Hallo an alle, die sich meinem Beitrag und meinen Fragen Zeit gewidmet habe. Danke erstmal!
Sicherlich ist es was psychologisches, wenn das wasserdünne Öl da in den Motor reinfliesst und man das halt hautnah mitbekommt. Aber ich denke mir halt einfach auch, dass "zertifzierte" Öle, eben auch zertifiziert und geprüft sind. Und das sicherlich unter Lasten, die ich niemals meinem Auto antun würde.
Ich fahre meinen Diesel weder im Winter, noch im Sommer gleich ab der Garagenausfahrt volle Pulle. Ich fahre erst mal so 5 KM gemächlich. Viel schalten kann ich eh nicht, habe Automatik, die ruckt zwar mittlerweile ein klein wenig....trotz Getriebeölwechsel vor gut 2 Jahren, aber - ja mei, was soll ich da groß machen. Solang kein Gang hängen bleibt, oder das Ding ruckt, als ob ich hinten eine drauf bekomme - ist das alles völligst ok. Ist ja auch nicht in jedem Gang und auch nicht immer. Kommt immer auch auf die Fahrweise an.
Na jedenfalls dasn mit den Ölwechselintervallen halte ich schon ein, ich halte mich halt an den Bordcomputer bzw. dem jährlichen Wechsel. Jetzt bspw. nach dem befüllen und rücksetzen des BC steht bei mir dort: Restkilometer: 32.000.
Diese 32.000 werde ich bis August 2020 sicher nicht schaffen, werchsle aber mein Öl wieder in 1 Jahr, dann so ca. Juli August 2020.
Wegen dem wechsel der Motoröle und dass ich mir womöglich zu viel Gedanken machen könnte und doch einfach ein LL04 mit 5W-30 fahren sollte und so:
Gut, könnte ich. Andererseits lege ich wert auf mein Fahrzeug.
Ich möchte nicht starrköpfig sein und sagen, dass ein LL04 Öl vom Baumarkt für 5 Liter 19,99 € besser oder schlechter sein sollte wie ein Mobil 1 oder Castrol oder Shell Öl.
Vom Gefühl her - von meinen subjektiven, inneren, psychologischen Grundgefühl her - möchte ich aber weiterhin Markenöl fahren.
Sicherlich lass ich mir keine Monsterpreise von BMW oder einer Markenwerkstatt aufbrummen, wo der Liter LL04 Öl um die 32 Euro kostet, wenn ich den 5 Liter Kanister der gleichen Marken in gleicher Viskosität für rund 20 Euro mehr bekomme.
Aber ich fahre halt mal Shell, mal fahre ich Liqui Moly, ich bin auch schon Aral HighTronic gefahren. Und jetzt ist im Motor halt mal ein Castrol Motoröl.
Klar gibts die Sprüche wie "Schuster, bleib bei deinen Leisten" oder "Never change a running System" (aus der IT). OK....aber vielleicht gibts ja doch Motoröle, die bspw. den Diesel doch ruhiger und sanfter klingen lassen? Oder doch ein 5W-30, das die Vorzüge eines 5W-40 im Sommer und eines 0W-40 im Winter hat.
Ich für meinen Teil, betrachte meinen Wagen nicht nur als Fortbewegungsmittel. Ich tune zwar nix und - nein - ich putze mein Auto auch nicht ausschließlich per Hand und wachse und poliere mein Auto wöchentlich aufs Neue. Auf der einen Seite ist es klar ein Fortbewegungsmittel, auf der anderen Seite gefällt mir mein E90 immer noch - wie am 1. Tag des Kaufs 2011 - am besten. Weder der ältere F30 noch der jetzige G20 gefällt mir optisch von außen, wie auch von innen.
Und ich möchte den Wagen, der jetzt knapp 197.000 KM drauf hat und - meiner Meinung nach keine Mucken macht oder kränkelt - gerne auch noch weitere 100.000 KM oder gar 150.000 KM fahren (ist ja wohl für nen BMW Diesel mit 300.000 KM keine Seltenheit) fahren.
In Verbindung mit einem Motorölwechsel, wechsle ich auch immer jährlich den Ölfilter.
Eine Inspektion habe ich bei dem Wagen bis jetzt 1x gemacht, ohne Mängel und das war vor 3 Jahren. Im Endeffekt hätte ich mir das viele Geld auch locker sparen können.
