Beiträge von Powerpossi

    @suM: Wie sehen bei Dir die ungefilterten Blowby-Gase aus? Bei warmem Motor ein dichter, weißer Nebel?


    Ich frage, da ich mich (nach einem Motorbrand durch entzündete Blowby-Gase) zu einem sehr ähnlichen Umbau entschlossen habe und ich nun doch überrascht bin, wie viel Öldampf durch die KGE geht.


    Ich hatte zunächst die KGE einfach mit einer Leitung aus dem Motorraum rausgeführt. Mein 335d bläst aber soviel Öldämpfe raus, als wäre die Karre eine Nebelmaschine. Stadtfahrt und halten an einer Ampel ohne Auffallen unmöglich. Also habe ich jetzt zusätzlich einen Ölabscheider dazwischen gehängt. Aufgrund der großen Anschlüssel in Zollgröße habe ich mich für den MANN + Hummel Provent 200 entschieden. Anbei die Bilder.


    Der Provent 200 filter schon gut. Ca. 50% weniger Nebel. Dennoch bläßt er da immer noch richtig gut was hinten raus. Bin mir unsicher, ob solche Nebelschwaden normal sind. Im Kühler fehlt kein Wasser. Ölverbrauch normal. Leistung des Motors normal. Keine Fehlermeldung im DDE.

    Raildruck beim Starten auslesen. Vermutlich zu niedrig.


    Kann mehrere Gründe haben. Hochdruckpumpe (selten kaputt) wurde ja bereits getauscht (gewöhnlich samt Druckregelventil). Sofern der Vorförderdruck okay ist, können es eigentlich nur Drucksensor, Mengenregelventil, die Ölleckleitung (da sitzt ein kleinen Druckventil drin), oder die Injektoren sein. Letztere kannst du bei Bosch mal durchmessen lassen.

    Problem gefunden und behoben! Für alle mit der gleichen Fehlermeldung hier die (fast schon peinliche) Lösung:


    Nachdem das alte DDE-Steuergerät repariert werden konnte, aber die Fehlermeldung weiterhin unter Vollast auftrat, blieb ja nicht mehr viel als Fehlerursache übrig.


    Wenn der Solldruck stimmt, muss tatsächlich der Ist-Druck den Fehler verursachen. Mein Fokus fiel auf die Leitungen und die Verschraubungen. Druckverlust konnte ja nur noch durch ein Leck verursacht sein. Also alle Anziehmomente nochmals durchgegangen.


    Den Druckregler am Druckspeicher hatte ich stets nur handfest angezogen. Ganz nach der alten Regel - nach fest kommt ab. Das Ding bekommt jedoch sagenhafte 85NM Anziehmoment. So eine Drehmomentknarre mit Maulschlüssel musste ich mir erstmal zulegen. Gesagt, getan. Alles zusammengeschraubt, Testfahrt und LÄUFT! Voller Druck! Volle Lotte. Volldampf! :nr1:


    Noch eine Lehre: Bei 1000 bar Raildruck oder höher tropft es bei einem Leck nicht raus. Der Saft verpufft. Die Elektronik merkt dann auch sofort, dass das Regelventil nicht dem Sollwert entspricht und schickt den Motor in den Notlauf. Der Motorraum bleibt pulvertrocken.


    Meinen 335d werd ich jetzt wohl bis ans Lebensende fahren - bei so vielen Ersatzteilen in meiner Garage... :thumbsup: Oder ich mach für Trackdays nen Coal-Roller draus. :juhu:

    Problem besteht noch immer.


    Was inzwischen weiter geschah:


    - Komplettes Niederdrucksystem getauscht (Kraftstoffpumpe rechts, Schwallpumpe links, alle Leitungen, Kraftstoffheizung, Steuergerät der Pumpe)


    - Alle Geber/Sensoren das DDE-Steuergerätes nochmals erneuert. Einzig der Impulsgeber vom Kurbelgehäuse fehlt noch - dazu muss der Anlasser raus, ist für kommendes WE geplant.


    Zeitgleich versuche ich gerade mein altes DDE-Steuergerät reparieren zu lassen. Denn inzwischen vermute ich, dass die Soll-Kurve des Hochdrucks falsch im DDE hinterlegt ist, also BMW mir ein defektes oder falsches Gerät verbaut hat (es standen wohl zwei zur Auswahl). Ein Austausch des DDE-Steuergerätes solle Klarheit schaffen.

    Liebe E90-Freunde,


    bei meinem 335d (6/2007) tritt folgender Fehler auf: Ab 3000 Umdrehungen oder starker Beschleunigung geht er in den Motornotlauf und legt folgende Fehler ins System:


    004560 DDE: Raildruck-Plausibilität mengengeregelt
    004570 DDE: Raildruck-Plausibilität mengengeregelt.


    Hier im Forum finden sich mehrere Beiträge zu den Fehlercodes, doch leider hat nie jemand die Fehlerursache am Ende auch benannt.


