Ich sag auch, dass das E-Auto sicherlich eine gute Lösung für bestimmte Einsatzzwecke hat, aber nicht universell zu nutzen ist (wie das beim Verbrenner aktuell so ist). Man bräuchte halt dann min. 2 Autos, was zum einen für die meisten nicht leistbar ist, zum anderen natürlich ein Platzproblem ist.
Ein Auto, das nur einen bestimmten Einsatzzweck (z.B. Stadtfahrten) hat, ist halt als alleiniges Alltagsfahrzeug unbrauchbar.
Mal ein Beispiel. Oder 2. Ok, 3 oder 4 
Nachbarn von mir, er ist Stablerfahrer, sie ist Erzieherin (also kein Geldadel). Er zahlt Unterhalt an seine Ex. Sie haben nur ein Auto, einen kleinen Peugeot (Verbrenner).
2 oder 3 mal im Jahr gehen sie ihre (der Frau) erwachsenen Kinder aus erster Ehe besuchen, über den Daumen 750 Km einfache Wegstrecke.
Das machen sie aber nicht mit ihrem Verbrenner, sie mieten sich was netteres bei Europcar.
Natürlich könnten die beiden sich auch ein größeres Auto kaufen, mit dem Sie auch die seltenen Langstrecken bewältigen können - machen sie aber nicht. Der kleine Peugeot scheint ihnen für den Alltag zu reichen.
Und jetzt stell dir mal die Leute vor, die Stablerfahrer und Erzieherin sind und keine Verwandten in 750 Km Entfernung haben. Ich will demnächst auch mal in diese Stadt (Freunde besuchen), aber das Auto werde ich nicht nehmen, obwohl ich ohne zu tanken in einem Rutsch dorthin fahren könnte: das Parken soll einfach irre sein. Tue ich mir nicht an.
Ein Freund von mir arbeitet als Beamter im Landtag. Dann engagiert er sich beim Jugendfussball. Er fährt ein 118i Cabrio (E88). In Urlaub wird geflogen. Das Auto dürfte jetzt gute 20 tkm gelaufen sein, in 6 Jahren.
Seine Frau arbeitet im Homeoffice für einen Steuerberater, fährt aber alle 1 bis 2 Wochen mal einen Tag zu Besprechungen ins Büro. Für die 45 Km nimmt sie ihren Ford Focus.
Was meinst du, wie oft brauchen die ein Auto mit 300 Km Reichweite?
Meine Mutter. Rentnerin. Fährt einen Polo, altes Teil, aber sie bekommt keinen neuen, die kann damit eh nicht umgehen. Weder Wartung, Pflege, noch den Umgang mit dem Kupplungspedal. Winter, -10°C, rein, Motor an, Vollgas und los. Einfach schrecklich, sage ich dir. Sie fährt im Jahr 3000 Km... höchstens! Keine Strecke in den letzten 10 Jahren (nachvollziehbar) weiter als 40 Km, und das sind schon die Ausnahmen. Das meiste sind die 3 Km zum Aldi.
Es passt also vielleicht nicht für dich oder für mich, aber für viele Leute schon. Mit einem Auto.
Du hast die Zielrichtung meines Beitrages anscheinend nicht richtig erkannt, natürlich fährt man nicht jeden Tag eine Strecke über 800 Kilometern, außer im Urlaub vielleicht, sondern eben, wie du richtig geschrieben hattest, viel weniger.
Und was habe ich nun nicht erkannt? Kaum ein Mensch fährt 800 Km am Stück und will nach 5 Minuten direkt weiter.
Eine maximale Reichweite von 200 Kilometern, die heute nur wehr wenige E-Autos tatsächlich erreichen (die Werksangaben kann man vergessen, niemand kann diese Fantasiereichweiten auch nur annähernd erreichen und wenn dann noch im Sommer die Klimaanlage und im Winter die Heizung dazu kommen, schrumpft die Reichweite noch mehr, wenn man die Hälfte der Werksangabe in der alltäglichen Fahrpraxis erreicht ist das realistisch
Das ist ja Quatsch.
https://de.motor1.com/reviews/…eichweite-stromverbrauch/