Sollte man eine chemische und mechanische Reinigung eigentlich wirklich 1:1 vergleichen? Ich glaube durchaus, dass gestrahlte Einlässe deutlich blanker aussehen. Die Frage ist aber ja auch, müssen sie das? Wenn der Einlass dann nach ein paar tausend km wieder so aussieht, wie direkt nach einer chemischen Reinigung, ist der Vorteil schnell wieder dahin. Bzw. merkt man ab einem gewissen Reinigungsgrad überhaupt einen Unterschied?
Nein, es geht nicht darum, dass man sich im Einlasskanal spiegeln kann. Das wäre allenfalls bei einem Formel 1 Motor ein erstrebenswerter Zustand, nicht bei unseren Brot- und Butter Motoren. Wichtig ist aber, dass der Belag weg ist, und das wird bei manchen Methoden schon angezweifelt.
Natürlich fängt direkt nach der Reinung der Verschmutzungsprozeß wieder an - was nur logisch ist, sonst wäre der Ansaugkanal auch zuvor nie verschmutzt gewesen. Wann er das Niveau der chemischen Reinigung erreicht, hängt auch davon ab, wie verschmutzt der Motor vor der Reinigung war! Bei einem fast sauberen Motor wird der Unterschied (hinsichtlich des Reinigungsergebnisses) sehr gering sein.
Und was ist mit dem Brennraum und dem Auslass? Beim Strahlen wird doch nur der Einlass behandelt, oder?
Bei der Chemiekeule doch auch. Bis die zum Auspuff kommt, ist sie (hoffentlich) längst verbrannt. Was kein Problem ist, es gibt beim Auslass - gerade beim 335i - nicht viel zu reinigen. Der Bereich wird heiz genug, um sich sauber zu halten, und da wären Ablagerungen auch nicht das Problem, das sie im Ansaugbereich sind.
[/quote]Was ist mit dem Brennraum Ansicht? Auch dort können sich, gerade im Bereich der Injektoren, doch auch Ablagerungen bilden. Da sollte die Chemie dann ja sogar im Vorteil sein!?[/quote]
Das kann passieren. Die Frage ist, ob eine Flüssigkeit, die seitlich eingespritzt wird, diese Ablagerungen beseitigen kann - zumindest während der Ansaug- und Verdichtungsphase hätte sie Zeit dazu. Wichtig sind aber die Injektorbohrungen, und die bekommt man am besten von innen sauber, also über den Weg des Kraftstoffes. Wie die ringsrum aussehen - da gibts wichtigeres.