Beiträge von stitch007

    Ich hatte ein ähnliches Phänomen wie Du, auch von der Laufleistung her passt es ziemlich exakt.
    Bei mir waren die Vibrationen weg, nachdem ich meine Hardyscheiben getauscht habe. Allerdings möchte ich auch meine Sommerreifen nicht ganz ausschließlich. Was viele nicht wissen und dann fälschlicherweise ausschließen: Reifen haben baubedingt Radialkraftschwankungen. Das heißt, daß die Dinger auf 0 Gramm gewuchtet sein können und trotzdem für Vibrationen verantwortlich sein können. Nur eben gerne auch außerhalb des "klassischen" Bereiches von ca. 80-120km/h,wo die Eigenfrequenz des Reifens mit der Drehfrequenz korrespondiert.


    Das Ergebnis sind Vibrationen, die dann mit zunehmender Drehzahl schlimmer werden.


    Was kann man tun? Um die Reifen auszuschließen, such Dir einen Reifendienst oder BMW Händler, der eine Hunter Wuchtmaschine hat, bei der der Reifen beim Drehen gegen eine Rolle läuft, die die Radialkraftschwankungen über den Umfang in Newton misst. Die Hersteller erlauben hier bestimmte Maximalwerte, die nicht überschritten werden dürfen. Allerdings weiß ich nicht wie BMW sie beim E9x festgelegt hat. Ein fähiger Händler sollte das aber wissen.


    Wenn hier was n.i.O. ist: Reifen tauschen. Ansonsten Hardyscheiben hinsichtlich Rissen etc. prüfen (komplette Sets für vorne und hinten von febi mit Bolzen und selbstsichernden Muttern kosten ca. 130€).


    Wenn es das nicht war, weiter suchen. ;)


    Gruß
    Thomas

    Worauf ich hinaus wollte ist, dass der Hauptteil der Sauerei aber stattfand, bevor das Auto in meinen Besitz kam, einfach weil die Laufleistung bereits deutlich jenseits der 100tkm lag. Und das steht sicherlich stellvertretend für eine nicht unerhebliche Zahl der Besitzer.


    Sicherlich, die AGR-Off Geschichte ist reizvoll, aber da haben wir noch Punkt "b)" in meinem Beitrag, der sicherlich auch nicht für alle Besitzer zu vernachlässigen ist.


    Zu der Frage "legal oder illegal" ist meine persönliche Einstellung an der Stelle "schei*egal". Wenn ich es mal schaffe dahingehend tätig zu werden, werde ich das ganz sicher auch tun. Eine Sauerei ist das nämlich in der Tat, dass unseren Motoren ihre Verdauungsendprodukte erneut verfüttert werden.

    Ich habe bei meinem N47 vor drei Wochen auch meine ASB ausgebaut und gegen eine gereinigte getauscht. Nach 181tkm im Teillastbetrieb war das allerhöchte Eisenbahn. Er hatte einfach nicht mehr die volle Leistung und ruckte manchmal beim Wechsel von Schub in Zug.


    Um die Sache schnell über die Bühne zu bringen, habe ich mir bei ebay eine gebrauchte Brücke mit identischer Teilenummer (hatte ich via VIN bei leebmann24 herausgefunden) aus Lettland oder Estland gekauft. Wichtig ist zu wissen, dass es zwei Varianten gibt. -Die mit den orangenen Einlegedichtungen und die mit dem festgeclipten Dichtprofil (schwarz). Die beiden sind auch deshalb nicht kompatibel, weil das Kühlwasserrohr unter der Brücke bei der mit dem schwarzen Profil am Kopf mit vier Schrauben befestigt ist, bei der mit den orangenen Formteilen wird dieses Rohr in den Kopf gesteckt.


    War bei mir auch höchte Eisenbahn, da die Dichtung des Kühlwasserrohres bereits ordentlich im Verborgenen sabberte...


    Was soll ich sagen? Meine Brücke hatte am Übergang vom AGR-Flansch in die Brücke etwa 1,5cm mehr Wandstärke als Serie, heißt knapp 3cm weniger Innendurchmesser. Eine klassische Drossel also. Auch die Brücke selbst war so versifft, dass ich sie zweimal in Rohrfrei einlegen musste und nun immer noch mit dem Kärcher behandeln muss.


    Die Gebrauchte war top. Einen Tag einlegen, ausspülen, fertig und ich konnte sie verbauen.


    Die Kanäle im Kopf habe ich mit einem Kunststoffspachtel ausgekratzt und danach noch mit BeDi-Reiniger eingesprüht. Das Zeig löst den Schmock echt gut ab. Sicherlich nicht so gut wie Wallnussgranulatstrahlen, aber bleiben wir realistisch: Nicht so viele werden diesen Strahler zuhause haben. Wichtig ist, dass man diesen Reiniger nicht bei laufendem Motor in einsprühen darf. Beim Benziner ja, beim Diesel nein. Beim ersten Starten hat er dann auch etwas gerumpelt, aber als der Gramusel durchverdaut war, lief er wieder wie ein Trecker. Ruhig und gleichmäßig.


