Beiträge von MathMarc

    Ich sehe da eigentlich nur 2 Möglichkeiten:


    - Diffdrucksensor defekt -> wenn möglich, mal mit einem anderen Auto tauschen
    - DPF zu.


    Der ganze Rotz taugt nix. Wenn man schon überlegt, einen 286PS Diesel für die Langstrecke nicht zu nutzen und lieber was anderes zu fahren, muss man die Sinnhaftigkeit doch mal in Frage stellen.

    Lt. auslesen sollte er bei dem Intervall von 432km sein. Aber tatsächlich habe ich die Regenerationen in viel kürzeren Abständen, jedenfalls gefühlt. Beim Automatik merkt man ja sofort, wenn er in den Modus wechselt. Zieht die Gänge weiter hoch, Motorklang ganz anders.


    Jetzt nach der 2ten Reinigung auch immer sehr kurze Abstände, je nachdem sogar zwischen 50 und 100 km und das kann und darf definitiv nicht.


    Bei normaler Fahrweise ist dieser Intervall ausgeschlossen.
    Kannst du mal ein Log machen? Wie sehen denn die Differenzdrücke bei normaler Fahrt aus?

    Also Reserven hätte ich noch. Was mich an der Ausstattung stört: Keine Sitzheizung (zumindest sehe ich keine Knöpfe) und kein Xenon. Aber Abstriche muss man halt immer machen.

    Sitzheizung ist prinzipiell nachrüstbar, aber auch nicht sooo dringlich, solange man kein Leder hat. Xenon nachzurüsten verbietet sich hier preislich. Trotzdem der Tipp: wenn du eine Ausstattung wirklich vermisst, such ein Auto das es hat, sonst wirst du nicht glücklich. Sachen, die leicht nachrüstbar sind, natürlich ausgenommen.


    Fahrwerkskomponenten könnte ich alle in Eigenregie tauschen.

    Ich sage es nur, weil das mehr Arbeit sein kann, als man sich vorstellt. Es ist eben mehr als nur die Dämpfer, und mitunter kann das mal häßlich werden. Ich habe mich erst mit dem Schweißbrenner an meinem Auto vergriffen, weil ein paar Schrauben einfach nicht mehr rauswollten. Ich habe gewonnen, aber Stress und Zeitaufwand war es.


    Ist der hier verbaute Motor eigentlich auch von Steuerkettenproblemen betroffen?

    An sich nicht. Aber irgendwann ist jeder Motor davon betroffen. Um nicht alles nochmal zuschreiben, ein paar Ausführungen hier: Steuerkette selbst reparieren 330d
    Ist zwar der alte Motor, am Prinzip ändert das aber nichts.


    Laut Verkäufer hat er den Turbo tauschen lassen, da ihm seine freie Werkstatt dazu geraten hat, da es sonst laut deren Aussage irgendwann mal zu Folgeschäden kommen könnte. Er lief aber auch mit dem alten Turbo noch gut.

    Wie kommt die Werkstatt denn zu dieser Aussage? Wenn ein Turbo auseinanderfliegt, kann das durchaus Folgeschäden haben. Aber da kann man doch nicht sagen "jetzt läuft er noch gut, aber bald..." Für diese Aussage muss es ja Symtome gegeben haben. Und nochmal: ein Turbolader ist kein Verschleißteil, das ist Quatsch. Wenn man den anständig behandelt und der trotzdem kaputt geht, muss man in seiner Umgebung nach dem Fehler suchen, sonst ruiniert man direkt den nächsten. Hier würde ich wirklich nachhaken. Wenn es der DPF war und das mit der Reinigung erledigt ist - ok. Ansonsten lieber 2x hinsehen und fragen. DPF und Turbo ersetzen sind deutlich über 3k€, da vergeht einem schon mal der Spaß am Auto.*


    Ich tu mich echt schwer, eine Entscheidung zu treffen. Fahrzeug steht ca. 100k entfernt und ich weis nicht, ob ich ihn anschauen soll.

    100km würde mich jetzt nicht aufhalten. 500km wäre was anderes ;)


    Was wäre denn ein guter Preis?

