Beiträge von MathMarc

    Ich wäre bei meinem Dämpfertausch fast auf das Febi Zeug reingefallen. Als die dann kamen, hatte ich ein komisches Gefühl. Da waren noch nicht mal die üblichen Markenzeichen drauf. Hab mir dann die originalen vom :) geholt und die anderen zurück geschickt. Die beste Investition die ich da machen konnte.

    So.
    Ich habe heute mal meinen inneren Schweinehund überwunden und etwas gemacht, was ich sonst nicht mache: das Lenkrad auf Anschlag gehalten.
    Das Geräusch ist leiser als bei meinem E30 (der M57 aber auch dominanter als der M20) - ganz klar eine Verbesserung gegenüber dem, was ich da früher hatte. Aber das Geräusch ist da.
    Und ich möchte festhalten: ich hatte selbst noch nie eine defekte Servopumpe. Nicht am E30 (abgemeldet, 328.000km), nicht am E38 (verkauft mit 180.000), nicht am Audi A8 (verkauft mit 130.000), nicht am E36 (verkauft mit 230.000) und am E91 auch nicht (aktuell 289.200km).
    Von daher würde ich da nach wie vor einen Zusammenhang mit der Behandlung mal nicht ausschließen.


    @ Matze: danke für die Info oben, aber die Doku wie für die 2012er Servolenkung hätte mich dennoch interessiert, um zu sehen, wie weit diese Version entwickelt war - dass da bei 14 Jahren auch sicher 2 Generationen dazwischen liegen, da sind wir uns ja wohl einig.
    Außerdem ist natürlich wichtig, was eigentlich im E90 verbaut wurde - mit bzw. auch ohne Aktivlenkung.


    @ Tukandan: wie gesagt, bei E90 ist das schwerer zu hören, da leiser, und wohl auch besser gedämmt als alte Autos. Stelle dich mal neben ein Auto aus den 90ern, lass dran drehen, das ist nicht zu überhören. Aber nicht übertreiben.
    Wenn eine Pumpe einfach so bei 100.000km stirbt, ohne dass dieser Vollanschlag vorliegt, ist es entweder ein Ausnahmefall, Fehlen von Servoöl, vielleicht zu strammer Keilriemen. Sonst wüsste ich gerade nichts.

    Du bist der Wahnsinn :nr1:


    Ein bisschen Ironie musste ja sein bezüglich Hirn einschalten :D wer viel denkt, der viel schneller müde wird im Straßenverkehr :thumbsup:
    Aber ja, man kann sich an Dinge gewöhnen, wenn man's oft tut und dann muss man gar nicht mehr darüber denken. Dafür muss man wissen, wie's richtig geht. Das mit dem Lenkrad hatte ich noch nie gehört. Ein Lob für Mitglieder, die hier lesen, denn sie werden um eine Wissensbreite reicher :juhu: Übrigens, ich glaube ich betätige beim Schalten nie die Kupplung. Jetzt verstehe ich es, warum meine Kupplung nie kaputt geht. Getriebe fängt auch langsam an zu dröhnen :D


    Ich glaube aber, dass du die Sache mit der Lenkung ziemlich ausführlich erklärt hast. Ausführlicher wäre erwünscht, aber nicht dringend notwendig. Also nicht dass du wegen mir/uns morgen noch ein paar Feinde im Ingenieurskreis machst :D


    Für noch ausführlicher musst du eine techn. Doku von ZF lesen, war eben eine verlinkt - wenn auch die falsche. ;)
    Keine Angst vor den Ingenieuren - die arbeiten für (aber nicht nur) mich, die müssen nett sein. Aber sie arbeiten eben. Das sollen sie auch, sonst wird hier ja nix fertig ;)
    Für Ironie bin ich immer zu haben, ich meine, manchen hier muss man das mal aufzeigen. An solchen Beispielen wird dann klar, worüber wir hier eigentlich reden.
    Das mit dem Lenkrad - ok, ich kann heute nicht mehr beurteilen, ob ich das in der Fahrschule oder im Ausbildungsbetrieb das erste Mal gehört habe, aber immer mal wieder - und für mich gilt aus auch noch heute, wie bei jedem anderen Aspekt, wo man ohne großen Aufwand die Technik schonen kann. Gibt auch Leute, die im stumpfen Winkel über die Bordsteinkanten schruppen. Da kann ja jetzt einer kommen, "dafür gibt es Felgenschutz an den Reifen", NEIN, eben nicht. Das macht man nicht, aus. ;)

