Beiträge von the bruce

    Wenn es unterschiedliche Domlager gibt, dann hat es wenig zu sagen wenn sie von außen gleich aussehen.


    Oft (oder sogar meist) ist die Aufnahme (die ein Gummi-Metall-Lager darstellt) unterschiedlich steif ausgelegt,
    also mehr "Metallanteil" oder eine andere Gummisorte, oft auch unterschiedlich in Längs- und Querrichtung.
    Das ist bspw. bei VAG so, wo die von einem TT zwar (fast) genauso aussehen wie die von einem Golf und auch
    kompatibel sind, aber eben um rund 30 % steifer ausgelegt sind. Wer also ein Sportfahrwerk in einen Golf V,
    Golf VI oder A3 einbaut, der sollte gleich die Domlager vom TT nehmen (beim Golf IV die vom Leon Cupra R).


    Nun, vielleicht ist es bei BMW ähnlich. Jedenfalls hat es immer einen Grund, wenn ein Hersteller sich die
    Mühe macht, mehrere unterschiedliche Teile für die gleiche Funktion zu entwickeln. Schließlich entstehen
    Kosten für Entwicklung und Logistik.


    Der Kollege hat einen Golf GTI. Das hilft also wenig weiter. Mit einem A4 oder einer C-Klasse wäre dir aller-
    dings auch kaum gedient. Viel besser: Guck doch mal in den amerikanischen Bimmer-Foren was die so aus-
    probiert haben. So blöd sind die Amis gar nicht. Ich habe sogar eher den Eindruck, dass es dort mehr Leute
    gibt, die auch technisch was drauf haben, als in den meisten deutschen Autoforen.

    Ja, zwei von denen haben einen direkten Vergleich zwischen Bilstein und Koni.
    Einer von denen ist sogar lange als Renningenieur unterwegs gewesen. Dämpfer
    für vierstellige Summen wie Penske und Öhlins waren sein tägliches Brot. Privat
    fährt er Koni gelb. Das nützt aber leider wenig weil die Abstimmung immer fahr-
    zeugspezifisch ist und wir nicht die Abstimmung der Konis für den E9X kennen.


    Ich finde deinen Ansatz übrigens sehr interessant. Beachte bei deinen Überle-
    gungen aber drei Punkte:


    1. B6 haben Serienmaße, B8 haben gekürzte Kolbenstangen für kürzeren Aushub
    2. bei B14 und B16 ist das geometrisch ähnlich wie bei B8
    3. vorne sitzen die Bilstein-Dämpfer in Upside-Down-Anordnung


    Mit anderen Worten: der Dämpfer steht kopfüber. Das Dämpfergehäuse sitzt
    oben, die Kolbenstange steht unten unsichtbar im Führungsrohr, das wiederum
    im Schwenklager steckt. Bei Sachs und Öhlins ist das genauso. Upside-Down
    funktioniert nur bei Einrohr-Gasdruck-Dämpfern, mit Zweirohrdämpfern ist das
    technisch nicht möglich.


    Mancher mag sich schon gewundert haben wo wohl der Anschlagpuffer sitzt
    und warum die "Kolbenstange" so dick ist. Nun, was man unter dem Faltenbalg
    sieht ist das Dämpfergehäuse und nicht die Kolbenstange. Und das wird in sog.
    Gleitlagern im Führungsrohr "geführt".


    Ein solches Upside-Down-Federbein ist übrigens deutlich verwindungssteifer als
    eine herkömmliche Konstruktion. Das ist der eigentliche Vorteil und der Grund
    warum man es überhaupt macht.


    Wo gibt es denn diese Schläuche? Sind das spezielle oder einfach nur ein Bastellösung?


    Das Problem hat man nur mit PROGRESSIVEN Federn. Deren Wirkungsprinzip ist ja, dass sie ungleiche
    Wicklungsabstände haben, sich die engen Wicklungen aneinander legen und dann nur noch eine
    reduzierte Restdrahtlänge wirksam bleibt und die Feder somit härter wird.
    Der große Nachteil ist, dass so 1. Klappern entsteht wenn Wicklungen aufeinander schlagen und 2.
    dort die Pulverbeschichtung abgerieben wird und Rost entsteht.


    Solchen Schlauch gibt es im Baumarkt, bspw. bei Bauhaus. Der sollte dann aber stramm sitzen, damit
    sich kein Wasser sammelt und den Rost fördert.


    Ich weiß jetzt leider auch nicht wie die Federn beim E9X-Sachs geformt sind. Ich habe hier nur ein
    Bild vom Schnitzer, das ja auch ein Sachs, nur mit anderer Abstimmung ist.


    [Blockierte Grafik: http://up.picr.de/13372075nw.jpg]


    Vermutlich hat das Schnitzer aber ganz andere Federn als man sie im normalen Sachs Performance
    bekommt. Also nicht nur die Farbe (schwarz statt blau), sondern Federrate und ggf. Progressivität.
    Die VA-Federn von Schnitzer sind auf dem Bild jedenfalls eindeutig progressiv.