    Der Preis ist garnicht soo schlecht. Aber da er Verhandlungsbereitschaft siganlisiert, sollte man das Auto auch für 7,5k€ bekommen können. Weniger schafft hier noch etwas Luft für Investitionen.


    Klingt nicht schlecht.
    Zur Ausstattung sage ich nichts - die muss dir gefallen.
    Folgende Themen würde ich mir ansehen/ansprechen:


    - regelmäßige Wartung: wie gesagt, die BMW-Vorgaben sollten nicht überschritten werden, ich persönlich würde einen kürzeren Intervall empfehlen
    - Turboladerschaden: hat fast immer eine externe Ursache oder ist misshandlelt worden (nicht kaltgefahren, DPF zu, schlechtes Öl oder zu lange drin, Dieseleintrag, etc)
    - DPF: wer hat das gemacht? Garantie auf diese Arbeit? Die Reinigung ist mitunter ein Glücksspiel.
    - Rost an der Heckklappe? Ist beim Touring ein Thema -> Forensuche. Wenn Scheckheft durchgestempelt ist, geht aber oft noch was mit Kulanz.


    Ansonsten, halt mal fahren und sehen was das Fahrwerk macht (ist da schon mal was getauscht worden?), der muss auch bei höheren Geschwindigkeit ruhig geradeaus laufen.


    Wenn das alles passt, noch ein paar Euro handeln. Dann kann das schon passen.


    Aber dran denken: an ein Auto kann immer was kommen, hier stehen rein von der Laufleistung schon ein paar Sachen an. Das wird über die Zeit etwas Geld kosten. Nicht auf den letzten Drücker kaufen. Etwas an Rücklagen wirst du brauchen. Das ist unvermeidlich.


    Danke schonmal für die Antwort.


    xDrive brauch ich eigentlich nicht unbedingt. Ich wohne zwar am Rande der schwäbischen Alb und falls es doch mal wieder Schnee geben sollte, wäre es ein nettes Feature. Aber der 330d den ich im Auge habe, hat diese Ausstattung halt und wirkt vom Preis her echt super (ca. 8000Euro). Aber wie gesagt, muss nicht nicht sein.


    8k€ könnte einen Blick auf die Details wert sein. Wenn er xDrive hat und es dich nicht stört, hat er es halt. In der schwäb. Alp könnte es ggf. sogar mal hilfreich sein, auch wenn sicher nicht unentbehrlich ist.
    Wie gesagt, stelle das Auto doch mal vor, Fahrgestellnummer (damit kann man einiges machen), Bilder wären auch nicht schlecht. Oder die Anzeige, wo du es gesehen hast.

    Da sind ein paar gute Argumente dabei. Biodiesel... was man damit einmal gewonnen hat, frage ich mich nach wie vor.

    Nichts. Das ist ein ökologisches Feigenblatt, dass sich Amateure ohne das Hirn einzuschalten (oft eine gute Umschreibung für Politiker) ausgedacht haben. Man hätte ja auch mal Fachleute fragen können statt Lobbyisten, aber die zahlen nichts... Die ökologische Bilanz ist schlimmer als bei Diesel aus Erdöl. Allerdings schmiert es besser - gut für die HDP. Nur, das ginge notfalls auch anders.

    Dass das Öl mal überfüllt war habe ich allerdings bisher noch nicht erlebt. Peilstab und Anzeige bleiben da, wo sie direkt nach dem Service auch stehen.

    Schwer zu sagen. zum einen kann es ja einen gewissen Verbrauch geben, 5% (Biodieselanteil) entsprechen bei 7,5L gerade mal 375ml. Sowas kann ein Motor auf 15 oder 20tkm gerne mal verbrauchen. Dann gibt es natürlich immer Meßfehler. Der Motor ist kalt oder warm, steht lange oder gerade erst, mal etwas nach vorne geneigt oder nach hinten... da kommen auch schnell mal 100 oder 200ml Toleranz raus. Dann muss man ja auch noch richtig ablesen - keine Unterstellung. Es gibt bei Öl eben am Meßstab keine harte Grenze (schwarz/weiß), da muss mal etwas interpretieren, das macht ja auch ein paar ml aus.
    Optimalfall natürlich, der Motor verbraucht kein Öl und lagert auf Langstrecke kaum Biodiesel ein.

