Bitte um Hilfe: E90 330i 2005 N52 - Späne im Ölfilter

  • Hallo, ich habe einen BMW E90 330i Bj. 2005, N52 Motor.

    Er hat ca. 140 000 km runter, vermutlich viel Kurzstrecke beim Vorbesitzer. Aber unter dem Ventildeckel sieht’s noch vergleichsweise okay aus, wenig Ölschlamm. https://youtube.com/shorts/c1fQpQ6JhNQ



    Beim Ölwechsel sind mir winzige silberne Späne im Ölfilter aufgefallen. Magnetisch sind sie nicht.


    Ich habe es schon beim letzten Wechsel im Frühjahr 2025 gesehen. Da ich da ca. 5000 km vorher eine kleine späneerzeugende Reparatur hatte (Rückschlagventil per Linksdrall entfernt), habe ich es darauf geschoben. Aber jetzt, nach 12 000 weiteren Kilometern, mache ich mir Gedanken.


    Online findet man einige Berichte dazu und auch hier im Forum habe ich schon einiges gelesen, aber so richtig hat das alles mit meinen Beobachtungen nicht gepasst. Es sind vor allem feine Plättchen (eher flächig, sehr dünn).


    Die Frage ist vor allem:

    Muss ich mir da Gedanken machen?

    Ein Kumpel sagt, das ist nichts, ich soll einfach fahren. Aber ich bin echt verunsichert.

    Nun, da die nächsten kostenintensiven Reparaturen anstehen, frage ich mich, wo ich Prioritäten setzen sollte.


    Anbei ein paar Fotos der Späne. Wenn sich jemand die Zeit nehmen möchte, hier auch noch ein YouTube-Video, wo ich die Lamellen Stück für Stück betrachte und auch mal die Späne mit einer Klinge genauer betrachte. https://youtu.be/ANXCo9EvHCM

  • Grundsätzlich muss man unterscheiden von Späten, Partikel und Glitter.


    Späne, entstehen beim bohren, drehen, fräsen.

    Partikel, sieht man auf deinen Bildern.

    Glitter, ganz feine metallisch glänzende Partikel die im Öl aufschwimmen.


    So würde ich das für mich unterscheiden.




    Es können in dem Aggregat bei vielen Stellen Partikel sammeln und nicht direkt heraus gehen bei dem ersten Ölwechsel nach deiner Aktion.


    Hat z.B. mit der Dauer von Aggregat läuft bis Ölablassschraube lösen zu tun. Da die Partikel unterschiedlich lange im Öl " schweben" bis diese sich unten absetzen.


    Man müsste mindestens mal die ölwanne demontieren und diese komplett reinigen, um sicher zu gehen das diese nicht mehr verunreinigt ist und die Partikel sich ab und an von dort aus" heraus kommen".



    Das günstigste, meiner Meinung nach.

    Alle 1- 3tkm Ölwechsel mit Filterwechsel durch führen und weiter beobachten.


    Es kommt fast immer etwas mit heraus beim Wechsel.

    Zitat vom Walter:
    Driften ist die Kunst, einen instabilen Zustand stabil zu halten.

  • Vielen Dank für deine Einschätzung. Richtige Späne waren da keine und die Farbe des Öls ist auch normal.


    Da für Arbeiten an der Ölwanne wohl die Achse raus oder zumindest abgesenkt werden soll, würde ich das gerne erst mal vermeiden.


    Das mit den Ölwechseln würde ich erst mal so machen und weiter beobachten.

  • würde ich nie ohne Hebebühne oder Grube machen.

    Vergiss die Arbeit auf Böcken.

    Zeitlich ist das schwer einzuschätzen weil man nicht weiß wie fit der jenige im schrauben ist.

  • Ich kann deinen Ansatz auf jeden Fall nachvollziehen, nur muss ich mit dem arbeiten, was ich habe. Und dazu gehört leider keine Hebebühne oder Grube.


    Daher muss das, wenn dann, über Böcke erledigt werden. Das ist alles möglich und machbar – wenn es sein muss.

  • Das geht schon, Spaß macht es aber nicht. Vielleicht ist es einfacher den Motor rauszuheben und draußen zu begutachten? Hab ich auch ohne Hebebühne vor der Garage gemacht. Wenn man kein Zimperlinchen ist, geht das auch im November, im strömenden Regen. Luxus beim Schrauben kann jeder.


    Hast Du wenigstens einen Motorkran? -Die Dinger kosten nicht die Welt und sind bei so etwas enorm hilfreich.

    Herr der vielen Baustellen und Meister des Provisoriums. :24-wbb4-cursing: