Bei Belägen ist es einfach. Sie haben ja - wenn sie eine Zulassung besitzen - einen Aufdruck,
mit dem der Hersteller die Übereinstimmung mit der "ECE Reg.90" bescheinigt. Mehr gibt
es nicht, und das reicht auch aus. Er besagt, dass die Beläge bis auf nur wenige Prozent
Abweichung u.a. im Reibwert den werksseitigen Belägen entsprechen und keine umwelt-
schädlichen Bestandteile enthalten sind. Ein Ferodo DS Performance erfüllt das. Trotzdem
gibt es Fälle, in denen ein aaS die neue Bremse zusammen mit dem bei der Abnahme gerade
montierten exakten Belagtyp einträgt. Für mich völlig unverständlich. Wenn er das will
sollte man ihn fragen, was man tun soll, wenn es diesen Belag mal nicht mehr gibt. Es ist
ja nicht selten - Sortimente ändern sich, Markennamen verschwinden bspw. durch Über-
nahmen und Fusionen. Das sollte ihm einleuchten und vielleicht stellt er sich ja auch gar
nicht erst an.
Ähnlich simpel ist es mit geometrisch originalidentischen Scheiben, bspw. normale Ate,
Textar, Pagid, Brembo oder auch die Tarox Zero. Die brauchen keine KBA-Nummer und
keine ABE oder ähnliches.
Und damit wären wir dann bei den diversen gelochten und genuteten Scheiben. Für die
benötigt man ein Teilegutachten oder eine ABE und sie sind, wenn sie über eines von bei-
den verfügen, mit einer KBA-Nummer gekennzeichnet. Da kommt es dann auf die Angaben
im beiliegenden Dokument an. Man muss es also gründlich lesen. Soweit ich mich erinnere
stehen da zumindest bei Tarox keinerlei Angaben zu Motorvarianten drin, mglw. aber die
Typgenehmigungsnummern, ähnlich wie hier:
Öhlins Road & Track - Gewindefahrwerk / Bericht Alpina_B3_Lux
Aber selbst wenn das nicht 100 %ig mit dem eigenen Auto übereinstimmen sollte - mit
dem TÜV wird man reden können. Mit diesem Papier hat man ja eine saubere Grundlage.