    Der daraus folgende Druckabbau am Endanschlag schützt die Lenkungspumpe und die Len-
    kungsmechanik vor übermäßiger Belastung.


    http://www.zf.com/media/media/…f_7/zf_servotronic_de.pdf


    Offensichtlich nicht.
    Erklär du es.


    EDIT:
    Wenn du schon dabei bist, kannst du eine Dokumentation der Lenkung im E90 raussuchen, keine die 2012 vorgestellt wurde.
    Entwicklung E90 = 2000 bis 2005 (im wesentlichen).

    Es geht weniger darum voll einzuschlagen, sondern den Volleinschlag dauerhaft zu halten... ;)


    Genau darum geht es.
    Und natürlich kann 1mm am Lenkradkranz nachgeben, spätestens 5mm schafft auch ein Grobmotoriker. Korrekterweise sollte man das natürlich in Winkelgraden angeben, aber da kommt ein anderer der es nicht versteht. Also einfach den festen Griff etwas lösen, und gut is.


    Und warum?
    Stark vereinfacht: die (hydraulische) Servolenkung arbeitet ähnlich wie zwei in gegensätzliche Richtung wirkende Hydraulikzylinder. Wenn wir lenken, geben wir Druck auf eine Seite, ein Zylinder (rein sinnbildlich) fährt aus, einer fährt ein. Mit unserer Lenkgeschwindigkeit bestimmen wir den Druck, bis wir zum Anschlag kommen. Dann kann die unter maximalem Druck fördernde Pumpe den Zylinder nicht weiter ausfahren. Sie kann den Druck aber auch nicht wegnehmen, da ja weiterhin eine Auslenkung gefordert wird, weil ja das Ventil offen ist. Andererseits wird die Pumpe weiterhin vom Motor angetrieben - sie hat keine Chance, sie muss Druck aufbauen. Das würde die Pumpe in kurzer Zeit Zeit zerstören, wäre da nicht das Überdruckventil, das den Druck unter den Maximaldruck senkt, indem sie den Ölfluss zum Öltank umleiten.
    Wo ist also das Problem?
    Ganz einfach, sobald der Druck abgesunken ist, schließt das Ventil wieder. Sonst ginge es ja ständig beim Lenken auf, und die Lenkunterstützung wäre weg. Den will ich hier mal sehen, der sich das an seinem Auto wünscht...
    So. Soweit verstanden? Gut.
    Das Überdruckventil ist ziemlich schnell, das schafft mehrere Zyklen pro Sekunde, und die hört man auch. Das ist erstmal kein Problem, aber das ständige Öffnen und Schließen hat einen unangenehmen Nebeneffekt: es kommt zu Druckschwankungen und damit zu Druckspitzen in der Servopumpe, die diese langfristig zerstören.
    Was dabei jetzt im Detail draufgeht, kann ich (falls ich morgen Zeit habe) mal einen unserer Hydraulikingenieure fragen - aber eigentlich haben die besseres zu tun...


    Und den ganzen Quatsch kann man sich sparen, indem man sich etwas entkrampft und das Lenkrad etwas lockerer in der Hand hat ;)


    Achja, Software.
    Bei einer motorgetriebenen Pumpe schwierig, aber bei einer elektrisch betriebenen mit einem Endlagenschalter ggf. umsetzbar. Kostet halt Geld. An Ersatzteilen verdient man. Noch Fragen? ;)
    Zum Thema Hirn einschalten: das sollte man im Straßenverkehr an sich voraussetzen können, ansonsten bitte Bus fahren. Und viel Denkleistung erfordert die Schonung der Pumpe nicht, man tritt ja auch die Kupplung beim Schalten... :D