Beiträge von MathMarc

    Da haben wir uns missverstanden, natürlich gibt es messtechnisch keine "maximale Cetanzahl", was ich meinte, war die vom Hersteller vorgegebene MINIMALE Cetanzahl deren Überschreitung nach meiner Ansicht nicht viel bringt, sofern der Motor technisch in Ordnung ist, man hat also nichts davon.
    Dass eine ZU schnelle Verbrennung niemals schädlich sein soll ..... eine gewagte Hypothese, denn auch der Verbrennungsvorgang im Dieselmotor muss genau zu DEM Zeitpunkt erfolgen, den der Konstrukteur vorgesehen hat, heute spritzt man ja sogar mehrfach während einer "Einspritzungsphase" ein, man ist da inzwischen bei 7 maligem, unterschiedlich starkem Einspritzen noch während die Verbrennung läuft, damit dieser Vorgang möglichst gleichförmig, sozusagen "nacheinander" und damit motorschonend abläuft, außerdem, und das ist der Hauptgrund, kann man auf diese Weise mehr Leistung aus gleicher Kraftstoffmenge herausholen, weil die Verbrennung effizienter stattfindet.

    Was soll denn eine zu schnelle Verbrennung sein? Das Hauptaugenmerk bei den immer höheren Einspritzdrücken und den damit immer kleiner werdenden Kraftstofftropfen ist doch, die so komplett wie möglich zu verbrennen. Und im Sinne einer maximalen Kraftstoffausnutzung eben auch so schnell wie möglich. Der Konstrukteur legt ja nicht die Geschwindkeit fest, sondern den Beginn. Er braucht nur eine minimale Geschwindigkeit, damit das überhaupt funktioniert! Unmittelbar nach dem Beginn der Einspritzung beginnt die Verbrennung - immer, da ändert sich nicht viel. Nur wird die Verbrennung schneller abgeschlossen, mit einer höheren Temperatur ablaufen, mehr Druck bringen usw.
    An der Stelle hat AU schon Vorteile, auch wenn sie vielleicht sehr klein sind. Das ist ja auch beim Ausdrehen zu spüren - ob das nun sinnvoll ist oder nicht.


    Dieses Mehrfacheinspitzen bedingt nun aber, dass die Verbrennung genau zu DEM Zeitpunkt einsetzen muss, den der Konstrukteur dafür vorgesehen hat, sie darf weder später noch früher beginnen, ansonsten geriete die sehr fein ausgeklügelte getaktete Einspritzung außer Takt.

    Ja, und darauf hat ja diese Verbrennungsgeschwindgkeit keinen Einfluss. Gut - wenn wir von völlig anderen Kraftstoffen ausgehen, die eine (rein hypothetische) Cetanzahl von 200 hätten - dann müsste man das neu bewerten. Aber mit AU, in der Realität - forget it.



    Da die Konstrukteure der Motoren natürlich wissen, dass die Cetanzahl schwankt, werden die Motoren wohl darauf sozusagen "breitbandig" ausgelegt sein, sie müssen also sowohl mit wenig Cetan als auch mit 60 Cetan auskommen, was jedoch nahelegt, dass, sofern dieser Rahmen eingehalten wird, sich KEINERLEI Vorteile ergeben KÖNNEN.

    Falsch. Wie oben gesagt, ändert sich am Zeitpunkt des Verbrennungsbeginns nichts, nur an der Dauer. Je früher fertig, umso mehr Verbrennungsdruck, weil der Raum über den Kolben eben noch minimal ist. That's it. Es gibt natürlich noch das andere Extrem, eine besonders niedrige Cetanzahl. Die Verbrennung dauert länger und verschiebt sich mehr in die "Expansionsphase" des Zylinders, d.h., noch während der Druck durch die Verbrennung aufgebaut werden soll, bewegt sich der Kolben schon nach unten - und der Druckaufbau kann nicht wirken, weil der Platz ja immer größer wird. Du bekommst weniger Leistung, und gibst mehr Gas (= erhöhst die Einspritzmenge) -> ergo erhöht sich zwangsläufig der Verbrauch. Nach oben legt die niedrige Verbrennungsgeschwindigkeit den Diesel immer an die Leine. Selbst Rennmotoren (Audi ... le Mans) drehen kaum bis 6000 rpm. Benziner in der Größenordung schaffen 8000 oder mehr. Und denen kommen die Massenkräfte dazwischen, nicht die Brenngeschwindigkeiten. Formel 1 -> 18000 rpm. Mit einem Diesel undenkbar.


