Beiträge von MathMarc

    Braucht es aber nicht bedeutend teurere und bessere Sensoren, viel mehr Aufwand, wenn ein Sensor Absolut- statt Differenzwerte messen muss?

    Ja, vor allem braucht es zwei Sensoren, damit hat man natürlich die doppelte Ausfallwahrscheinlichkeit. Höhere Kosten.
    Und man muss natürlich darauf achten, dass man unterschiedliche Sensortrifts erkennt, da das den gerechneten Differenzdruck und damit die Auswertung zur Rußeinlagerung beeinflusst.
    Wenn man das im Griff hat, bekommt man aber bessere Ergebnisse. Zumindest was den M57 anbelangt, ist das ja bestenfalls ein grober Schätzwert.

    Ein erstes Log.
    Aus Gründen der Übersichtlichkeit (oder eher NICHT-Übersichtlichkeit) 3 verschiedene Diagramme.
    Beim ersten ging es damals darum, den schwachen Algorithmus des M57 bei der Rußberechnung aufzuzeigen, der Peak ist einfach nur eine Bergauf- und anschließend Bergabfahrt.


    Txt File dazu zum selbstbauen.
    EL_V1_140216_Dia1.jpgEL_V1_140216_Dia2.jpgEL_V1_140216_Dia3.jpg

    Einfach mal gesunde Werte für Gegendruck, Umgebungsdruck, Differenzdruck und ggf. Motormoment in einem Log.

    Also, grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten:
    1) dein Motor den absoluten Druck und den Abgasgegendruck und rechnet sich den Differenzdruck aus,
    2) dein Motor misst über den Differenzdrucksensor.
    Die Bauart des Sensors legt nahe, dass der N57 das macht wie der M57, aber das müssen wir jetzt schon klären. Dann macht die Ermittlung von Gegendruck (absolut) und Umgebungsdruck (absolut) keinen Sinn.


    Der M57 ermittelt den Differenzdruck, keinen Absolutwert, andere Autohersteller machen es nach Methode 1), was technisch die saubere Lösung ist - solange die Sensoren gut funktionieren, natürlich.


    Übrigens, nur als Anmerkung, der korrigierte Differenzdruck ist, wie der Name schon sagt, ein Rechenergebnis, in den neben dem Diff.-Druck noch andere Parameter einfließen, er ist kein Messwert. Den Rohwert gibt es auch, nur ist der nicht immer so schön, da er natürlich schwankt.
    Ich schaue mal, was ich mit Diagramm fertig habe.

    Der 35d Look ist auf diese Art nicht zu machen.
    Das hier wird rein mechanisch vermutlich klappen, evtl. musst du dein Endrohr kürzen, damit der Kram hinten nicht so weit rausschaut, dass das peinlich aussieht (von TÜV etc. mal gar nicht gesprochen)
    Diese Konstruktion hier hat aber noch den Fehler, dass dein Abgas direkt auf den mittleren Bereich des "Adapters" trifft, je nachdem wie nahe also dieser Bereich an dein Endrohr anschließt, umso nachteiliger ist es für den Gegendruck. Vielleicht in der Praxis nicht besonders relevant, weil der verbleibende Querschnitt groß genug ist, aber eine Verbesserung ist es sicher nicht.


    Empfehlung: sieh dich nach einem Endtopf von einem 325d / 330d um. Vielleicht vorab hier mal über die Forensuche nachschauen, was da passt, aber ich glaube, das ist schon einige Male gemacht worden. Eigentlich musst du nur auf den passenden Durchmesser am Übergang deines alten Endtopfes achten, die Befestigungspunkt sollten alle vorhanden sein oder lassen sich anpassen.
    Du kannst dann natürlich auch auf den 335d Look umbauen, aber der Aufwand ist höher.

    Eine weile hatte ich Abgastemperaturen von 200-350 °C. Dann aber sprang die Temperatur auf 650 und ging hoch bis 750 °C. Während die hohe Abgastemperatur angezeigt wurde, die für die Regeneration plausibel wäre, sprangen die Drehmomentwerte und Gegendruckwerte in den negativen Bereich. Zum Beispiel hatte ich während ich 700 °C Abgastemperatur hatte, wurden -1000Nm Drehmoment angezeigt und der Gegendruck war auch negativ. Leider habe ich keine Werte, da sich Carly beim Loggen immer wieder verabschiedet hatte. Beim Fahren wollte ich jetzt nicht ständig am Smartphone rumtippeln, deswegen habe ich es dann gelassen.
    Ob es jetzt zur Regeneration kam oder nicht, schwer zu sagen. Beim Kaltstart und Leerlauf am nächsten Tag hatte ich wieder den Defferenzdruck von 12 welcher nach paar Minuten auf 14 gestiegen ist.

    750°C sind zu viel. Schon seltsam, dass die ECU hier nicht gegengesteuert hat. Ich hoffe mal, der DPF an sich hat nichts abbekommen. Wie geht's dem Turbo?
    Für die seltsamen Werte kann Carly an sich nichts, die liest es an sich nur aus. Wenn du die richtigen Parameter gefunden hast. Es gibt ja viele falsche.
    Schade nur, dass die App mittlerweise nicht mal mehr stabil ist. Damit hatte ich selbst auf einem Billigtablet nie Probleme, aber "dank" Zwangsupdate kann man so eine Version ja fast nicht beibehalten.

    Die seltsamen Werte und das städnige Abstürzen, lassen die App für mich nicht vertraulich erscheinen. Ich probiere es noch einmal mit Deep ODB, wenn das Kabel da ist.

    Ja, versuche es mal. Hab jetzt nochmal nachgelesen, du hängst das an ein Kabel? Ich hatte DeepOBD damals nur mit 2 verschiedenen BT-Adaptern getestet (gingen beide nicht).

    Hallo Franz, willkommen im Forum.
    Zufällig einen E91 gekauft? :D


    Hast du noch andere Probleme an der Heckklappe? Ein häufiger Schaden (der mich zwar noch nicht ereilt hat, aber schon viele hier) ist ein Kabelbaum, bei dem sich nach und nach die einzelen Adern verabschieden. Abreißen, porös werden, durchbrechen, was auch immer.
    Das hier könnte ein Vorbote davon sein.
    Von einem defekten Schloss habe ich noch nichts gelesen, aber du kannst ja mal mit der Forensuche schauen, ob du was dazu findest. Kann man natürlich auch nicht ausschließen.