Beiträge von MathMarc

    Also eigentlich bleibt nur als Schlachter verkaufen. ..

    Ja, schwierig.

    Bevor du entscheidest, checke mal die Preise von vergleichbaren Autos auf mobile oder autoscout. Ich hab da jetzt alles zw. 2,5 und 12k gesehen. Weiß nicht, wo eurer liegt.

    Dann kann man sich auch mal nach einem Austauschmotor mit Garantie umschauen. Falls das für euch eine Option ist, hier gibt es Mitglieder, die verschiedene Anbieter "kennen". Das sollte für 2k zu machen sein, evtl. sogar schon mit Einbau, oder mit Einbau leicht darüber. An dem aktuellen Motor ist zu viel dran, ohne Komplettrevision hätte ich kein gutes Gefühl.

    Kat kann man evtl. (da bin ich jetzt nicht der Fachmann beim N46) auch gebraucht nehmen.

    Das mal rechnen... weil, ansonsten muss dein Sohn ja was neues kaufen.


    Dann hinge es am Brandschaden. Den kann bisher niemand einschätzen.


    Wo bist du (oder sein Sohn) ungefähr zu Hause? In RLP könnte ich dir einen super Ansprechpartner nennen, den du mal fragen könntest. Der kann wirklich BMW.

    Ich weiß, das bringt dir jetzt auch nichts mehr, aber: ihr macht die Ölwanne, Dichtungen, Diff, Stoßdämpfer, Kette... aber die Ventile lasst ihr wie sie ist?

    Das hätte ich ohne die anderen Investitionen noch verstanden, aber so? Wenn ihr den jetzt noch mal machen solltet, dann solltet ihr das besser mit einplanen, sonst versenkt ihr sinnlos noch mehr Geld. Weil laufen wird der mit krummen Ventilen keinesfalls anständig - wenn überhaupt.

    Ob sich das jetzt überhaupt noch lohnt, hängt natürlich vom Brandschaden ab. Kann sein, dass das mit 2k (+ die Sache mit den Ventilen...) erledigt ist, aber das kann auch mehr werden.

    Dann lieber ausschlachten oder verkaufen.


    Aber mach erstmal die Bilder.

    reparierter Kettensprung vor ca 20t km,aber wohl ventile verbogen.verbrennt seitdem öl

    Was habt ihr mit den verbogenen Ventilen gemacht? Liest sich jetzt so, als wären die drin geblieben.

    Wieviel Öl hat er verbraucht?

    Wie geht man jetzt am besten vor?

    Kann man mit einem Auslesegerät die Ursache feststellen? Da wird mein bimmerlink nicht reichen?

    Versuch's doch mal. Viel kaputtmachen kannst du jetzt nicht mehr.

    Außer, ihr habt die Batterie abgeklemmt, dann wurde ich das erstmal sein lassen.

    Oder hat das Löschen durch das Pulver eh noch mehr kaputt gemacht, dass er jetzt bald als Schlachter endet?

    Sicher weniger als es weiter brennen zu lassen. Aber ja, kann schon sein, dass er jetzt als wirtschaftlicher Totalschaden endet. Ganz neu ist er halt nicht mehr.

    Mach doch mal ein paar Bilder vom Schaden.

    Schmierfähigkeit: HVO100 hat immer "Schmierverbesserer". Das Ergebnis ist m.M. nach nicht zufällig sondern ein definiertes Ziel, das die Sollwerte der Normvorgaben sicherstellt.

    Testergebnisse Schmierfähigkeit HVO100 aus Analysen:

    EN ISO 12156-1 Lubricity at 60°C Soll 400 μm Test 280 μm
    EN ISO 12156-1 Lubricity at 60°C Soll 400 μm Test 380 μm

    Es ging gar nicht um die Erfüllung der Norm, sondern um Abweichungen untereinander.

    Wie du selbst zeigst, gibt es die. Außerdem gab es hier mal Vergleiche zu Biodiesel, der bei der Schmierung noch besser war.


    "ist CO2 neutral und von der Bepreisung ausgenommen"

    Der zweite Teil stimmt, der erste beinahe, und unter Voraussetzungen:

    • Für die Hydrierung ist grüner Wasserstoff verwendet. Das ist bei Neste (meines Wissens) der Fall, aber allgemein ist das nicht so - weil es so viel grünen Wasserstoff nicht gibt. Und wenn der Wasserstoff durch CO2-Abscheidung aus Methan (aka Erdgas) gewonnen wurde, verlagert sich nur der Ort der CO2-Emission, aber in der Gesamtbilanz ändert es nichts.
    • mit grünem Wasserstoff ist bis -90% CO2-Reduktion ist möglich. Das ist nicht CO2-neutral, aber der Begriff ist sowieso irreführend, weil es sowas gar nicht gibt.