    Der einzige Dieselmotor, der (meines Wissens nach) überhaupt den Druckverlauf live messen kann, ist die B-Baureihe (B37/47/57). Dort könnte (!) die ECU darauf reagieren und dem Effekt z.B. durch Rücknahme der Einspritzmenge entgegenwirken und so effektiv Kraftstoff auch auf der Rolle sparen. Ob man das tut - keine Ahnung.


    Sollte der Ultimate Diesel wirklich für eine eher einsetzende Verbrennung sorgen, würdest du mit diesem Sprit nicht mal eine Tankfüllen lang fahren können bevor dir dein Motor verreckt, aber lange vorher wirst du den Motor selber entnervt abgestellt haben, weil der plötzlich keine Leistung mehr hat und gar sehr laut wird.

    Das wäre das berühmte "klopfen". Das findet ja nicht statt, s.o.


    Ich würde den Motor (M52?) jetzt aber auch nicht mit einem modernen direkteinspritzenden Benziner vergleichen. Und war der M52 von Werk aus auf 98 Oktan optimiert? Wie es ja bei den neueren der Fall zu sein scheint?

    Ja, ich glaube, es war ein M52. Will das gerade nicht nachsehen ;)


    Ich glaube auch, dass er auf 95 Oktan ausgelegt war.Die Aussage hier war aber auch,
    1) dass es auch bei diesen Motoren was bringen soll -> wollte ich nachweisen, konnte ich aber nicht
    2) dass die Motoren im E9x generell auf 98 Okt. ausgelegt sind -> das wurde widerlegt mit Bildbeweis. ;)

    Aus meiner Erfahrung (für SEAT, nicht für BMW, aber das tut wenig zu Sache) und den Erfahrungen hier aus dem Forum passen Nachbauteile nur sehr selten. Ich habe sowas mal in einer Nacht- und Nebelaktion an einen Ibiza drangewürgt, und das sieht man auf 2 Km Entfernung - was bei dem Auto aber auch egal ist...
    Das hat wenig mit dem Händler zu tun, da es eben nur Händler sind, und keine Hersteller. Die verkaufen, was sie gerade da haben.


    Ich hatte mal einen Frontschaden und mir eine gebrauchte originale Frontschütze beschafft.

    Respekt, dass die Kiste geradeaus läuft! Das hätte ich bei diesen Werten nicht erwartet... zwei Möglichkeiten:
    1) alles so lassen
    2) richtig einstellen lassen. Dazu würde ich mir aber auch vorher die Gängigkeit / Verstellbarkeit der Exzenterschrauben an der HA ansehen. Wenn die in den Bummibuchsen festgerostet sind, geht ein wilder Tanz los. Das ist kein Spaß, die rauszubekommen.

    Ich habe heute meinen e91 Kombi Bj.2006 zurückbekommen. Heckklappe wurde von BMW ohne jegliches Problem auf Rostschutzgarantie komplett ausgetascht. Vielen Dank an den Freundlichen in MIL! :):):)

    Einen 2006er? Jetzt noch? 8o
    Erzähl mal mehr zu deinem Auto... Laufleistung, noch im BMW Service, oder generell zum Thema "scheckheftgepflegt" und wo ist diese Werkstatt... das wird wohl sehr unterschiedlich gehandhabt!
    MIL = Miltenberg?

    Crazy. :D
    Respekt vor deinem KnowHow, aber mal eine Frage: wozu das alles? Ich meine... ich nähere mich meinem Auto bis auf 0m, bevor ich einsteige, und ich bin anfangs auch 0m weg, wenn ich es abschließe, dann guck ich nach 10m noch nicht mal, ob das jetzt noch ginge....? ?(


    Wie hast du die neue Antenne jetzt verlegt? Das habe ich noch nicht ganz verstanden.

    Da stellen sich mir zwei Fragen:
    Erstens, wenn so ein Diesel für eine bestimmte maximale Cetanzahl konzipiert wurde, sollte doch der Verbrennungsvorgang so abgestimmt sein, dass dabei dann "alles stimmt", wenn man jetzt die maximale Cetanzahl durch Verwendung von Aral Ultimate auf 60 erhöht, kann es da nicht sein, dass dadurch der Verbrennungsvorgang im Motor ZU schnell erfolgt und dadurch etwa langfristige Folgeschäden auftreten?

    Du hast das falsch verstanden - du lässt dich von den Zahlen irritieren! Je höher die Cetanzahl, um so zündwilliger -> gut. Je höher die Oktanzahl -> um so klopffester -> gut. Die grundsätzliche Anforderung an den Sprit ist "umgekehrt": Klopffestigkeit <-> Zündwilligkeit.


