Beiträge von G Astra

    "Einfederwege messen: wie? Da federt ja nix. Schon bei dem weichen alten Fahrwerk bin ich beim Verschränken gescheitert, das Auto stand diagonal schaukelnd auf 2 Rädern, hinten eingetaucht bis Felgenrand, vorne nix. Nicht mal die Reifenoberkante wollte hinter dem Radhausausschnitt verschwinden. Jetzt müsste ich vermutlich einen Panzer auf der Motorhaube absetzen."


    Das sagt aus, dass die Vorderachse auf den Dämpferanschlägen aufliegt! Dämpfer öffnen und den inneren Anschlagpuffer um einen "Knubbel" kürzen, dürften so 2-2,5 cm sein. Das wirkt Wunder beim Fahren! Das ist das, worauf Bruce unter Anderem hinauswollte mit dem Restfederweg messen. Wenn du den verschränkt nicht wesentlich weiter runtergedrückt bekommst als im normalen Fahrzustand, liegt der bereits auf. Das kann nur hart sein und bei jeder Unebenheit durchschlagen. Wahrscheinlich hast du nur ca. 1 cm Federweg bis zum Anschlagpuffer. Dieser lässt sich sehr schwer komprimieren, ist aus PU.

    hab das über Jahre hinweg bei unseren beiden Opels mit B6/B8-Dämpfern so gemacht. Brachte mich immer klapperfrei über die Saison. Nervig, aber besser als ständig neue Dämpfer einzubauen. Ein Dämpferfett für Motorrad-Gabeln soll angeblich länger halten als das Radlagerfett, das ich verwendet habe.


    Du meinst vermutlich diesen Thread, da ist auch ein Link zu diesem Motorradfett:


    Bilstein schrott???

    alles klar!


    Zum Thema Schutzlack: der POR15-Lack ist auch nach meiner persönlichen Erfahrung bestens für Federn geeignet. Hier ein Auszug aus der Produktbeschreibung, Federn werden dort ausdrücklich erwähnt:


    Grundierung und Decklack in einem. Gut als Lack für Achsteile oder Motoranbauteile, Halter etc. einsetzbar.
    POR15 Rostverhütungslack zeichnet sich durch eine ungewöhnliche Festigkeit aus: Der Lack ist sehr fest und zäh, sodass Sie die Lackoberfläche kaum zerkratzen oder zerstören können. Gleichzeitig bleibt der Lacke so flexibel (ohne aber weich oder gummiartig zu sein !), dass man damit auch Federn streichen kann, ohne die Gefahr von abplatzendem Lack zu haben. Die Lacke verlaufen auch beim Streichen so glatt, als hätte man sie gespritzt (der Farbton seidenglanz zeigt hier leichte Schwächen).


    Wenn es (bei der e9x-Baureihe noch sicher sehr lange) Ersatzfedern gibt, dann bei Beschädigungen natürlich Neuteile kaufen. Bei diversen Young- und Oldtimer-Federn und für Ausbesserungsarbeiten ist das Zeug aber perfekt.

    the bruce:


    Mit deinem letzten Satz meinst du vermutlich mich?


    Ich unterstelle mit meinem Beitrag doch nicht, dass Korrosion für das Vorkommen von Federbrüchen keine Bedeutung hat. Ich wollte damit
    nur sagen, dass Korrosion nicht der einzige Grund für die Defekte ist. Nur um das nochmal klarzustellen :) .


    Selbstzitat: "Ich glaube nicht, dass Steinschläge/Rost das Hauptproblem ist."

    diese Schutzschläuche hatte ich auch um die neuen H&R-Federn unseres Vectra GTS. Beide Vorderachsfedern sind kurz nacheinander gebrochen und waren nur um die 4 Jahre und 30.000 km alt. Einmal außerhalb und einmal genau in der Mitte der Schutzschläuche. Die ursprünglichen original-Federn sind auch gebrochen und haben trotz großem Federteller den Weg zum Reifen gefunden... Ich glaube nicht, dass Steinschläge/Rost das Hauptproblem ist.


    Ich fahre noch einen 84er Opel Monza 3.0 mit genau so alten progressiven Mantzel-Tieferlegungsfedern. Die Federn waren so rostig, dass ich sie vor ein paar Jahren glasperlengestrahlt habe. Anschließend mit POR15-Lack gestrichen. Sind also auch nach 32 Jahren nicht gebrochen.


    Der Unterschied zu den heutigen ist vermutlich, dass die Federn damals viel weicher waren und nicht so hart und spröde wie die heutigen Materialzusammensetzungen. Und gespart wird ja überall...


    Was mir noch nie bei meinen Opels gebrochen ist: Eibach Prokit, Eibach Sportline und die oben dargestellten K&W-Federn im BMW sind auch noch ganz ;)

    im Anhang ein Bild einer meiner Vorderachs-Federn vom KW Variante 3 Fahrwerk nach ca. 80.000 km. Die Federn bestehen quasi zu 50% aus rostenden Windungsoberflächen. Rost genau da, wo Windungen aufeinander liegen und ständig "reiben". Dort ist sogar der Querschnitt der Windungen durch Materialabtrag verringert. Die Pulverbeschichtung kann man großflächig einfach abziehen, da komplett unterrostet.


    Man beachte auch die unterste Windung und wie schnell bei einem Federbruch der unteren Windung diese über den extrem schmalen (Gewinde)-Federteller rutschen würde.


    Ein breiterer Federteller bei der e9X-Baureihe ist wohl aus dem Grund nicht möglich, weil sonst das Rad an diesem schleifen würde und man deutlich schmälerer Räder oder niedrigere Einpresstiefen fahren müsste...

    so ist es. Denn auch der Anschlagpuffer wird oft vergebens OBEN auf der "dicken" Stange gesucht. Dieser befindet sich auch IM Führungsrohr auf der umgedrehten Kolbenstange. Ich musste die wegen Durchschlagens (tiefe Federn) um ein paar Zentimeter kürzen und deshalb den Dämpfer zerlegen (Zentralschraube unten lösen und Kolbenstange rausdrehen).


    Bei der Gelegenheit kann man gleich die Gleitlager neu schmieren. Hat aber auch nicht lange gehalten...

    ich hab die Kolbenstangen beim Radwechsel Sommer/Winter immer neu geschmiert. Da ist er ja eh ausgefedert, kann man das gleich mitmachen. Ist zwar lästig und null zeitgemäß, brachte aber über die jeweilige Saison Ruhe ins Fahrwerk.