Beiträge von Patty

    Komme gerade von einer kurzen Testfahrt wieder. Den Lockdown hatte ich dafür so verstellt, dass er lastfrei ist, was zum komplett gelösten Zustand jetzt mal keinen riesigen Unterschied darstellen sollte. Wäre schön gewesen, hat aber leider nichts gebracht. Immer noch Vibrationen, vor allem bei konstanter Fahrt mit Tempomat. Ist so ein leichtes "Wummern" aus dem Boden- oder Heckbereich. Da ich den Lockdown schon ein oder zwei Jahr fahre und da nie was gespürt habe, kann ich mir den auch nur schwer als spontanen Übeltäter vorstellen.


    Die Zentrierhülse hinten (Diff) habe ich nicht bewusst erkannt, steckte aber mit intaktem Dichtring in der Kardanwelle. Habe etwas Fett reingegeben und das Diff dann wieder auf die Kardanwelle geschoben.
    Dann werde ich kommende Woche das Mittellager noch angehen, ist ja zum Glück kein riesiger Aufwand und aktuell habe ich Zeit daür.
    Welche Teile sollten neben dem Mittellager gleich mitgemacht werden? Dämpfungsringe und Faltenbalg hängen da laut ETK noch mit dran. Die Hardyscheiben lasse ich erstmal, da die noch sehr gut aussehen. Ich hätte jetzt auf ein original BMW Mittellager zurückgegriffen.


    Werkzeugmäßg scheint man das alte Lager ja per Hammer/Meißel von der Welle zu bekommen, das neue dann per Hülse auf dem inneren Lagerring. Da das Rillenkuggellager für das Mittelllager mit D=55/D=35mm angegeben ist, nehme ich mal an, dass es eine Hülse mit grob 35mm Innendurchmesser sein muss.

    "ok" ist gut :D


    Wann soll denn Luft EInzug halten? Ich verstehe sowieso nicht, wie man solche Tiefen fahren kann. Mit dem geringen Restfederweg der Vogtland Federn rüttelt es mir vorn schon regelmäßig die Pendelstützen kaputt. In so einem Zustand kann da doch gar nichts mehr gehen. Auf meinen M270 18" Felgen meinte der DEKRA Prüfer schon, dass da nicht viel mehr Tiefe drin wäre bis unbewegliche Teile anschlagen würden.


    Welche schmalen Pellen hast du da jetzt drauf?

    Helft mir mal kurz... reicht auch vorsichtiges Ablegen der Antriebswelle "auf" dem Mittellager, um das zu schrotten? Vielleicht habe ich mir das tatsächlich beim Ausbau des Diffs vor ein paar Tagen beschädigt. Seitdem Vibrationen (aber erst bei 120-140km/h), obwohl alle Mitnehmer genau so ausgerichtet wie vorher. Die zweiteilige AW selbst war gar nicht getrennt, lediglich vom Mitnehmer am Diff gelöst (gewuchtet ist nur die AW alleine, nehme ich an). Weitestgehend war die AW abgestützt, allerdings musste ich sie zwei oder drei Mal bei Seite schaffen, dafür habe ich die Abstützung weggenommen und die AW nach unten gehängt.

    Von mir jetzt mal Rückmeldung zu dem Thema, die fällt ja in der Regel sehr dünn aus:
    Es hat geholfen! Ich hatte einige Wochen lang bereits beim Lastwechsel dieses leichte Schlagen. Reproduzierbar beim Anfahren (1. und 2. Gang insbesondere) und eben Lastwechseln. Klang als hätte der bspw. ESD irgendwo Kontakt zur Karosserie/Rahmen, was sich bei der Überprüfung aber nicht bestätigt hat. Habe dann auf das hier geschilderte Problem geschlossen und bin das zusammen mit einigen anderen Arbeiten an der Hinterachse vor zwei Wochen angegangen.
    Die Arbeit wird im Thread ja beschrieben. Schlagschrauber ist in meinen Augen Pflicht, für die Zentralmutter der vorderen Antriebswelle brauchte ich eine tiefe SW32 Nuss (normaler Sechskant). Verwendet habe ich eine halbe Tube CVD Fett. Habe alles auf Auffahrrampen (Front) und Böcken (Heck) gemacht. Unterschätzt das Gewicht des Differentials nicht, ist ein ganz schöner Brocken. Vorsicht beim Ablegen des Differentials: Auf der Rückseite ganz oben hat das eine kleine Entlüftungsbohrung, da ist mir über Nacht schön Öl ausgelaufen. Lagert man es flach auf dem Boden und lst den Mitnehmerflansch läuft einem die Suppe vorne raus. Also richtet es am besten waagerecht aus.


