Ich für meinen Teil interessiere mich nicht dafür, ob die Fehlersuche im Falle eines Fehlers (der ja gar nicht bei jedem Auto eintritt) 10 oder 30 Minuten dauert, wenn das Auto dafür für die gesamte Lebensdauer so funktioniert, wie ich mir das vorstelle.
Was du persönlich vorziehst, hast du schon oft genug gepostet, jedoch ist das für aktuelle Diskussion uninteressant, denn du findest x verschiedene Menschen mit verschiednene Interessen. Mein Argument war die Fehlersuche der Mechaniker. Warum schreibst du eigentlich nur vom Unterschied von 10 oder 30 Minuten, wenn dir dadurch höhere Kosten entstehen würden, z.B. durch Austausch der Komponenten, die nicht defekt sind, sich aber so verhalten?
Und: wenn ein Mechaniker den Fehler einmal hatte, dann kennt er ihn beim zweiten Mal - war bei dir doch auch so!? Wenn ein Mechaniker nicht auf die Idee kommt, im Leitfaden nachzusehen, wenn er einen Fehler nicht versteht, gehört er geschult und nicht die technische Entwicklung 20 Jahre zurückgesetzt.
Bei der Vielzahl der Funktionen heute, die Software ermöglich, bräuchte man einen echten Mechatroniker. Diese fehlen aber heute in Werkstätten, man hat nur Mechaniker, das muss man als einen nicht von der Hand weisenden Teil der Realität betrachten. Welchen Leidfaden meinst du überhaupt? Glaubst du, im TIS steht der Leitfaden zur Reparatur für SZL mit Beschreibung der Funktionen, oder wie? Glaubst du, der Mechaniker schaut da jede 10 Minuten im Rechner nach? Dafür gibt es überhaupt keine Zeit, die Leute arbeiten heute unter Zeitdruck, es muss schnell gehen, hinter dir steht ein Meister und treibt dir an. So sieht es heute aus.
Und: wie stellst du dir die Umschulung vor, für die gigantische Anzahl all möglicher Steuergeräten und deren Verhalten vor? Selbst wenn wir annehmen, dass so etwas bei einem Hersteller funktioniert, was ich eigentlich nicht glaube, wie soll das bitte für freie Werkstätte funktionieren, für all mögliche Automarken und Millionen der Steuergeräte? Bei dem Popanz wäre es doch viel leichteres auf verkopfte Funktionen zu verzichten, und sie maximal logisch aufzulegen. Und damit wäre alles erledigt, ohne Riesenaufwand, ohne Massenumschulungen oder Zurückdrehen der Entwicklung der letzten 20 Jahre, wie du es geschrieben hast.
Als Kunde hat man außerdem die Möglichkeit, die Werkstatt zu wechseln.
Wenn du bei jedem Fehler und bei jeder Fehlabrechnung die Werkstatt wechselst, dann wird es heute schnell dünn um dich. Außerdem hat BMW letztens viele Filialen dichtgemacht. Wir haben keine Vielfalt an Werkstätten, besonders flexibel ist man da nicht, als Kunde. Es sei denn, man hat keine Hemmung zu ATU und Konsorten zu gehen. Aber das wahrlich nicht jedermanns Sache.
Die, wo ich früher gelernt habe…
Es mag natürlich sein dass es früher so gewesen ist, und ich kann es in gewisser Weise sogar bestätigen, aber seitdem die Gewinnmaximierung den Einzug auch in Werkstätte hatte, arbeitet man dort heute anders. Hast du dich nicht manchmal gefragt wie es kommt, dass BMW nur Teile tauscht, und offensichtlich nicht nach Reparaturleitfaden arbeitet, wie du es beschreibst? Man muss so etwas nicht mögen, aber es nennt sich Realität.