Man kann die Typklasse nicht auf die jährlich gefahrenen km zurückführen, weil diese fahrerspezifisch sind. Genauso wenig wie auf das Alter der am Unfall beteiligten Personen oder die jeweilige SF-Klasse. Diese Angaben werden dann in deiner individuellen Beitragsberechnung einbezogen und da haben Versicherungen ja auch unterschiedliche Spielräume.
Die Typklasse hingegen bezieht sich nur auf fahrzeugspezifische Aspekte und ist im Übrigen für jede Versicherung gleich hoch und bindend. Und dabei sind eben die wichtigsten die Schadenshäufigkeit und die von den Versicherungen geleistete Schadensumme.
Soll für dein Beispiel heißen:
Fahrzeug A hatte in 2 Jahren 2 Unfälle: 2 mal bezahlen
Fahrzeug B hatte in 2 JAhren 1 Unfall: 1 mal bezahlen
Allerdings ist das natürlich auch zu pauschal formuliert. Man muss es mal so sehen. Im Jahr passieren mit einem Fahrzeug A sagen wir mal 100 kleinene Auffahrunfälle mit einem Gesamtschaden von 300.000 Euro.
Im gleichen Zeitraum geschehen mit Fahrzeug B nur 10 Unfälle, aber mit insgesamt mehreren Verletzten und Toten. Schadenhöhe: mehrere Millionen Euro.
Was ich damit sagen will ist: Schäden mit Personbeteiligung geschehen zwar seltener, sind aber für die Versicherungen exorbitant teurer. Ergo wären Fahrzeuge, die öfter in Unfälle mit Peronenschäden verwickelt sind auch teurer in der Grundversicherung.
Um auf die eigentliche Frage Diesel vs Benziner zurückzukommen:
Ich habe irgendwann mal eine Statistik gesehen, nach der die Anzahl der schwer Verletzten oder getöteten Personen in Deutschland auf Landstraßen und Autobahnen am höchsten ist. Ich unterstelle einfach mal, dass das eben die Hauptnutzungsstraßen der Dieselfahrzeuge sind. Daher auch die höhere Beteiligung an kostenintensiven Unfällen, somit höhere Typklassen für Diesel.
Das sind aber nur Schlussfolgerungen meinerseits.