Beiträge von G Astra

    Hintergrund war die Erneuerung der 36 Jahre alten und nicht mehr lieferbaren Gummilager der Querlenker und Schubstreben. Wurden durch PU ersetzt. Angestrebt wird eine minimale Vorspur, da es sich hier ebenfalls um einen Hecktriebler mit schwerem Reihensechser handelt. Sturz ist fix wie beim BMW, wenn man den Pin nicht zieht.


    Ich bin so vorgegangen:


    1. Konterung der Spurstangen lösen und alles leichtgängig machen
    2. Reifen auf 3,5 bar aufpumpen, damit er sich möglichst gleichmäßig wölbt
    3. beidseitig auf gleicher Höhe Aluproflile mittels leicht spannenden Spanngurten fixiert und mit Wasserwaage ausgerichtet. Ideal wäre ein Auflagepunkt direkt am Felgenhorn
    4. Rad-Abstände an den Außenkanten der Profile messen und notieren, einmal nah am Rad unter der Ölwanne hindurch, einmal vorne am Stoßfänger
    5. anhand der Maße erkennt man gleich die Ausgangssituation, ob die Achse vorne oder hinten "aufmacht". In meinem Fall liefen die Aluprofile vorne zusammen, ich hatte somit eine Gesamt-Vorspur von fast 1 cm... (ja, auf Grad und Minuten kann man zwar umrechnen, wäre hier aber übertrieben.)
    6. nun die Spurstangen beidseitig möglichst in gleichen Schritten Richtung Null-Spur drehen, also dass die Abstände vorne und hinten an den Aluprofilen exakt gleich sind. Wenn das passt, wieder notieren.


    7. nachdem durch das Drehen der Spurstangen und dem Umstand, dass das Fahrzeug auf unbeweglichem Untergrund steht, jetzt alle Buchsen verspannt sind, habe ich die Profile von den Rädern genommen, das Fahrzeug ein paar Meter zurück und wieder nach vorne geschoben und nochmal nachgemessen. Die Werte waren jetzt wieder leicht verstellt, aber in Kürze wieder auf Nullspur korrigiert.


    8. jetzt noch beidseitig die Spurstangen minimal Richtung Vorspur gedreht und die Konterung festgezogen. Werte WIEDER notieren. Sollte jetzt noch das Lenkrad schief stehen, ist das für die Fahrt zur Achsvermessung hinnehmbar, da zumindest kein Reifenverschleiß und ein sicheres Fahrverhalten gegeben ist.


    Ich hab das Lenkrad trotzdem auch noch sauber ausgerichtet, indem ich durch gleichmäßiges "Paralleldrehen" der Spurstangen in die gewünschte Richtung den Lenkradschiefstand eliminiert habe. Hier helfen dann auch wieder die notierten Werte von Punkt 8.


    Fertig. Für einen Oldie ausreichend und beim modernen BMW für die sichere Fahrt zur Achsvermessung auch nicht verkehrt.

    Vorderachse ist seit Samstag komplett neu, beide Querlenker vom M3. Das Fahrverhalten ist so hart miserabel, das einem echt Angst wird, ohne passende Spurvermessung/Einstellung.
    Also wenn jemand eine weitere Strecke fahren muss von Einbau bis Vermessung, würde ich mir das nochmal überlegen :D




    Ich kann nur empfehlen, das für den Weg zur Achsvermessung so zu machen: es ist erstaunlich, wie gut sich eine selbst eingestellte Vorderachse mit Hilfsmitteln aus dem Baumarkt für 8 Euro fährt.

    mit 2K Epoxy Grund und ordentlichem Lackaufbau ist das eine sichere Sache für die nächsten 10 Jahre. Die serienmäßige BMW-Grundierung am Unterboden ist eine echte Frechheit bei Ganzjahresfahrzeugen.

    Nochmal zu den Ankerblechen: Wenn das DSC ohnehin eine Trockenbremsautomatik hat, sollten ja eigentlich Nassbremsprobleme ausgeschlossen sein?


    Was würde mich denn abgesehen vom TÜV davon abhalten, die einfach zwecks besserer Kühlung abzubauen, so wie man es ja für Renneinsätze macht?


    Die Ankerbleche vorne haben eine Form, die den Fahrtwind aufnehmen und dezent Richtung Bremsscheibe lenken. Die Scheiben werden praktisch "hinterströmt". Ich würde die schon dran lassen.

    Habe ich auch bei den Blechen an der Vorderachse gemacht. Geht super und da braucht man keine neuen Bleche. Bei mir waren die an je 2 Löchern einfach schon korridiert.

    bei mir auch kürzlich so behoben. Die unterste war durchkorrodiert. Das Blech hat immer gescheppert, wenn man die Tür zu machte. Wollte aber die Bremsscheibe nicht ausbauen und hab einfach die Schraube bis zur Bremsscheibe rausgedreht, eine Beilagscheibe eingeschlitzt, diese über das Schraubengewinde geschoben und wieder festgezogen.

    das schaut wirklich nicht gut aus. Dem Log entnehme ich, dass du einen Automaten fährst:


    -trotz zu niedrigem LPFP/HPFP ist das Gemisch für eine Version 9-Map viel zu fett. Teilweise AFR-Werte mit einer 10 vor dem Komma. Normalerweise sollten da Werte um die 12 stehen.
    -die STFT-Werte sind mit um die 30 fast am Regelanschlag
    -die Zündung nimmt er maximal zurück, weil jedesmal wenn du auf dem Gas stehst, das Drehmoment reduziert wird (Torque Limiter permanent aktiv)


    wie Belgier76 geschrieben hat, unbedingt mal das komplette Drehzahlband loggen. Einfach Gang 3 (kein Kickdown!) komplett durchfahren und DTC ganz abschalten (Taste paar Sekunden gedrückt halten).


    Ergänzende Fragen:


    -blinkt die Traktionskontrollleuchte während er das Phänomen hat?
    -fährst du die richtige Map für einen Automaten?
    -hast du in der Map eine Drehmomentbegrenzung für verschiedene Gänge aktiviert?
    -verwendest du xHP-Getriebesoftware?