    Es gibt keine maximale Cetanzahl, es gibt nur eine minimale Cetanzahl! Es ist grundsätzlich vorteilhaft, den Sprit so schnell es nur geht zu verbrennen. Schäden sind dabei nicht zu erwarten, allenfalls an den Ohren, da das Verbrennungsgeräusch natürlich etwas härter, nagelnder wäre.


    Zweitens bewegt sich so ein Turbo-Dieselmotor kaum jemals in Drehzahlbereichen jenseits der 4.000 Touren, selbst mein 520d kommt da nur hin, wenn ich auf der Autobahn deutlich mehr als 180 fahre, was ja nur äußerst selten der Fall ist (im Ausland sowieso nie, bei uns wegen der Verkehrssituation nur gelegentlich für sehr kurze Zeit möglich, falls man sich gerade auf einem noch unlimitierten Teilstück der Autobahn befindet, was immer seltener der Fall ist). Beim Beschleunigen schaltet die Automatik weit vorher, es sei denn, man wählt die Gänge manuell oder macht Kickdown und beim Handschalter wird ja auch meist viel früher geschaltet, weil der Turbo-Diesel ja seine Stärke gerade in den eher unteren Drehzahlbereichen hat, man kommt schneller voran, wenn man schaltet und den "Bumms" ausnutzt als wenn man ihn bis zum Begrenzer drehen lässt und erst dann schaltet.

    "Kaum jemals" ist so ein Begriff, dessen Gültigkeit vom Fahrer abhängt. ;) Wenn ich auf der Autobahnauffahrt "durchlade", bekomme ich mehrmals hintereinander Drehzahlen über 4000 rpm hin. Und es gibt auch Teilstücke auf deutschen Autobahnen, wo ich das im 6. Gang noch schaffe... allerdings wie gesagt, kommt das nur sehr, sehr selten vor. Mit einem 520d wäre das bei mir aber öfter der Fall als mit dem 330d - das ist eine ganz indiviuelle Angelegenheit. Die meisten Leute schalten vorher, weil "eh nichts mehr kommt". Diese Grenze kann AU etwas verschieben. Wenn man es aber überhaupt nicht braucht - dann braucht man es halt nicht. Für den 520d kann ich nicht sprechen, aber beim 330d ist es nach der Pubertät im Alltagsverkehr wirklich vernachlässigbar. ;)



    Was nützt da also eine so hohe, sehr teuer erkaufte Cetanzahl, wenn sie nur wirkt bei Drehzahlen jenseits 4.000 Touren, die man kaum jemals benutzt?

    Du hast es ja schon richtig zusammengefasst: je weniger man diese Drehzahlen braucht, umso weniger nutzt einem diese höhere Cetanzahl etwas. Theoretisch spart man noch etwas Sprit, aber das hängt dann auch wieder vom üblichen Drehzahlniveau ab und ist kaum sicher zu messen... das kann nicht der Grund sein, inzwischen +18 Ct. zu zahlen. Da muss man sich einen anderen Grund suchen.



    Die mögliche Mehrbelastung des Motors durch die höhere Belastung durch die viel früher erfolgte Verbrennung lassen wir mal außen vor, ich glaube nicht, dass das eine Rolle spielen könnte, vor allem vor dem Hintergrund, dass viele ihre Diesel tunen (Chiptuning) und damit dann auch noch sehr lange störungsfrei damit fahren.

    Die höhere Belastung durch AU (zumindest im Bereich der Verbrennung, Schmierung ist ein anderes Thema) würde ich mal als "praktisch nicht existent" beschreiben. Chiptuning muss man gesondert betrachten. Ein gut gemachtes (und damit fast nicht existentes) Chiptuning hat auf die Lebensdauer keinen relevanten Einfluss, solange man es mit Bedacht einsetzt und die Peripherie mitentwickelt (Kühlung z.B. - was ja kaum jemand tut). Was üblicherweise verkauft wird, hat bei häufiger Nutzung allerdings einen Einfluß - unabhängig vom Sprit. Die BMW Motoren sind an der Stelle äußerst robust und stecken eine Menge weg, bis es Ärger gibt.Diesen Umstand verkaufen die sogen. Tuner dann als ihre Kompetenz, obwohl sie sich nur auf den von BMW (und einigen anderen OEMs) hineinkonstruierten Sicherheits/Leistungsreserven ausruhen.




    Wie bereits geschrieben, entspricht das nicht meiner Erfahrung. Aber sei's drum.

