Ja, was den Sprit angeht. Ich meine eigentlich eher den ganzen Rest.
Ein perfekt dimensioniertes Rennauto würde, quasi, auf der Ziellinie (bzw. kurz dahinter) in seine Einzelteile zerfallen. Es schafft das, wofür es gebaut ist, und keine Handbreit mehr. Das bedeutet "keine Reserve".
Die Autos müssen aber auch mal eine "heiße" Pacecar-Phase aushalten, das Fahren hinter einem Konkurrenten, evtl. eine Feindberührung oder gar zwei.
Auch dort soll der Motor ja quasi nur genau das halten, was das Reglement vorgibt, und solange auch seine volle Leistung bieten. Wie gut das funktioniert hat z.B. Vettel dieses Jahr erleben müssen.
Nicht falsch verstehen: Ich bin mir sicher daß kein "modernes" Auto es erlaubt, "mal eben" deutlich über der eigentlichen Spezifikation zu laufen. Das kann sich kein Hersteller leisten und das würde auch das Gewicht fast immer nach oben treiben.
Aber: Null Reserve einplanen heißt auch, daß man den Lastfall genau kennen muß. Und das funktioniert bei Alltagsautos, in meinen Augen, absolut nicht. Die Bandbreite ist in meinen Augen zu groß, als daß jemand da sicher eine (verlässliche) Schlinge drum herum legen könnte.