Beiträge von DaChefe

    Einspruch :D Zumindest was den Diesel angeht.
    Bei den ersten M57, wie sie auch im E46 noch verbaut waren, gehörte der Turbo zum Kandidat Nr.1. Selten haben die Dinger länger als 100Mm gehalten bei der ersten Generation.
    HDP und Injektoren waren auch ein heißes Eisen.


    Im Vergleich dazu hat der N57 „keine“ Probleme... und selbst dieser M57 lief mit entsprechender Zuwendung und neuem Lader gern auf höchste Laufleistungen, ohne dabei seinen Charme zu verlieren.

    Gut, Turbos sind eh Verschleißteile...
    Ich beziehe mich mehr auf Steuerketten und das drumherum. Da wurde beim E46 noch etwas weniger gespart, für mein Gefühl.


    Wenn man sich gebrauchte 330d aus den Jahren 2004-2006 ansieht, lese ich eher bei den E9x von Steuerketten- oder anderen Schäden...

    Ja, um zum ursprünglichen Thema zurückzukommen:


    E9x Benzinmotoren vs. E46 Benzinmotoren
    4-Zylinder: Ausfallwahrscheinlichkeit wahrscheinlich gleich hoch, evtl. Valvetronic-Motoren im E46 unausgereifter
    6-Zylinder: tendenziell auch aufgrund der Direkteinspritzung leichter Vorteil E46


    E9x Dieselmotoren vs. E46 Dieselmotoren
    4-Zylinder: tendenziell weniger Steuerkettenschäden bei den E46
    6-Zylinder: Nach Start der N-Motoren gefühlt mehr Schäden als bei den E46 und den ersten E9x.


    Das ist jetzt nicht wissenschaftlich erwiesen, nur mein Eindruck aus dem Werkstatt-Alltag bzw. Mobile-Verkaufsanzeigen.


    Einen 6-Zylinder-Diesel im E46 mit Schaltgetriebe kriegt man mechanisch nicht sooooo leicht kaputt. Rost und gewisse Konstruktionsmängel sind da eher das Problem...

    Du beziehst dich da aber eben nur auf die Quereinbauten sprich aus dem VW Lager.Bei den Längseinbauten gibts nur Nasskupplungen.


    Und ich kann dir soviel sagen, dass ich schon genug Kupplungspakete in DG200 Getriebe reingemacht habe und genauso aber auch schon oft Mechatroniken oder ganze DQ250,380 usw getauscht habe. Da kannst also keins ausnehmen. Es gibt aber auch genug Beispiele wo solche Getriebe ,ob Nass oder Trocken, ohne Probleme laufen.
    Ich habe jeden Tag mit den Autos zutun weil ich bei Audi in der Werkstatt arbeite...

    Mag sein, möchte aber behaupten, dass man als Audi-Mitarbeiter mehr mit den DQ250 und höher zu tun hat. Gibt eindeutig mehr VW/Seat/Skoda mit DQ200.

    Tendenziell haben aber die 7-Gang-DSGs trotz weniger starker Motoren öfters Probleme. Die DQ250 sind tendenziell weniger oft kaputt, obwohl sie ja oft in GTIs etc. verbaut sind.
    DQ200 ist ja im 1,4-1,8 drin und muß da jetzt nicht soooo viel aushalten...

    Bei den Doppelkupplungsgetrieben kommt es bei der Haltbarkeit wohl wesentlich auf die verwendete Kupplung an, beim 7G sinds Trockenkupplungen und ein Ölwechsel ist nicht vorgesehen, beim Audi S-Tronic sinds Nasskupplungen und es gibt ein Ölwechselintervall.
    Wie das bei DKG aussieht kann, weiß ich jetzt nicht.


    Meistens ist das Teil aber nicht von Beginn an schlecht konstruiert, sondern die Konstruktion wurde durch kaufmännischen Druck schlechter.
    Das Problem ist aber mittlerweile bei den Herstellern bekannt und man versucht wieder mehr Leute mit technischem Hintergrund in Entscheiderposition zu bringen.


    Macht dem Hersteller ja sicher auch nur kurz Spaß, wenn dauernd wegen Kleinigkeiten (Steuerketten, Zahnräder, fehlerhafte Zahnriemen, etc...) der Ruf torpediert wird. ;)

    Naja, der Ruf ist für den aktuellen Vorstandsvorsitzenden nicht unbedingt wichtig, der will seine 4-5 Jahre Vertrag möglichst gut absitzen, und dass heißt heutzutage eben mit viel Gewinn = Shareholder-Value. Was juckt den denn, was mit 5-10 Jahre alten Autos ist????
    Außer es kostet Geld wg. Garantie, Rückruf oder gar Knast...


