Beiträge von Patty

    Soo, gestern Morgen habe ich den Hobel endlich wieder komplett zusammengebaut und fertigbekommen. Das Bremssystem hatte ich am Vortag schon neu befüllt, entlüftet und auf Dichtigkeit geprüft. Eine Schraubverbindung musste ich nachziehen, alle anderen, neu gebördelten Verbindungen waren auf Anhieb dicht.
    Rahmen angehoben, nach Vorgabe befestigt und dabei die Ausrichtung den Aufnahme an der Vorderseite überlassen. Die sind konisch geformt und zentrieren das Lager daher automatisch recht gut. Augenscheinlich war ich damit bei den hinteren Lagern wieder in der Ausgangsposition (komplett auf Anschlag Beifahrerseite). Auf Gut Glück mal so verschraubt, alles weitere montiert. Bei der ersten Probefahrt dann schnell die Erleichterung: Der Wagen läuft schnurgerade, ohne schiefstehendes Lenkrad. Von daher scheint sich da nichts oder wenig getan zu haben. Das Fahrgefühl ist etwas straffer, allerdings spürbar direkter, was Lenkbewegungen angeht. Ziemlich ungewohnt. Allerdings bin ich zuletzt auch vor über eine Woche gefahren. Da merkt man auf einmal Sachen... :D


    Insgesamt bin ich mit der Aktion sehr zufrieden, zumal fast alles wie geplant geklappt hat. Der Lagerwechsel an sich ist etwas mühsam, aber kein enormer Aufwand. Was richtig Arbeit macht ist das Ganze drumherum. Die Antriebswellen lösen und verstauen, das sauschwere Diff rausnehmen, den sperrigen Hilfsrahmen lösen, wechselseitig abstützen und bewegen, das Bremssystem kappen und neumachen (mit Sicherheit), ...
    Ich habe das Ganze jetzt auf Auffahrrampen und Böcken vor dem Haus gemacht, was natürlich auch ungünstige Bedingungen sind bzw. was viele Arbeitsschritte komplizierter macht, als vielleicht auf einer Bühne. Trotzdem machbar, je nachdem wie schmerzfrei man ist.
    Was ich jetzt alles, mehr oder weniger freiwillig, mitgemacht habe:


    Mitnehmerflansch des Differentials gefettet (Klopfgeräusche beim Lastwechsel, die liegen der ganzen Aktion zu Grunde)
    vordere Differentiallager getauscht
    (am hinteren Differentiallager bin ich gescheitert)
    M3 Lager im Hilfsrahmen
    Stahlflex Bremsleitungen
    vorhandene Stahl-Bremsleitungen zerstört, gekappt und mit neuem Material angesetzt
    Hilfsrahmen stellenweise entrostet, komplett konserviert
    Unterboden im Heckbereich großflächig konserviert

    Stahlflex bekommst du für alle Achsen preiswert, eintragungsfrei mit ABE. Also einbauen und losdüsen... habe gerade erst hinten Goodridge nachgerüstet, nachdem ich letztes Jahr vorne schon Motacc verbaut habe.
    Lies dir aber vorher mal den Stahlflex Thread durch, mit Glück geht es vorne reibungslos, wenn du Pech hast kannst du vorne wie hinten die Verbindungen auftrennen, neu bördeln usw. Ganz schöner Akt X/

    Und dann liest man hier "Ach da hast du ja Glück gehabt, dass du dir nicht dein FRM zerschossen hast beim Batterieabklemmen..." :D
    Wenn es bloß um an-/abstecken geht und nicht irgendwelche Verkabelungsaktionen sehe ich das nicht mehr soo kritisch :whistling:

    Titel ist irgendwas mit "Stoßdämpfer", aber du gibst überhaupt keine Details... was wurde denn jetzt alles verbaut? Allein durch andere Stoßdämpfer wird man keine 4cm erreichen, da ist sicher mehr schiefgelaufen. Andere Domlager, vielleicht die Lenker nicht im eingefederten Zustand/Normallage angezogen o.Ä.
    Prinzipiell ergeben bspw. Bilstein Dämpfer (war es Bilstein?) durch das Prinzip von Gasdruck eine höhere "Nulllage" als Öldruckdämpfer.

    So und weiter gehts, aber mit einem Hinweis:
    Mein Lauf beim Reparieren der Leitungen wurde gestern recht schnell unterbrochen. Ich hätte da eigentlich schon vorher dran denken müssen, habe ich dann aber wieder vergessen... die BMW Bremsleitungen haben nachgemessen einen Außendurchmesser von etwa 5,15mm. Machte mich schon etwas stutzig, als ich dann von den verfügbaren Maßen 4,75mm und 6mm las. Habe mich dann natürlich für die übliche 4,75mm Bremsleitung damit passenden M10x1 Verschraubungen zum Nachkauf entschieden (auprotec ebay) plus passendes Werkzeug. Das hat bei der komplett neuen Leitung auch super funktioniert, der Haken ist aber die Stelle, an der man an die originalen BMW Leitungen, bspw. mit einem Schraubverbinder, ansetzen will.
    Der größere Außendurchmesser kommt durch die extrem dicke Kunststoffbeschichtung zu Stande. Damit die Leitungen beim Bördeln nicht aus der Klemmung gedrückt werden muss man das Werkzeug schon gut zudrehen. Dadurch zerdrückt es die Beschichtung etwas und der Außendurchmesser vergrößert sich stellenweise entsprechend etwas. Da die Verschraubungen ungebördelt schon nur gerade so über die Leitungen gehen, verklemmen die sich nach dem Bördeln total.
    Ich habe die Verschraubungen (Innendurchmesser etwa 5,25mm) dann mit einem scharfen 5,5mm Bohrer aufgebohrt und siehe da, sie passen auch geschmeidig über die dicke, verformte Kunststoffummantelung der Serienleitung. Leider hat mich dieser erste Fehlversuch an der Originalleitung ein Stück Material gekostet, sodass ich dann eine Biegung weiter erneut kappen musste. Zum Glück ist mir das noch an der großen Originalleitung an der Hinterachse und nicht an den Ansätzen an der Karosserie passiert. Hier möchte man natürlich keinen Zentimeter verlieren...


    Nur von vorn herein als Hinweis für die Bastler, spart euch vielleicht wertvolles Material am Fahrzeug. Und noch ein Tipp: Mit meinem oben genannten, kleinen Bördelwerkzeug braucht ihr mit Verschraubung (die etwa 12mm lang ist) mindestens 47mm gerade Strecke Bremsleitung, um das Werkzeug dort erfolgreich ansetzen zu können.


    edit: Nein, natürlich pflegt niemand bewusst Bremsleitungen... aber es macht ja schon einen Unterschied ob und wie oft so ein Wagen gewaschen und gepflegt wird und ob sich vielleicht sogar alle Jubeljahre da mal einer drunterlegt und nach Korrosion schaut. Wenn der Kram dann noch irgendeinen Spritzer Versiegelung oder Sprühöl bei irgendwelchen Arbeiten abbekommt (wie es in der Werkstatt sicher nicht passiert), ist die Wahrscheinlichkeit ja schonmal etwas höher, dass der Kram mal besser aufgeht.

    Ich tippe einfach mal auf die Syncroringe, aber da hilft doch eh nur aufmachen und nachsehen. Ohne zu wissen was defekt ist, kann man darüber kein Urteil fällen. Bist du auf das Auto angewiesen oder hat das Ganze Zeit?
    Je nachdem würde ich mir erstmal ein gebrauchtes Getriebe besorgen und dann weitersehen, einfach mal mit ein paar Instandsetzern Rücksprache halten.