Beiträge von the bruce

    Ach was, ordentlich Caramba drauf, und einen Tag warten. Notfalls warm machen,
    dann bekommt man das schon auf.
    Wenn die Werte nicht reproduzierbar sind, und du durch kein Extremschlagloch
    gefahren bist, dann sind Zweifel an der Methodik angebracht. Wurde überhaupt
    eine Felgenschlagkomepnsation durchgeführt? Sonst bekommt man nämlich Mond-
    werte auf dem Bildschirm angezeigt.

    Ich hatte ja auch schon darauf hingewiesen - ob das Lenkrad gerade steht lässt
    sich leider nicht immer leicht beurteilen. Man benötigt zwingend eine wirklich
    ebene Fahrbahn. Auf gewölbten Landstraßen darf das Lenkrad etwas zur Seite
    zeigen, in der Regel dann nach links, weil der rechte Fahrstreifen nach rechts
    abfällt. Man müsste schon extrem viel Vorspur einstellen damit dieser Effekt
    einigermaßen kompensiert wird, was aber dafür wieder andere Nachteile hätte.





    Ich habe das mal jetzt notiert und werde es am Dienstag
    an meine Werkstatt genauso weitergeben.


    Nur um sicher zu gehen, du hast gesehen, dass ich mich korrigieren musste?

    Das mit den Verbrauchseinsparungen ist in vielen Fällen sowieso Quatsch.
    Gerne wird mit dem höheren Drehmoment argumentiert, das einem in ach
    so vielen Fällen (das theoretisch etwas verbrauchsintensivere) Herunter-
    schalten erspart. Ob das nicht eher Ausnahmesituationen sind? In der Pra-
    xis wird man wohl eher das Mehr an Schub genießen und mehr verbrauchen.


    Ich sehe da eher eine andere Ausnahme, die mglw. wirklich eine kleine Ver-
    brauchsersparnis ermöglicht: Motoren, die werksseitig ein wenig fetter ab-
    gestimmt sind. Auch Ottomotoren arbeiten ja nicht grundsätzlich immer
    mit Lambda = 1, und Diesel laufen sowieso mit ordentlich Luftüberschuss.
    Natürlich kann man etwas Sprit sparen, wenn man einen Motor auf der
    mageren Seite des Machbaren laufen lässt. Nur wird es einen Grund geben,
    wenn der Hersteller es anders macht. Verschwörungstheoretiker wittern
    nun böse Absicht. Sie glauben, Hersteller und Ölscheichs hätten sich abge-
    sprochen und wollen, dass wir schön viel Rohöl verballern. Aber es gibt da
    vielleicht auch noch Abgasverhalten, Verbrennungs- und Abgastemperatu-
    ren und Bauteilfestigkeiten, auf die die Entwickler Rücksicht nehmen muss-
    ten. Vielleicht waren die hochwarmfesten Kolben oder die gefrästen TiAl-
    Turbinchen einfach nicht drin im Budget. Mit leicht fetterem Gemisch kühlen
    ist garantiert billiger. Und dann würde ich mir zweimal überlegen diesen Mo-
    tor heißer laufen zu lassen, zumindest nicht bei höheren Lasten.

    Zwei Dinge muss ich dazu noch loswerden:


    Wir haben ja hier festgestellt, dass es meist sinnvoll ist nicht an die Grenzen zu gehen,
    wozu man diese Grenzen natürlich erst mal kennen muss. Das hieße bspw., dass ich ver-
    bindlich weiß, welche Kolben, welche Legierung für den Zylinderkopf oder die Abgastur-
    bine der Hersteller bei diesem Motor in der Herstellung eingesetzt hat. Das wird schon
    schwierig genug. An diese Daten kommt man als Außenstehender i.d.R. gar nicht heran.


    Worum es mir dabei eigentlich geht:


    Mehr als unglücklich finde ich dabei, dass nach meinem Empfinden ein Wettrüsten ein-
    gesetzt hat, das mit der Existenz von Internetforen und der zunehmenden Zahl von sog.
    "Tunern" (ich wiederhole mich: Softwareaufspielern), die einen eigenen Rollenprüfstand
    besitzen nach meinem Empfinden extrem stark zugenommen hat. Der Forianer möchte
    ein Ergebnis vorweisen können, das die Mitleser beeindruckt. Niemand möchte sich mit
    einem "schwachen" Ergebnis blamieren. Und selbstverständlich gerät dadurch auch der
    "Tuner" unter Druck möglichst viel herauszuholen. In der Konsequenz führt das nicht nur
    zu tendenziell "optimistischen" Prüfstandsläufen (ein eigenes Thema), sondern auch zu
    grenzwertigen Abstimmungen.