    Das Rücksetzen der Adaptionswerte macht sicherlich Sinn, bei mir kommt langsam immer mehr Leistung zurück (gerade aus mittleren Drehzahlen schiebt er nun doch wieder etwas vehementer)und der Verbrauch sinkt langsam wieder, das hätte ich dann auch schneller haben können. Aber da ich keine SW dafür habe, musste es auch so gehen. Tat es auch.


    Fazit: Alles halb so wild und eine durchaus sinnvolle Sache.


    Gruß,
    Thomas

    Das Zeugs werde ich auch so auf dem Wertstoffhof abgeben. Allerdings kann das eigentlich ja auch nicht die Lösung sein. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass durch die Reaktion mit den Rohrreiniger das Öl verseift. Hatte mal jemand ziemlich ausführlich beschrieben. Ich weiß aber nicht mehr wo... Immerhin ist kein Ölfilm auf der Lake sichtbar.


    Mein Problem ist, dass ich noch jemanden finden muss, der mir das AGR auscodiert. Das scheint (soll es vernünftig und ohne weitere Fehlereinträge im Speicher) nicht ganz einfach zu sein...


    Gruß,
    Thomas

    Mahlzeit zusammen!


    Ich habe am Wochenende meine Ansaugbrücke gereinigt. Besser gesagt getauscht. Hatte mir aus dem Baltikum über ebay eine gebrauchte (anhand der Teilenummer) besorgt und die eingelegt. Dann am Samstag die originale ausgebaut und die gereinigte verbaut.


    Was soll ich sagen? Ein Wunder, dass der Hobel noch lief. Nach 183tkm fast ausschließlich im Teillastbereich hatte ich ein Rußgewölbe in der Brücke, das bis zu 1,5cm dick war. Allein im Übergang vom AGR-Flansch zur Brücke hatte ich über einen Zentimeter zusätzliche Wandstärke. Im Motorsport spricht man von "Restriktoren" zur Begrenzung der maximalen Durchflussmenge... :thumbdown:


    Jedenfalls ist meine ursprüngliche Brücke nach einer Fuhre im Rohreinigerbad noch immer nicht ganz sauber. Ich werde noch einmal eine Packung reinkippen. Die Reaktion ist im Moment nicht mehr aktiv.


    Auch das AGR sah aus wie eine Schippe Mist. Unglaublich, dass der Motor überhaupt noch lief, ohne dass eine Fehlerlampe an ging. Was auffällig war, dass der Motor beim Wechsel aus Schub in Zug (z.B. reinrollen in eine Kurve und dann wieder aufs Gas) ruckte. Das schreibe ich mal den total verkleisterten Drallklappen zu.


    Interessanterweise war der Rußaufschlag in den Ansaugkanälen und an den Ventilen gar nicht so dramatisch, wie ich mir das vorgestellt hatte. Da habe ich mit BeDi Reiniger und einem Plastikspatel noch einiges reinigen können.
    Am Ende habe ich noch den BeDi Reiniger in die Kanäle gesprüht, damit der restliche Ruß dort (und auf den Ventilen) angelöst werden kann und verbrannt wird. Beim ersten Start rumpelte er ein wenig, lief dann aber rund und mittlerweile ist alles prima. Ich bin mal gespannt wie sich der Verbrauch entwickeln wird. War früher (ca. 120tkm) mal bei 5,2l/100km im langen Mittel und bin dann auf 5,8l/100km hoch (180tkm). Trotz unverändertem Fahrprofil.


    Fazit:


    - Ich kann es nur jedem empfehlen die Reinigung zu machen
    - bestellt Euch vorher eine Tauschbrücke anhand der verbauten Teilenummer (denn das erspart Euch auch den unnötigen Dichtungskauf, wie ich ihn hatte... :whistling: ,
    denn bei meiner Brücke ist ein Dichtungsprofil angeclipt, dass auch die Drallklappenachse fixiert. Die orangenen Gummidichtungen brauchte ich gar nicht mehr.)


    Viel Erfolg,
    Thomas

    Mittlerweile 181tkm, fahre ihn seit 121tkm im letzten Jahr.


    Bei 125tkm: komplette Vorderachse neu (außer Dämpfer und Spurstangen)


    Bei 160tkm: Bremse Hinterachse neu


    Jetzt aber kommen langsam ein paar Teile, die Aurmerksamkeit einfordern:


    - komplette Hinterachsführung
    - Stoßdämpfer rundum
    - Lenkgetriebe und Spurstangen
    - Ansaugbrücke total verdreckt, wird gereinigt und neu abgedichtet


    Dann auf die nächsten 180tkm! Abgesehen von dem rappeligen Motor ein tolles Auto! Vollkommen problemlos und super sparsam.