    Im Prinzip ist ja alles schon geschrieben worden - im großen Ölthread, und zum Teil jetzt auch hier.
    Ich bin auch niemand, der aus purer Langeweile Teile am Auto wechselt. Nur halte ich lieber instand als zu reparieren.
    Richtig ist auch, Altöl muss aufbereitet werden,damit man den Schaden für die Umwelt begrenzen kann, und frisches Öl muss raffiniert werden, usw. - für die Umwelt ist das alles nicht so toll.
    Aber was kostet es die Umwelt, wenn man einen neuen Motor aufbauen muss? Da steckt auch eine Menge Energie und Chemie drin. Von den Kosten rede ich garnicht erst.


    Zu den Kosten für den Wechsel: ich habe auch bei den Niederlassungen das Öl mitgebracht. Lange Zeit das originale BMW Quality, aber in 0W40, was die Werkstätten nicht hatten. Da war auch deren Argumentationskette so kurz, dass der Werkstattmeister nicht mal Luft geholt hat.
    Wenn ich kein Vertrauen zu einer Werkstatt habe, fahre ich da nicht mehr hin. Die nächstgelegene NL sieht mein Auto auf dem Parkplatz vor dem Teiledienst - das war's. Wenn ich meine Kiste zur Wartung gebracht habe, bin ich einen Weg 40km gefahren. Die waren aber sauber. Inzwischen ist die Kiste aus der Scheckheftwartung raus, und meine freie Werkstatt erledigt das, oder ich erledige das dort - ich habe dort gelernt, als das noch eine VW-Werkstatt war.
    Ansonsten kann man sich bei ATU auch daneben stellen, ich habe das schon gemacht. Die sagen da nix. PtStop wollte das nicht "Sie stellen das Auto morgens hin und können es abends wieder abholen. Bei BMW können Sie auch nicht zugucken". Doch, ich kann. Mein Auto. Da kann ich einfach alles. Tschüß.


    Ölkosten sind an der Stelle auch kein Argument mehr, Markenöle sind ab 7,- den Liter zu bekommen, für 8 Liter Öl mit Filter sind das keine 60,- Euro. Vergleich mit den 1500 Euro Reparaturkosten: das sind 1500/60 = 25 Ölwelchsel, also 375tkm zusätzliche Km Laufleistung. Wenn man jedes Mal 25€ in die Arbeit von ATU steckt und die 30 Minuten die das dauert, verschiebt sich das etwas, aber ändert nichts an der Aussage an sich.


    Ölfilter:
    diese tollen Filter "kenne" ich. Kann sein, dass die Schwebestoffe aus dem Öl zu bekommen sind. Es wird auch bei einem Standardfilter nicht schaden, wenn man den nach 15tkm welchelt und das Öl drin lässt - suboptimal, aber besser als nix.


    Wir haben aber andere Probleme.
    Ölverdünnung:
    durch Dieselkraftstoff, das Zeug wird permanent eingetragen, besonders bei kaltem Motor und bei jeder Reg., wenn übermäßig viel Kraftstoff zur Verfügung steht und sich an der Zylinderwand absetzt. Dieselenthält (mit der einzigen Ausnahme Aral Ulitmate, mWn) immer 5 - 7% Biodiesel. Der normale Diesel gast schon schlecht aus, Biodiesel bleibt drin. Das Zeug bekommst du nicht mehr raus, und es schmiert schlecht.
    Ich hatte mal Elternzeit gemacht, 9 Wo nur Kindergrippe und zurück -> 250km in dieser Zeit. Anschließend wieder einige Wochen Langstrecke zur Arbeit, dann Ölanalyse. Ergebnis: bitte wegen zu hohem Anteil an Biodiesel (es war fast kein normaler Diesel mehr im Öl!) bitte sofort wechseln! Laufleistung: 15tkm. Das Öl war aber bis zum Ergebnis eh schon draußen.


    Schmutzhaltevermögen:
    ist hier auch schon angesprochen worden. Irgendwann kann das Öl den ganzen Dreck (hauptsächlich Verbrennungsrückstände wie Ruß, aber auch überhitzte Bestandteiles des Öls selbst) nicht mehr in der Schwebe halten - die setzen sich dann ab. Die sich bildende Schicht (irgendwann: Kruste) eignet sich für die Teile nicht zum darüber gleiten. Wenn das auf der Gleitschiene der Kette (oder an der Kette selbst) passiert, erhöht das eben die Zugspannung auf die Kette.


