sollet sich aber bewusst sein, dass diese Ladedrücke das Turboloch zwangsläufig vergrößern. Schon in Serie braucht der N54 für einen Vollstsprung ca 2,5s (vgl. M3 1/10s).
    Es lassen sich aber auch Mappings applizieren, die Ladedruck- und damit Leistung gleichmäßig über das Drehzahlband halten, wenn auch auf niedrigerem Niveau. Alpina versucht hier besipielsweise eine sehr lineare Drehmomentsanstieg (insbesondere B3S) und damit eine ähnliche Charakteristik wie die Serienvariante zu verwirklichen.




    Nachteile sind mir nicht bekannt. Ich persönlich fahre mit solchen Lösungen seit bald 100.000km und kenne viele andere mit ähnlichen Fahrleistungen. Alpina arbeitet beim B3S Biturbo übrigens auch mit 1.3bar. Nachteile bei der Fahrbarkeit kenne ich auch keine, und ich bin viele dieser Lösungen schon mehrfach gefahren. Du auch? Ich vermute mal nicht, denn zu diesem Thema hast Du bislang nur mit Mutmaßungen glänzen können.


    Alpina_B3_Lux


    Diese Diskussion gab es schon an vielen Stellen, ich möchte sie nicht noch einmal wiederholen. Eine Haltbarkeit und Leistungsabsicherung nach Herstellervorgaben ist einfach nicht gegeben. Alpina muss für die Kombination Serienhaltbarkeit und deutliche Leistungssteigerung auch die Verdichtung absenken, sonst wäre dies nicht möglich.


    Die Fahrbarkeit sagt mir bei den genannten Beispielen, insbesondere in Kombination mit Heckantrieb, nicht zu. Die Leistungsentfaltung ist unharmonisch, der Einsatz zu brutal und verwindet das gesamte Fahrzeug. Für den Trackeinsatz definitiv hinderlich. Wenn man auf der Autobahn allerdings nur den Pin runterdrücken will, wirken sich diese Nachteile nicht aus.

    Komisch, dass es dann bei COPP eine Stage mit und ohne Fmic gibt ??

    Die Existenz eines Nichtserien-LLK merkt die ECU "automatisch" anhand anderer Eingangstemperaturen bei hoher thermischer Belastung und ggfs weniger Druckverlust. Eine Regelung findet dann ohnehin statt, auf Basis der modellierten Parameter. Das setzt natürlich alles voraus, dass der Nachrüst-LLK der OEM Variante messbar überlegen ist.


    Was COBB in besagtem Mapping verändert kann ich nicht sagen. Vermutlich belastet man das Material noch mehr, in der Hoffnung, der LLK wäre in der Lage dies zu kompensieren. Das hat aber nichts mit Abstimmung zu tun, dazu müsste man auch exakt die Eigenschaften des verwendeten LLK kennen. Von individueller Abstimmung redet man allenfalls in Zusammenhang mit den Adaptionswerten und da haben Spritqualität, Fahrerprofil und natürlich der Zustand des Motors einen deutlich größeren Einfluss.

    Die Kennfeld-Änderung ist halt eines dieser 08/15-Kennfelder, die eine Vielzahl an deutschen "Tunern" für teilweise recht heftiges Geld unter die Leute bringen.

    Das ist reine Mutmaßung.


    Für einen 335i ohne Hardware-Änderungen sind die knapp 360 PS und 522 Nm auch kein schlechter Wert,

    Die Werte sagen ohne die genauen Rahmenbedingungen bei der Erhebung zu kennen, nahezu nichts aus. Mit individuelle Abstimmung gehen gut applizierte Kennfelder in den Bereich von ca 390 PS (Serienhardware, in Abhängigkeit vom Zustand des Motors, siehe mein Diagramm oben).


    das starke Abfallen des Drehmoments und damit der Leistung ist so gewollt, da im oberen Drehzahlbereich der Abgasgegendruck sonst zu hoch wird und dies auf Dauer die Turbos beschädigen würde.

    Das hat primär nichts mit dem Gegendruck zu tun, sondern mit der max. Laderdrehzahl. Um den Ladedruck bei hoher Motordrehzahl zu halten, müsste der Lader noch schneller drehen (Grenze 300T upm). Limitierend sind die Lagerschaufeln, Geometrie, Material und Lager. Die thermische Entlastung durch eine etwaige Entdrosselung ist nur ein Teilaspekt.