    Das ist der Druck des Marktes !! Die Käufer fordern es (sehr oft weil sie es nicht besser
    wissen), die Anbieter müssen es liefern, sonst bleiben die Kunden aus. Und wie Black-
    frosch schon sagte kann man als Laie die Qualität der Abstimmungsarbeit in ihrer vollen
    Tiefe sowieso nicht beurteilen. Solange der Eimer stramm zieht und rund läuft ist man
    zufrieden. Bis dann mal was kaputt geht, und dann wird auf den Hersteller geschimpft . . .


    Warum nicht bspw. einen 325d N57 auf 230 PS bringen? Sind rund 13 % mehr Dampf nicht
    auch schon was? Nein, mir ist klar, als Tuner muss man da schon mindestens die Leistung
    des 330d bieten, eher mehr. Schon weil andere es tun. Mit der Folge, dass man dann im
    beschriebenen Dilemma steckt.



    Der zweite "große" Punkt, den ich schon seit Jahren mal loswerden muss:


    Bekanntlich muss man, wenn man was verkaufen will, die Vorzüge des Produkts preisen,
    und die Schattenseiten klein reden. Bei Leistungssteigerungen sind das bspw. ein oft
    nicht vorhandenes Gutachten ("sieht doch sowieso keiner"), und die Auswirkungen auf
    die Lebensdauer ("vom 116d bis zum 125d sind doch sowieso alle die gleichen Zwoliter").
    Natürlich neigt man dann auch dazu Euphemismen zu kreieren. Besonders beliebt ist das
    Wort "Optimierung". Leute, wie mir das auf den Sack geht. Klar, "Optimierung" klingt viel
    schöner und harmloser, als würde man etwas "noch besser" machen als es bislang schon
    war. Das ist reine Selbstverarschung. In den allermeisten Fällen (ja, der M47 lässt grüßen)
    kann ich die Motorsoftware eines BMW-Motors der Neuzeit nur ändern ("modifizieren"),
    aber selten "optimieren". Warum das ein Einzelkämpfer i.a.R. nicht kann - siehe ersten
    Absatz ganz oben.
    Ich plädiere daher für mehr Ehrlichkeit in der Wortwahl. Modifizieren, ändern, anpassen -
    alles ok, so hat man das auch jahrelang genannt. Aber veräppeln muss man die Leute nicht.
    Und "Optimieren" ist Veräppeln. Ausnahmen bestätigen die Regel.

    Klar, man vertut sich da schnell, und nach zwei Bierchen
    oder einem Glas Wein sollte man besser etwas vorsichtig
    sein mit verbindlichen Aussagen.
    In diesem Fall hatte ich zwar keinen Denkfehler (was auch
    mal vorkommt), aber dafür habe ich Bockmist getippt. Es
    muss stattdessen heißen:


    Steht es (das Lenkrad) leicht links, dann erhöht man hi li
    die Vorspur, zeigt es bei Geradeausfahrt nach rechts, dann
    erhöht man die Vorspur hi re etwas.*


    Danke für den Hinweis. ;)





    * Wollte man die HA lassen wie sie ist und stattdessen die
    Korrektur an der VA vornehmen und dort ebenfalls die Vor-
    spur erhöhen (weil sie etwas niedrig ausfällt), dann wäre
    es jeweils die andere Seite.

    Wenn man denn schon einen Getriebe- und Differenzialölwechsel machen will,
    dann würde ich es jetzt tun.
    Zu einer vollständigen Auflistung sinnvoller Wartungsumfänge fühle ich mich
    zu dieser Stunde nicht mehr in der Lage. Aber einmal auf der Bühne mit der
    Lampe in der Hand alles durchsehen kann nie schaden, auch und gerade rund
    um Fahrwerk und Bremse.

    Das sieht eigentlich gut aus. Scheinbar wurde jetzt auch der zuvor ungleiche Sturz
    an der VA ausgemittelt, nur die Vorspur an der HA liegt nun an der unteren Grenze.
    Um den Lenkradschiefstand zu korrigieren würde ich empfehlen dort auf der entspr.
    Seite die Spur leicht zu erhöhen. Steht es leicht links, dann erhöht man hi re die Vor-
    spur, zeigt es bei Geradeausfahrt nach rechts, dann erhöht man die Vorspur hi re et-
    was.
    Um diesbezüglich nicht zu einem Fehlurteil zu kommen rate ich aber dazu es über
    mehrere Tage hinweg sowie auf unterschiedlichen und möglichst ebenen Fahrbahnen
    zu beurteilen.



    ps:
    "Proti" für Protokoll muss ich mir merken. :D Das Format ist jetzt auch genau richtig.