    Aufzehren der alkalischen Reserve:
    für mich eines der kritischsten Probleme. Durch die Verbrennung geraten ständig Säuren in das Öl. Dieses ist alkalisch, um diese Säuren zu neutralisieren. Irgendwann kann das Öl das aber nicht mehr, ab dann wird die Suppe sauer.
    Was machen Metalle, die mit Säuren in Kontakt kommen? Richtig: sie korrodieren. Bei Stahl nennt man das "rosten".
    Muss ich beschreiben, wie sich schon kleinste Querschnittsveränderungen und Kerben (Rostpünktchen) auf diese Uhrmacherketten auswirken? Ich denke, das kann sich jeder vorstellen, wenn man an den Threadtitel denkt.


    Dass alte Autos an der Stelle unendfindlicher sind, hat sicher auch Ursachen.
    Zum einen sind die autos früher von Ingenieuren konstruiert worden, und nicht von Rotstiftakrobaten ("Controller"). Da kamen noch Ketten in den Motor, nicht Kettchen.
    Dann waren die Wechselintervalle generell kürzer, dazu hat keiner was gesagt, weil es normal war. Der LL Service ist ja auch nicht Ingenieuren eingefallen, sondern den Leuten, die Flottenservice machen - die wollen den Kunden minimale Wartungskosten verkaufen.
    Und natürlich: wenn ein Motor das Öl wegschlüft wie der Mini von radical,schüttet man frisches nach, das ist auf jeden Fall eine Hilfe.

    Hallo Matthias, willkommen an Bord.


    Ich versuche das jetzt so knapp wie möglich zu halten und würde dich bitte, für vertiefte Recherchen die Forensuche zu benutzen, weil deine Fragen alle schon vielfach diskutiert wurden - besonders die nach den typischen Schwachstellen.


    Der N57 ist im Grunde ein sehr robuster Motor, aber unzerstörbar ist er nicht.
    Probleme mit unrundem Leerlauf rühren z.B. oft von Verschmutzungen im Ansaugtrakt - > suche nach Walnutblasting
    Glühkerzen und deren Steuergeräte kommen auch immer mal vor, aber alles nicht so wild.
    Wie gesagt: bitte die entsprechenden Threads in aller Ruhe lesen.


    xDrive: wohnst du im Alpenvorland, ziehst du einen schweren Anhänger oder fahrst du 0 - 100km/h Rennen? Dann xDrive nehmen. Im Alltag wird der Hecktriebler beim beherzten Leistungseinsatz (aus der Kurve raus, z.B.) mal etwas leicht, lässt sich aber gut kontrollieren und macht eigentlich auch mehr Spaß als der Allradler, der stärker über die Vorderachse schiebt. Wer mehr der Cruiser ist, braucht keinen xDrive, der kommt mit anständigen Winterreifen durch unsere Winter eigentlich immer durch.
    Wenn es trotzdem xDrive sein soll:
    - lieber auf Mischbereifung verzichten
    - Ölwechsel des VTG (Verteilergetriebe) alle 80 - 100tkm ins Auge fassen, das Ding braucht das und ist bei Defekt nicht ganz billig.


    Laufleistung:
    210tkm sind für den Motor nicht tragisch - penible Wartung vorausgesetzt. Das strikte Einhalten der BMW Wartungsvorschrift (max 2 Jahre, max 30tkm) ist hier das absolute Minimum, früher ist besser!
    Den Tausch der Turboladers sehe ich hier kritisch, da muss was vorgelegen haben, vielleicht war der DPF zu. Der wurde gereinigt, da kann man nur hoffen, dass das auch geklappt hat.


    Ansonsten steht bei der Laufleistung eine Revision des Fahrwerkes an, falls das noch nicht gemacht wurde, und damit meine ich nicht nur (aber auch) Stoßdämpfer, sondern auch diverse Lenker.


    Je nach Kaufpreis kann man das aber machen, vielleicht stellst du das Auto mal im Detail vor.