    "ist deutlich weniger umweltgefährdend"

    Worauf bezieht sich das? Das Zeug ist verglichen mit normalem Diesel, "weniger giftig".

    Allerdings ist es durch die hohe Oxidationsstabilität (die für die Lagerfähigkeit ja gut ist) auch nicht mehr biologisch abbaubar.

    Und, was man bei "Umwelt" auch bedenken sollte: selbst Neste schreibt:

    "Neste MY Renewable Diesel™ ist ein HVO100-Kraftstoff (oder HVO-Diesel). HVO steht für Hydrotreated Vegetable Oil (hydriertes Pflanzenöl) – ein Hinweis auf die erneuerbaren Materialien, die zu seiner Herstellung verwendet werden, wozu auch Abfälle und Reststoffe gehören können."

    Mit anderen Worten: da wird längst nicht nur Reststoff verwertet. Auch hier: soviel gibt es davon nicht, und da wird schon Zeug aus China importiert. Viel von dem Pflanzenöl ist dann aber frisches Palmöl von entsprechenden Plantagen, für die Regenwald gerodet wurde. Ob das jetzt der Sinn der Sache ist?


    Nur, das man das auch mal im Blick hat.

    Im Bezug auf den Preis nervt es mich im Moment, dass HVO genauso stark wie der Diesel gestiegen ist. Da es ja nicht auf Erdöl basiert und eigentlich von der Situation in Nahost nicht betroffen sein sollte.

    Da sieht man wieder einmal wie wir verarscht werden. Denn normalerweise hätte es aus meiner Dicht nicht steigen dürfen, aber man orientiert sich halt einfach mal am Dieselpreis

    Naja, damit ist zumindest mal der Traum ausgeträumt, dass ein alternativer Kraftstoff billiger werden könnte. Da hilft nur eins: Wettbewerb. Also sich als Kunde so breit aufstellen, dass man von keinem Lieferanten abhängig ist.

    Ja - bei Diesel ist das schwierig. Da ist die Zahl der Lieferanten überschaubar.

    Bei rund 200⁰ soll das rapsöl sich zersetzen, Siedepunkt ist eher bei 300⁰, HVO hat seinen Siedepunkt bereits bei 200⁰ erreicht.

    Du, keine Ahnung. Mein Thema war nur, dass das Zeug das Öl verdünnt und die Schmierfähigkeit reduziert. Da bin ich empfindlich ;)

    Aber ohne DPF hast du das größte Problem an der Stelle ja erledigt.

    Die andere Sache ist, wie sich Rapsöl auf die ganzen Hochdruckkomponenten auswirkt. Aber das ist vermutlich komplex, weil es im übrigen Sprit verdünnt wird, kA welche Viskosität sich da einstellt, oder ab welcher Temp. da was passiert... ich wäre da halt vorsichtig. Ein Common-Rail-System mit 1600 bar Raildruck ist nicht das gleiche wie ein Golf 1 mit 200 bar in der Verteilereinspritzpumpe. Da kann man alles reinschütten, das brennt.

    Das mit dem Rapsöl finde ich tatsächlich mutig.

    Würde ich aber nicht empfehlen. Ich kenne jetzt den Siedepunkt davon nicht, aber ich gehe mal davon aus, dass du es nicht mehr aus dem Motoröl bekommst. Das verdünnt also dein Motoröl. Gerade bei einem DPF ist die Idee schlecht, weil bei jeder Regeneration etwas "Sprit" ins Öl gelangt.

    Und dann weiß ich auch nicht, wie das mit der Schmierung (die kann gut sein) oder mit der Viskosität aussieht. Oder dem Rußverhalten.

    Ich Rate jedem ab solche experimente zu machen

    Ich auch.


    HVO scheint aber zu funktionieren, auch wenn die Frage mit der Schmierfähigkeit im Verhältnis zum normalen Diesel schwankend zu sein scheint.

    (die Norm erfüllt's aber)

    Richtig, du hast ja die Radlager getauscht, da hattest du die Bremse eh runter, und dann macht man die eh auch sauber.

    Frage ist nur, ob du die Bremskolben zurückgestellt hast - es kamen ja wieder die gleichen Beläge rein. Zurückstellen daher nicht nötig...

    Aber wie gesagt, so richtig plausibel ist das eh nicht.


    Das Geräusch hat sich seint dem Radlagertausch verändert? Das ist kurios.

    Dann müsste es ja irgendwie mit dem ganzen Zerlegen und Zusammensetzen zu tun haben. Die Radlager selbst würde ich mal ausschließen - du hast ja auch die Kompaktlager inkl. neuer Radnabe, also wo man nur die 4 fetten Schrauben hinten rausdreht? Du hast nicht selbst was eingepresst? Welche Marke hast du verbaut? Ich hatte (glaube ich) SKF genommen, und dort gar kein Geräusch.