Ich fuhr früher einen BMW e30, der auch keine Inspektion gesehen hat. Dann fuhr ich einen Ford Fiesta (geschenkt bekommen aus Erbe, Neuwagen), der hielt auch stolze 160.000 KM bis ich ihn eingezahlt habe für den jetzigen E90 und auch dieser Wagen mit seinen kleinen 1299 ccm und 59 PS hielt ohne Probleme und das auch nur mit jährlichen Ölwechsel in Verbindung mit dem Ölfilterwechsel.
Ok, ok,....jetzt mittlweile bei meinem E90 wechsle ich auch noch in den Intervallen den Diesel-Kraftstofffilter (lasse wechseln) und den Innenraumluftfilter, als auch den Motor-Luftfilter wechsle ich selbständig als Laie.
Wegen der Zusätze....die Bosch-Werkstatt in meiner Stadt hat meiner Freundin mit ihrem F20 empfohlen, sie hätten immer gute Erfahrungen mit dem Liqui Moly Ceratec gemacht...Ihre subjektive Meinung nach 1 Jahr: Kein Unterschied. Weder leiser, noch sanfter noch sonstige positive Erkenntnisse.
Meine Meinung ist halt, dass ich das frische und saubere und goldfarben toll aussehende Motoröl, was frisch in den zuvor fast vollständig abgelassenen Altöl verwendeten Motor (entschuldigt bitte die Rechtschreibfehler, keine Brille, 00:23 Uhr Schlafenszeit angebrochen...) "verdrecke", wenn ich da eine schwarze Flüssigkeit oder eine weiße Flüssigkeit reinfülle.
Ich kann mich mit dem Gedanken einfach nicht anfreunden, eine weiße, milchähnliche Flüssigkeit in den Motor rein zu füllen und dadurch das frische Motoröl "verschmutze".
Zudem ist mein Gedanke, dass die ganzen "hochwertigen" Additive an Leistung verlieren, wenn da ein Nebenstoff oder ein Fremdstoff im Altöl beigesetzt wird.
So ähnlich, wie sich die homogene Flüssigkeit verändert, wenn ich einem Sahne-Butter-Gemisch nur 3-4 Tropfen Öl oder Essig beimenge. Da ändert sich das Aussehen und die Konsistenz...ich vergleiche das halt mal so.
Der eine schwört auf Motul, der andere auf Addinol, der andere auf Ravenol, Castrol, Liqui Moly. Der BMW Meister meinte, dass das Shell Motoröl das Beste sei, weil es den Motor immer sauber halten würde, weil Shell dafür bekannt ist, die Additive auf Reinigung zu priorisieren.
Liqui Moly wäre das beste Öl eines anderen BMW-Begeisterten, weil dieses Öl Made in Germany sei und Liqui Moly schon seit Jahrzehnten auf dem Markt etabliert sei.
Mobil 1 kenne man aus dem Hochleistungs-Rennsport empfiehlt mir ein anderer. Und Addinol sei das beste Öl, weil es halt das Beste sei, ein anderer....
Jetzt bin ich bei Castrol. Ein Öl, das 229.51 und 229.52 und BMW LL04 zertifziert ist. Eines der wenigen Öle, die API SN Plus zertifziert sind.
Was Castrol mit ihrer FST Titanium Technologie meint, die besonders effektiv ist, bei stärkerem Druck war nicht kaufentscheidend für mich.
Das, was ich mir aber erhofft habe und nicht eingetreten ist, ist die Tatsache oder die Hoffnung, dass der Wagen "dieses Diesel-Nageln" eben weniger hätte werden sollen, so mein Wunschgedanke. Womöglich hätte der zusatz eines Motoröl-Additivs diese positiven Merkmale, Womöglich aber nur.
Bekommt man den Wagen vom Motor-Nageln irgendwie leiser? Als ich den Wagen 2011 gekauft habe, war der Wagen irgendwie total leise. Heute hat er zwar auch noch die gleiche Leerlaufdrehzahl und macht keine Probleme, kein schaben der Kette oder Kettenprobleme - aber er ist halt schon lauter geworden, insbesondere im kalten Zustand.
Gibts da "Hilfsmittelchen" die den Motor leiser machen außer jetzt die Dämmung im Motorraum komplett zu erneuern?