Beiträge von wardpa

    Kannst du machen. Das Fahrverhalten kann aber etwas leiden, wenn du sehr unterschiedliche Reifen verwendest (vorne sehr hart, hinten sehr weich zum Beispiel). Ich habe bei unserem 320d vom Bridgestone auf Michelin Pilot Sport gewechselt. Beide relativ sportliche und direkte Reifen. Das war absolut OK.

    kann es sein das es kaum Winterreifen mit Speedindex W gibt ?


    is ja im winter nicht immer glatt und gefroren....also fährt man evt ja auch im Winter mal über 240km/h


    Überleg mal, wie winzig der Markt dafür ist. Wenn kommt eigentlich nur der Deutsche Markt mit Autobahnen ohne Geschwindigkeitsbgegrenzungen in Frage(und ggf. Nachbarländer), die mögliche Zeitersparnis ist vernachlässigbar (50km Strecke im optimalen Fall in 12 statt 12,5 Minuten bei 250 statt 240km/h), wieviele Autos sind unterwegs, die tatsächlich mehr als 240km/h fahren können, wer sucht im Winter eher den Trocken/Hochgeschwindigkietsspezialist versus Eigenschaften auf Schnee

    Im normalen Betrieb (stark vereinfacht): die Reifen mit dem niedrigeren Geschwindkeitsindex sind normalerweise leichter und weicher. Haben mehr Grip auf Schnee (ggf. Eis), geben aber bei Hochgeschwindigkeitsfahrten schneller auf. Der Reifen mit höherem Geschwindigkeitsindex wird schwerer, etwas härter, dafür aber besonders bei hohe Last und Geschwindigkeiten spurstabiler (trocken, nass).


    Einsatzorte der Reifen bei mir im Wesentlichen Bayern (von Rhön bis in die Alpen, auch viel unbeschränkte Autobahn), Österreich, Schweiz.


    Ich nenne hier mal keine Reifennamen, aber Beispiele aus eigener Erfahrung:
    -am längsten her: auf einem Fahrzeug wurden mal fälschlicherweise Q (160km/h) statt T (190km/h) Winterreifen aufgezogen (sonst gleiches Modell) - auf einem Hecktriebler alter Schule. Da das Auto fast nur auf Bundes- und Landstraßen bewegt wurde (die zudem im Winter oft ungeräumt waren) und der Händler wegen dem Fehler darauf einen satten Rabatt gab, haben wir es so gelassen. Das sonst eher kritische Fahrverhalten im Winter war wie weggeblasen
    -mein Satz Winterreifen, den ich von meinem 320d auf den 330d mitgenommen habe: das waren H Reifen, mit denen ich auf dem 320d sehr zufrieden war. Auf dem 330d aber sehr unglücklich wurde: dadurch dass ich mit dem 330d vollkommend entspannt höhere Durchsschnittsgeschwindigkeiten fahre und sehr oft dann eben auch 210km/h, wurde ganz schnell deutlich, dass die Reifen das nicht mögen: schon nach einer Stunde Fahrt merkt man deutlich, wie die Reifen abbauen, weicher und schwammiger werden. Wenn man die Reifen dann so "heiß" abstellt, bekommt man wunderbare Standplatten
    -Gleiches Verhalten konnte ich auch bei zwei H Reifen anderer Hersteller betrachten: dauerhafter Betrieb am Limit macht sie weich, instabil und bringt einen deutlichen Verschleiß
    -Gravierendstes Beispiel: ein identischer Reifen (gleiches Format, gleiches Profil, gleiches Herstellungsjahr) konnte man in T (190km/h), H (210km/h) und V (240km/h) kaufen. Die Testergebnisse dieses Reifens konnten unterschiedlicher nicht sein. Und in der Realität war es auch so: mit dem T Reifen ist man durch den schlimmsten Schnee durchgekommen, der H Reifen war OK, der V Reifen indiskutabel


