Du hast ja Recht mit dem, was Du schreibst. Aber die Konsequenz darf doch nicht sein, dass man alles so lässt, wie es ist!? Im Gegenteil. Man sollte an allen Ecken anpacken. Dass man Heizungen nicht von jetzt auf gleich verbieten kann, ist Dir natürlich bewusst.
Man kann aber Autos von jetzt auf gleich verbieten. Ich verstehe nicht, was der Unterschied ist. Natürlich muss man was machen. Aber man tut ja nichts, man tut nur so als ob. Es wird sich nichts ändern, das ist der Punkt.
Das, was man macht, ist sogar völlig sinnfrei, weil es nicht das reduziert, was reduziert werden müsste.
Dass der jetzige Zustand von der Politik so gewollt war und jahrelang gefördert wurde, steht ja außer Frage. Auch dass der "kleine Mann" jetzt die Zeche zahlen darf.
Benziner sind im Moment noch nicht so ein großes Problem, wie die Diesel. Das liegt einfach daran, weil die Anzahl der DI-Benziner im Verhältnis gering ist. Aber auch das ist von der Politik forciert worden. Wenn es die CO2 Grenzwerte nicht gäbe, gäbe es vermutlich auch keine DI-Benziner.
Und natürlich sollten die Benziner, die die Grenzwerte (der Diesel) nicht einhalten, genauso aus der Innenstadt raus, wie die Diesel. Da gibt es doch nichts zu diskutieren!
Wo sind denn die Fahrverbote für die DI-Benziner? Die gibt es nicht. Die werden jetzt mehr werden. Das ist auch hier in dieser Diskussion so: der TE beabsichtigt, einen Benziner zu kaufen. Im Falle eines F30 320i wäre es ein DI-Benziner, ohne DPF. Das ergibt überhaupt keine Einsparungen bei den Feinstaubemissionen. NULL. Vermutlich ist das Gegenteil der Fall.
Die Politik hat das übrigens nicht so gewollt, die Politik ist einfach nur unfähig und hört genau zu, was die Autolobby ihr flüstert. Da habe da erst vorgestern wieder einen netten Beitrag zum Thema Elektroauto gesehen.
Noch einmal zur Belastung. Meiner Ansicht nach gibt es durchaus eine Quelle, die lokal gesehen in den großen Innenstädten einen großen Teil ausmacht. Die Belastung an einer viel befahrenen Hauptverkehrsstraße ist sicherlich höher, als auf dem platten Land in München. Und wenn man dann die Fahrzeuge dort weg bekommt, wird sich das auch auswirken. Nicht auf dem platten Land, logisch.
Ja, aber nur, wenn man sie durch NICHTS ersetzt. Aber das tut man doch nicht, man ersetzt sie durch etwas anderes. Und nicht vergessen: der GESAMTanteil des Verkehrs ist 18%. Soll heißen: wenn plötzlich alle Leute, die heute mit dem Individualverkehr in die Stadt kommen, auf Schuhe (und ggf. auf ÖPNV) umstellen könnte, sinkt die Feinstaubbelastung auf 82% des heutigen Standes. Das ist zum einen nicht geplant, und andererseits auch völlig illusiorisch, da dieses Verbot teilweise auch den ÖPNV und Behördenfahrzeuge, Polizei, Feuerwehr, Krankenwagen, Stadtreinigung, Dieselbusse, usw. betreffen MÜSSTE. Das wird nie passieren, weil ja gar kein Geld da ist, um diese Fahrzeuge durchweg auszutauschen. Und selbst der Austausch würde nichts nutzen, weil ja - wie schon gesagt wurde - der Feinstaub nicht nur vom Motor, sondern auch vom Reifenabtrieb und den Bremsen kommt. Was willst du dagegen machen? Der Feuerwehr Eimer geben? Der Polizei Pferde? Die 18% sind nicht zu schaffen, das ist die Wahrheit. Dafür muss man Industrie und Hausbrand mit ins Boot holen, vorher wird das nichts. Und auch dann muss man sich noch überlegen, was man eigentlich reduzieren will.
Wehren könnten wir uns übrigens durchaus. Wenn es genügend Proteste gibt und/oder schlicht jeder die Verbote ignoriert, wird auch die Politik reagieren. Spätestens bei der nächsten Wahl könnte man sich wehren. Nur dass das hier in DE nichts wird, dürfte uns beiden klar sein. In Frankreich würden vermutlich Autos auf der Straße brennen.
Die Autos in Frankreich brennen aus anderen Gründen. Versuche in Deutschland mal eine Demo gegen den "Umweltschutz" zu machen. Es gibt auch keine Partei, die hier mit Fakten arbeitet und auch ansonsten irgendwie wählbar wäre, weil es andere Themen gibt, die sich polemisch viel besser verarbeiten lassen. Nicht mal die Grünen in Stuttgart trauen sich an ein Thema, das den kompletten Verkehr aus der Stadt halten soll. Dann wären sie weg vom Fenster. Und wenn sie was bewirken wollten, müssten sie sich um die anderen 82% ja auch noch kümmern.
PS: Übrigens, neulich irgendwo gesehen. Zumindest Kreuzfahrtschiffe scheint man inzwischen mit Gasantrieb bauen zu wollen. Um vom Schweröl weg zu kommen.
Diesel ginge ja auch. Gas ist natürlich toll, nur nichtverwendbar in bestehenden Antrieben. Das schöne an Kreuzfahrtschiffen ist: da sitzen Leute drauf, die viel Geld für einen tollen Urlaub ausgegeben haben. Die riechen da nicht gerne faule Eier, und die sehen nicht gerne Rauchschwaden. DIE kann man sensibilisieren. Bei den tausenden Containerschiffen und Öltankern wird das ein anderer Kraftakt, da zählt nur Euro pro Tonnen-Kilometer, und da können eben weder Diesel noch Gas mithalten. Vorher bauen die wieder Segelschiffe.