Beiträge von G Astra

    ZeroGravitY, als kleine Hilfestellung, hab mich auch erst kürzlich zu dem ganzen Ölkram aufgeschlaut:


    Unten ein paar Datenblätter zu 0w40-Ölen, die für mich persönlich in Frage kamen. Die folgenden entscheidenden Werte sind trotz der Viskosität 0w40 sehr unterschiedlich, führend ist fast immer das Mobil 1 und das Motul:


    Viskosität bei 40°
    Viskosität bei 100°
    Hochtemperaturbeständigkeit bei 150° (Angabe nicht in allen Datenblättern enthalten)
    Flammpunkt
    Sulfatasche (Stichwort LL01/LL04)


    Das Aral Supertronic 0w40 entspricht bei 100° fast dem BMW/Castrol Edge 0w30 (12,3), ist dort also im Vergleich zu den anderen schon sehr dünn und fällt bei mir somit eher raus.
    Das Castrol EDGE gefällt mir nicht, da mein Motor beim Vorbesitzer immer BMW/Castrol Edge bekam und im Ventildeckel nicht besonders sauber aussah. Es hat auch den niedrigsten Flammpunkt von allen.


    Hast du den SC6 schon montiert? Wenn ja, würde ich mich über einen kurzen Bericht freuen :)


    Anbei ein paar Infos, die aber nicht ganz aussagekräftig sind, da nur die Hinterachse mit den SC6 bestückt wurde:


    Basis: E90 mit KW Variante 3-Fahrwerk, 9,5J 19-Zöller hinten, rundum Bridgestone Runflat aus Ende 2012, Hinterachse war fällig, Vorderachse geht noch 2 Sommer. Ich mache also den Extrem-Fehler, Runflat mit NonRunflat zu mischen!


    -Reifengewicht: Der Conti-SportContact 6 FR XL in der Größe 255/30 R19 91 Y wiegt auf meiner Waage 10,5 kg, der auf 3mm abgefahrene alte Runflat 10,6 kg.


    -Luftdruck: den SC6 habe ich auf 2,9 bar eingestellt, den alten Runflat fuhr ich mit ca. 2,7 bar


    -Seitenkraft im Stand: drückt man das Auto an der hinteren Seitenwand (axiales aufschaukeln), kann man am SC6 sehen, dass sich die Flanke samt Fahrzeugheck minimal verschiebt. Mit dem alten Runflat blieb das Heck wie festbetoniert stehen. Ich befürchtete schonmal Einschränkungen bei der Hochgeschwindigkeitsstabilität, also ab auf die Autobahn nach 30 km "Schutzschichtentfernungsfahrt":


    -Seitenkraft bei Fahrt: Lenkbewegungen bei 210 kmh führten überraschenderweise zu einem großen Vertrauen, der Runflat konnte das nur minimal präziser


    -Grip: ich glaube, der Reifen braucht noch etwas Einfahrzeit, genauso wie die alten Runflats, gibt es im 2. Gang manchmal Schlupf. Nässeeigenschaften konnte ich noch nicht testen.


    -Geräusch: schwierig, weil vorne noch Runflats drauf. Subjektiv: kein Unterschied zu vorher.


    -Profil: wie gesagt, scheinen mir 6,95mm etwas umsatzfördernd ausgelegt, aber je weniger Profil, desto spurstabiler im Trockenen :rolleyes: . Zu Sägezahn wird er aufgrund der großen Profilblöcke auch eher nicht neigen. Das tat auch der RFT nicht. Meine Achsgeometrie scheint bis auf den typischen Sturz hinten auch sehr gut zu sein.


    -Freigängigkeit bei niedrigen Einpresstiefen: Auf der 9,5er Felge zieht sich der SC6 etwas mehr als der Bridgestone, baut also im Profilbereich etwas schmaler, dafür ist das Felgenschutzband etwas ausgeprägter.


    meine persönliche Meinung: bei dieser Reifengröße ist es egal, ob man Runflat mit normalen Reifen mischt, weil die Flanken ähnlich steif sind. Der Non-Rft ist nur unwesentlich leichter als der RFT und ebenfalls nur unwesentlich weicher bei harten Querfugen.


    Anbei noch ein Bild beider Reifen.

    Schau dir die Innenseite an, auch an der Hinterachse. Ich wette, dass da "Abdrücke" vom Belag auf der Scheibe erkennbar sind. Das Ankerblech ist an einer Stelle offen, da mal durchschauen, während du das Rad drehst.

    nicht die Zündspule, eher der Injektor käme für mich hier in Frage. Kannst ja mal mit der Spule anfangen, ist zumindest nicht so teuer. Glaube aber nicht, dass die das verursacht. Bei Zündaussetzern wegen verschlissener Kerzen oder defekter Zündspulen geht er irgendwann in den Notlauf und die MKL leuchtet. Das ist bei dir ja nicht der Fall. Das Spritzbild des Injektors ist wohl schlecht.

    Weil M-Fahrzeuge dabei auch viel Grip und einen berechenbaren Grenzbereich haben sollen. Und das können Runflats nicht so gut. Außerdem würde der Fahrkomfort weiter leiden. Buchsen und Lagerungen sind bei den Ms ja bereits härter und es werden serienmäßig größere Felgen und damit niedrigere Reifenquerschnitte gefahren.

    Neben der Pannensicherheit haben Runflats 2 zusätzliche Vorteile: messerscharfes Ansprechverhalten der Lenkung und auch enorme Hochgeschwindigkeitsstabilität der Hinterachse, gerade in langgezogenen Autobahnkurven. Ich wechsle aber trotzdem auf normale.

    Zuwenig Luftdruck kann ich nicht ausschließen, bin den Reifen selbst nur 1,5 Sommer gefahren, seit ich den 3er habe. Einseitig zu wenig Druck würde aber die Druckkontrolle meckern. Die spricht zwar bei Runflats und dieser Reifengröße und sich nur minimal änderndem Abrollumfang schlechter an, aber sollte auch ansprechen. Geschont wurden die Reifen nicht, aber driften hat sich auf kurze Powerslides im 2. Gang beschränkt.