    Kleines Problem danach: Ich habe mir alles markiert, sodass alle drei Antriebswellen sowie die Zentralmutter genau so ausgerichtet sind wie vorher. Allerdings habe ich nun das Gefühl, dass ich bei 120 bsi 140km/h leichte Vibrationen von der Hinterachse habe. Vorher war das nie ein Thema, habe ich im selben Zug auch M3 Lager im Hilfsrahmen verbaut sowie den Diff Lockdown neu justiert. Ich lockere den Lockdown nochmal etwas, allerdings sollten Vibrationen ja, unabhängig von einer leichten Vorspannung, eigentlich nicht vorhanden sein. Und dass die härteren Lager das jetzt so viel besser an die Karosserie weitergeben kann ich mir auch nur schwer vorstellen.
    Die Antriebswelle war die Zeit über abgestützt und wurde nur hier und da mal kurz und vorsichtig "auf" dem Mittellager abgelegt. Hardyscheibe am Differential augenscheinlich gut, keinerlei Risse.
    Irgendwelche Ideen?

    Gestern bin ich mit allem fertig geworden und mein Bremssystem ist dicht!
    Das genannte Werkzeug von Ebay kann ich ohne Einschränkungen empfehlen, durch die kompakte Bauweise kann man auch gut an den Originalleitungen, sehr nah am/unter dem Fahrzeug arbeiten.
    Die Verschraubungen, Verbinder und Stahlleitung von auprotec ließen sich gut bördeln, biegen und montieren. Kompatibilität, bis auf die genannte Problematik durch die dicke Kunststoffbeschichtung an den Originalleitungen, ist also gegeben.
    Ich kann euch nur raten, das Bördeln und Biegen etwas zu üben, bevor ihr euch an die Originalleitungen macht. Ein Fehler dort kann einen auf Grund von Platzmangel recht viel Arbeit machen bzw. Material kosten. Bei Interesse kann ich von der Hinterachse auch noch zwei oder drei Bilder einstellen.

    Soo, gestern Morgen habe ich den Hobel endlich wieder komplett zusammengebaut und fertigbekommen. Das Bremssystem hatte ich am Vortag schon neu befüllt, entlüftet und auf Dichtigkeit geprüft. Eine Schraubverbindung musste ich nachziehen, alle anderen, neu gebördelten Verbindungen waren auf Anhieb dicht.
    Rahmen angehoben, nach Vorgabe befestigt und dabei die Ausrichtung den Aufnahme an der Vorderseite überlassen. Die sind konisch geformt und zentrieren das Lager daher automatisch recht gut. Augenscheinlich war ich damit bei den hinteren Lagern wieder in der Ausgangsposition (komplett auf Anschlag Beifahrerseite). Auf Gut Glück mal so verschraubt, alles weitere montiert. Bei der ersten Probefahrt dann schnell die Erleichterung: Der Wagen läuft schnurgerade, ohne schiefstehendes Lenkrad. Von daher scheint sich da nichts oder wenig getan zu haben. Das Fahrgefühl ist etwas straffer, allerdings spürbar direkter, was Lenkbewegungen angeht. Ziemlich ungewohnt. Allerdings bin ich zuletzt auch vor über eine Woche gefahren. Da merkt man auf einmal Sachen... :D


    Insgesamt bin ich mit der Aktion sehr zufrieden, zumal fast alles wie geplant geklappt hat. Der Lagerwechsel an sich ist etwas mühsam, aber kein enormer Aufwand. Was richtig Arbeit macht ist das Ganze drumherum. Die Antriebswellen lösen und verstauen, das sauschwere Diff rausnehmen, den sperrigen Hilfsrahmen lösen, wechselseitig abstützen und bewegen, das Bremssystem kappen und neumachen (mit Sicherheit), ...
    Ich habe das Ganze jetzt auf Auffahrrampen und Böcken vor dem Haus gemacht, was natürlich auch ungünstige Bedingungen sind bzw. was viele Arbeitsschritte komplizierter macht, als vielleicht auf einer Bühne. Trotzdem machbar, je nachdem wie schmerzfrei man ist.
    Was ich jetzt alles, mehr oder weniger freiwillig, mitgemacht habe:


    Mitnehmerflansch des Differentials gefettet (Klopfgeräusche beim Lastwechsel, die liegen der ganzen Aktion zu Grunde)
    vordere Differentiallager getauscht
    (am hinteren Differentiallager bin ich gescheitert)
    M3 Lager im Hilfsrahmen
    Stahlflex Bremsleitungen
    vorhandene Stahl-Bremsleitungen zerstört, gekappt und mit neuem Material angesetzt
    Hilfsrahmen stellenweise entrostet, komplett konserviert
    Unterboden im Heckbereich großflächig konserviert