    Ich hatte mal so einen 95/98 Versuch an meinem E36 323i, und konnte rein gar nichts feststellen. Da mag es sein, dass andere Faktoren in das "Erlebnis" mit einfließen, als die Klopffestigkeit. Vielleicht gibt es bei den Spritsorten noch andere Unterschiede.



    Da die maximale Leistung bei den meisten E60/E90 Dieselmotoren liegt trotzdem erst bei 4000u/min an.

    Das ist so richtig wie irrelevant. Die maximale Leistung ist - gerade bei einem Turbodiesel - im Alltag einfach nicht der Faktor, der die Nutzbarkeit beschreibt, eben weil die Leistung nur bei 4000 rpm anliegt. Viel wichtiger ist das Drehmoment. Das brauchst du ständig. Ginge es um die maximale Beschleunigung, hättest du recht, aber wer dreht denn im Alltag (!) seinen Diesel ständig aus oder hält ihn auf Drehzahlen um die 4000 rpm? Fast niemand. Dafür ist eigentlich vorher immer schon genug Musik, und anders ist ein Diesel weder wirtschaftlich noch dauerhaltbar zu betreiben. ;)



    Das enthaltene hydrierte Pflanzenöl (HVO) in Ultimate Diesel verbrennt deutlich sauberer als herkömmlicher Biodiesel (FAME).
    Es ist also durchaus möglich, dass Ultimate Diesel zu weniger Regenerationszyklen usw. führt.

    Richtig. Wir reden bei FAME aber von einem Anteil von maximal 7%. Der Einfluss auf die Rußentwicklung ist daher bestimmt messbar, aber für den Regenerationszyklus sind auch noch andere Faktoren wichtig, zum Beispiel die kontinuierliche Umsetzungsrate im Betrieb. Wenn du z.B. einen großen Langstreckenanteil mit mittlerer oder höherer Last hast, ist die Temperatur im DPF hoch genug, um kontinuierlich Ruß in Asche umzusetzen. Der Regenerationszykus wird ein ganz anderer sein als wenn der DPF immer kalt ist. Ich warte noch auf wirklich belastbare Daten, wie das aussieht. Eigentlich müsste jemand dafür mindestens 2x 1 Jahr die gleiche Strecke fahren und jeder Regeneration mitloggen - und jede gestartete Regeneration auch zu Ende bringen, wenn sie kommt. Dann könnte man es vergleichen, sonst ist es Augenwischerei.



    In Zeiten, in denen jährlich Smartphones für 1000€ gekauft werden, halte ich es weniger verwerflich ein paar Euro in einen Premium-Diesel zu stecken. (auch wenn ich es meinem Kombi nicht gönne :D)

    Absolut! Immerhin schädigt man im schlimmsten Fall den eigenen Geldbeutel und macht Aral und den Finanzminister (und im extremsten Fall die Werkstatt) reicher. Von daher würde ich auch nie sagen "tankt das nicht", sondern nur "glaubt nicht an Wunder".


    Ein Smartphone für 1000 Euro würde ich aus so vielen Gründen nicht kaufen, dass ich hier gar nicht anfange,die aufzuzählen.

    Ich hab das Problem ja erst seitdem die neuen Gummis aufgezogen wurden, vorher bin ich die Felgen bloß mit runflats gefahren und da hatte ich das Problem ja nicht... kann es sein das ne Felge beim abziehen der runflats etwas abbekommen haben ?

    Wenn ich das richtig gelesen habe, hattest du ja trotzdem im nachhinein verschiedene Räder/ Reifen probiert. Darunter werden auch welche gewesen sein, die du zuvor schon gefahren bist, oder?
    Die Felgen sind die gleichen wie vorher, richtig? Das Abziehen von RunFlat Reifen ist zwar schon Hardcore, aber eine Felge hält das eigentlich schon aus.
    Wenn also verschiedene Reifen/Felgen, die bisher funktioniert haben, nun plötzlich nicht mehr funktionieren, würde ich dort im Moment mal nicht suchen. Du kannst das natürlich versuchen. Das kostet halt einen Satz RunFlat Reifen...


    Vielleicht ist bei der Montage am Fahrzeug was beschädigt worden.
    Ich habe gestern gehört... da ist ein Freund eine Freundes zu einem Reifendienst gefahren, die haben die Radbolzen derartig schief reingedreht, dass sie sie nicht mehr rausbekommen haben (gemerkt hat er das nur, weil das Rad auf der Autobahn vibriert/gewackelt hat). Die mussten die Felge runterschneiden. Das ist kein Scherz.
    Daher auch mal am Auto nachsehen.