    Was zuvor wegen eines Motorbrandes gemacht wurde:
    Raildrucksensor neu
    Mengenregelventil neu
    Druckregelventil neu
    Hochdruckpumpe neu (generalüberholt)
    Injektor am 6. Zylinder neu
    Injektoren 1-5 Zylinder bei Bosch prüfen lassen - alle okay
    DDE-Motorsteuergerät neu
    Motor-Kabelbaum neu
    Lambda-Sonde neu
    Zylinderkopfabdeckung neu
    Dieselfilter erneuert


    Raildrucksensor wurde adaptiert. LMM/Lamda gleichfalls zurückgesetzt.
    Alle Hochdruckleitungen wurden gespült.
    Vorförderdruck beträgt 4 bar.


    Da alles, was in Betracht kommende Fehlerquellen sein können, eingentlich erneuert wurde, tippe ich etwas im Dunkeln.


    Raildruck habe ich beim Fahren noch nicht beobachten können. Das werde ich nun als nächstes machen. Ich gehe aber mal schwer davon aus, dass der Raildruck zu niedrig ist.


    Mein Verdacht fällt auf die Hochdruckpumpe, die ich lediglich durch eine generalüberholte getauscht habe. Wenn wer einen Tipp hat oder sonstige Erfahrung mit den genannten Fehlercodes, bitte her damit.


    Danke.


    VG

    Nein, also Verkokung der ASB, Glühkerzen oder Glühsteuergerät kann ich für meinen Fall ausschließen. Letztere beiden waren im Neuzustand und die ASB sieht auch noch ganz gut von innen aus. Da habe ich schon schlechtere ASB mit ruhigerem Leerlauf gesehen. Bmwdrive3r sollte das für sich aber natürlich mal prüfen und ausschließen.


    Bosch-Service hat bei mir bestätigt, dass mindestens zwei Injektoren außerhalb der Toleranz lagen, also m.a.W. kaputt sind. Die verbliebenen anderen beiden Injektoren kann ich noch nichts zu sagen.

    Ja, ich tippe auch auf Lagerschaden. Bevor ich das Öl ablasse, wollte ich Kompression und Injektoren noch näher prüfen.


    Im Übrigen sehe ich da durchaus einen kausalen Zusammenhang: Ein halbes Jahr mit halb-defekten Injektoren rumfahren = unruhiger Gleichlauf = hat Lagerschaden zur Folge?


    @Bmwdriv3r: Hoffe, Du bist schlauer als ich und fährst nicht noch ein halbes Jahr mit dem Auto.

    Bin auch der Meinung, dass es wegen des notwendigen Gegendrucks ist. Ohne Gegendruck funktionieren die Piezos nicht. Bei mir sprang der 330xd ohne die angeschlossene und entlüftete Rücklaufleitung nicht an.


    In der Vorlaufleitung liegen bei mir rund 4 bar an. Zulaufleitung führt sicherlich gleichmäßigeren Druck, als die Rücklaufleitung (in die sich das Druckregelventil noch entlädt).


    Ist aber nur eine Vermutung. Bin kein Fachmann.

    Soundfile kann ich Samstag liefern. Ist jetzt ein sehr deutliches Nageln, fast schon hartes Hämmern, gleichmäßig wie ein Zahnrad, abhängig von der Motordrehzahl. Im ersten halben Jahr war es aber eher ein Wackeln, Vibrieren und nur ein sehr leichtes Kopfen des Motors, und auch nur im Leerlauf in D (z.B. an der Ampel).


    Zwei Injektoren prüfen hat mich 119 Euro netto gekostet. Vier Injektoren prüfen wird nur wenig mehr sein, da Bosch bis zu 6 Injektoren selber Baureihe gleichzeitig einspannen und testen kann (zumindest da wo ich war). Die rechnen nach Arbeitszeit ab.


    Billig ist das nicht, ja. Aber neue Injektoren kosten mind. 200 Euro das Stück (von aufbereiteten, wo der IMA Code nur per Zettel kommt, bin ich kein Freund). Wenn nur einer der Injektoren noch zu gebrauchen ist, hast Du das Geld für den Bosch-Service wieder raus.


    Hier im Forum haben einige mit dem Gleichlaufprogramm in RG rumgespielt, aber wenn ich das richtig im Überblick habe, dann identifiziert die Methode ehr schlecht als recht einen kaputten Injektor. Injektor-Rücklauftest ist da m.E. sinnvoller. Aber 100% Diagnose liefert nur der Injektor-Test bei Bosch.