    (die "Reifenerkenntnisse" sind "erfahren" mit Reifen von Conti, Michelin, Dunlop, Goodyear, Bridgestone, Hankook, Semperit, Nokian und bestimmt noch irgendwelche, die ich hier vergessen habe:))


    Positive Gegenbeispiele:
    -Nokian WR A3 als V: die Finnen wissen schon, wie man Winterreifen baut. Schneegrip ist gut, Hochgeschwindigkeit im Trockenen toll, Nässe ist OK. Aber wenn man mal erfährt, was Nokian noch an Winterreifen kann (deren Schneespezialisten gehen z.B. nur bis 170km/h), dann weiß man eben, dass es auch besser geht.
    -Conti 830P als H Reifen: der wurde auch bei langer Ausnutzung der Reserven im Trockenen nicht übermäßig weich.

    Meine Versicherung hat sogar dem Scheibentausch wegen verschlissener Scheibe (massig Riefen, kein Steinschlag) zugestimmt. Kommt also wirklich auf die Versicherung an.


    Ich finde auch, dass sich eine Teilkasko immer lohnt: Wildschaden, Glasschaden, Diebstahl - alles schnell passiert.

    Kulanz würde es vielleicht geben, wenn BMW den Motor gegen einen neuen Motor getauscht hätte und der nun nach etwas über zwei Jahren kaputt wäre. Aber doch nicht bei einem irgendwo instandgesetzen Motor mit einer Gesamtlaufleistung von 220000km. Das ist doch absolut weltfremd.


    Irgendwie wirkt das, als würde der BMW einfach nicht zu deinem Geldbeutel passen. Bei 220.000km kann eben was passieren. Dann muss man aber auch die passenden Rücklagen haben, um sich ein gleichwertiges Auto kaufen zu können. Das muss man irgendwie lernen. Mir gings auch nicht viel besser: nach zwei kostspieligen Reparaturen an meinem ersten Auto, hab ich auch die Reißleine gezogen: weg damit und zu Beginn des Studium eine reine Vernunftentscheidung gekauft (ein Opel aus Rentnerhand mit nichtmal 30.000km vom Autohaus mit 3 Jahren Garantie). Die Preise von alten Premiumfahrzeugen sind unter anderem deswegen so niedrig, weil die Ersatzteil/Reparaturpreise eben immer noch in der Premiumliga spielen und dieses Risiko eben eingepreist ist. Und da die Neupreise unserer Autos ja schnell bei 50.000€ lagen, sind die Werkstattpreise nicht ohne. Da kann ein Defekt schnell zum wirtschaftlichen Totalschaden werden.


    Irgend sowas würde ich dir auch raten: wenn du nicht jemand an der Hand hast, der dir das Auto sehr günstig repariert, dann ist jetzt der Zeitpunkt gekommen einen Schlussstrich zu ziehen. Und dann eben bei einem Vernunftsauto zuschlagen, gerne auch gebraucht. Z.B. bei Ford mit einer laufenden 5 Jahresgarantie, Kia mit 7 Jahre Garantie etc. Oder eben bei etwas günstigen, alten, soliden für den Übergang.

    Conti TS 850 in 225/45R17 als H Reifen habe ich letzten Winter verwendet. Absolut problemlos im Schnee und auf Eis (Einsatz in Südbayern und Österreich). Interessanterweise sind sie aber unkomfortabler als meine Conti SportContact 5 in 225/45R17 als Runflat... Ich habe auch keine Probleme mit Schwimmen bei hohen Geschwindigkeiten.


    Im Vergleich zu den 225/45R17 Nokian WR A3 in Speedindex V: bessere Traktion beim Anfahren bei Nässe, Schnee: Anfahrtraktion bei Conti besser, Seitenführung finde ich bei Nokian besser. Im Trockenen sind die A3 aber unschlagbar. Selbst bei 240km/h fahren wie auf Schienen :)