    Denke auch, dass es früher teilweise besser war, weil doch viele Autobosse aus dem Unternehmen, aus der Konstruktion kamen. Die waren teilweise Dipl-Ing. Maschinenbau statt Bachelor Betriebswirtschaft. Außerdem hingen sie wohl mehr an dem Thema dran "Made in Germany" etc.
    Glaub also nicht, dass du da jemand dazu bekommst, wirklich betroffen zu sein...


    Das mit dem Reparieren ist aber auch ein Problem, das die Verbraucher auch selbst verursacht haben...welche Werkstatt möchte schon gerne Gewährleistung leisten, für etwas was sie nicht 100%ig überblicken können und wo man eben mit dem kompletten Austausch eher save ist....

    Ja, ich hatte selbst mal einen 323i touring, Sahnemotor, nur etwas Leistung und Drehmoment hat dem gefehlt. Für das Langstreckenauto (das ich dann brauchte) fehlten noch bessere Sitze (Lordose) und ein Tempomat.So wurde es ein E91 ;)
    Aber mit einem anderen Fahrprofil hätte er bleiben können. Ein M3 wäre natürlich auch nicht schlecht - aber alles kann man halt nicht haben.
    Den E-Auto Lehrgang hatte ich zum Glück, und in der Praxis wird sich eh kein Mensch drum scheren, wenn der Reifen platt ist...
    Wie die Autos sich mit 10 Jahren verhalten, da bin ich auch gespannt!

    Das ist so wie mit den Airbags...offiziell braucht man den Sprengmeisterschein, aber im Endeffekt schafft da jeder dran (Batterie halt abklemmen, bzw. meistens machen sie nicht mal das...). So ist es auch mit den E-Autos. Wird erst interessant, wenn man wirklich am Motor arbeiten muss oder ähnliches. Trotzdem werden sich wohl die Mietwerkstätten gegen E-Autos wenden müssen, allein schon wegen Brandgefahr etc.


    Wir haben hier ja ein paar Youngtimer (damit meine ich nicht meine E46 :-), die an sich schön zu fahren sind. Fehlen halt immer die Annehmlichkeiten der Neuzeit, und sei es nur Klimaanlage, Tempomat, etc.
    Fürs Wochenende ist das genau richtig, für den Alltag braucht man halt schon so kleine Helferlein, man ist ja schon a bissle verweichlicht...

    MathMarc: E36 war ein tolles Auto, alles wichtige drin und sehr fahraktiv. Hätte ich gerne wieder, meinen M3 3.2... :love:
    Generell bin ich immer mehr ein Freund von Oldtimern.
    Man ist generell beliebter und kommt meist auch nicht in Proll-Verdacht. :D
    Außer die Karre sieht aus wie aus Sumpf geholt.


    Was die Zukunft mit E-Autos bringt, kann ich noch nicht sagen. Momentan sind die ja noch alle in der Garantie drin, aber wenn die mal alle 8-10 Jahre alt sind, wird das bestimmt schwieriger.
    Selber dran arbeiten kann dann immer ein Problem sein, selbst Radwechsel ist ja schon wieder ein Fall für jemand mit Hochspannungs-Leergang...

    Unabhängig von manchen Vorlieben kann man eins sagen:


    - bei Autos ab ca. 2005 wurde mechanisch mehr auf die Kostenbremse getreten, scheinbar hatte man davor nicht die 3. Kommastelle mit eingerechnet.
    - je mehr Technik drin ist, desto mehr kann auch ausfallen bzw. teurere Schäden haben. Außerdem wurde vieles verkompliziert, weil zuviele System ineinandergreifen und sich gegenseitig beeinflussen
    - Direkteinspritzung hat bißchen Sprit gespart, sorgt aber für viele Probleme (Verkokungen, Injektorenprobleme), die man vorher kaum hatte
    - Rost scheint mir bei neueren Autos eher weniger das Problem zu sein, jedenfalls karosserieseitig. Allerdings: Anscheinend hat der TÜV bereits einen Hinweis bei jedem E9x und E8x, auf die Hinterachsen zu schauen, die rosten gerne durch. Deshalb prüfen die das bei den Modellen extra.


    Insgesamt wird es immer schwerer, die Autos am Laufen zu halten, je neuer die sind. Das ist sicherlich ein Trend, und selberschrauben fällt immer mehr flach...

    Etwas spät aber warum soll man den "einfahren" (müssen)?
    Leistung ist Leistung und die liegt ja so oder so an. Oder muss sich der Motor an die Mehrleistung gewöhnen damit er trotz Mehrbelastung dann weniger verschleisst..? :D

    Allenfalls adaptieren an die neuen Werte. Da braucht man aber nicht vorsichtig fahren :) Kann höchstens sein, dass die letzten paar Pferde erst nach dem Adaptieren frei sind...