    Es ist also nicht "gewollt" das die Drehmomentkurve abfällt, sondern ein Produkt dessen, wenn bei niedrigen Drehzahlen (zu) viel Drehmoment (=Ladedruck = Laderdrehzahl) appliziert wird, welches aus genannten Gründen mit Serienladern über ca 4.500upm nicht mehr gehalten werden kann. Die hieraus entstehende "dieselcharakteristik" hatte ich schon mehrfach thematisiert... hier scheinen die Präferenzen aber unterschiedlich zu sein.


    Mit einem auf DPs ohne Kats und bessern LLK optimierten Kennfeld würde das natürlich anders aussehen, aber anscheinend hat dieser Tuner davon keine Ahnung und ist auch nicht an kompetenter Beratung seiner Kunden interessiert.

    Der Ersatz des Serien-LLK hat nahezu keinen Leistungsbeitrag (ca 3%), hält dafür aber die Verfügbarkeit der Leistung stabil, insbesondere unter extremen Bedingungen. Entdrosselung jeglicher Art leistet hier einen größeren Beitrag, wobei sie nicht katlos sein muss.

    Es gibt ja genügend vernünftige Tuner, die auf Hardware-Änderungen abgestimmte Kennfelder anbieten. Ich war vor einigen Jahren bei Evotech und hatte dort mit DPs ohne Kats und LLK 400 PS / 550 Nm.

    Das ist Stand der Technik. Allerdings sind für nahezu die gleiche Leistung Hardwareänderungen nicht zwingend notwendig.


    Mehr ist auch möglich, MS Tuning etwa erreicht 420 PS;

    Über Herrn Stefanescu ist eigentlich alles gesagt...


    noch mehr geht bei den amerikanischen Tunern, mit GIAC stage 2 hatte ich damals 433 PS / 670 Nm, das ebenfalls bereits erwähnte COBB Access Port - System (sehr praktisch, da Kennfeld-Änderung selbst über OBD zu machen) erreicht zweifellos auch solche Leistungen. Alternativ gibt's dann noch die Piggybacks JB4 (dazu gibt's ja mehr als genug Info hier) oder PROcede, die solche Leistungen ebenfalls erbringen können.

    Die genannten Lösungen erzeugen die Mehrleistung über 400 PS durch eine weitere Ladedruckerhöhung (1,1-1,3 bar) mit entsprechenden Nachteilen, insbesondere bei der Halt- und Fahrbarkeit (TÜV/ABE hierbei außen vor).

    Das produktionstechnisch das eine oder andere vereinfacht liegt sollte jedem klar sein

    Front- und Heckschürze/Endrohre werden in Serie deutlich ziviler, dazu gibt es die Außenspiegel und Türgriffe vom F30/31. Der Rest wird nahezu bleiben. Beim Innenraum bitte nicht von der Individual-Ausfstattung blenden lassen... damit konnte man schon immer die Serienvarianten gegen Geld deutlich aufwerten.


    Ansonsten wird der wahrnehmbare Klassenunterschied nicht viel größer als beim E90/91 zu E92/93.


    meiner meinung fällt das drehmoment zu früh und zu stark ab. und dieses auf und ab ist auch komisch. oder ist das normal?

    Ohne die genauen Rahmenbedingungen ist das Diagramm nicht viel wert.
    Wie war das Fahrzeug beispielsweise verzurrt auf dem Prüfstand?


    Anbei ein gut appliziertes Mapping mit Serienhardware und LD von ca 1 bar. Drehmoment wird bis 5.000 upm und Spitzenleistung bei ca 6.500 upm schön gehalten... die Charakteristik ist dadurch weniger "dieseltypisch" und sehr gut fahrbar.

    Die Abgasseite von den Mitsubishi Ladern sind so klein das 65mm Downpipes mehr als ausreichend sind.
    3Zoll Downpipes bringen dir garnichts wenn dein Auspuff eh danach auf 2,5Zoll geht.
    3Zoll ist in dem Fall meiner Meinung nach nur Marketing. Big and Bigger

    Größerer Durchmesser verlangsamt auch die Strömungsgeschwindigkeit der entweichenden Gase... das kann kontraproduktiv sein.
    Die Diskussion um die Dimensionierung der Rohre ist solange sinnfrei, wie man Gesamtsystem und die Abstimmung nicht versteht.


    Die zielführenste Maßnahme wäre, bei dem Serienkrümmer die Kats durch 200er HJS HD zu ersetzen... das ist sogar TÜV fähig.
    Einige Dienstleister die dies anbieten wurden hier im Forum schon genannt.


    Alle anderen Optionen sind entweder nicht zugelassen, technisch suboptimal oder stehen im keinen Verhältnis zum eingesetzten Kapital.