Neuigkeiten von der leidigen Bremsen-Front. Zur Erinnerung: nach Jahrzehnten problemloser 330x24 Bremsen (die halt nur thermisch nicht so stabil sind) hatte ich auf die 348x30 mit Z4 Leichtbauscheiben umgebaut. Für meine Fahrweise eigentlich ausreichend.
Aber nach wenigen Tausend km Vibrationen im Fahrzeug, immer heftigeres Bremsenschlagen, letztlich unfahrbar.
Querlenker neu, Zugstreben neu, Radlager mit Nabe neu - ohne Wirkung. Radbremszylinder "nach menschlichem Ermessen" gängig - da klemmt nichts. Letztlich Bremsscheiben und Beläge nochmal neu gemacht, aber die haben irgendwann auch wieder angefangen...
Da ist also was faul.
Heute war ich nach Wittlich, da ist ein Kfz.-Betrieb, der Bremsscheiben abdrehen kann. Obwohl ich (beim "gegeneinanderhalten" der Reibflächen keine Welligkeit erkennen konnte (allerdings taugt das Verfahren auch nur so mittelgut) hatte ich Bedenken, dass die Scheiben so krumm sind, dass man sie nicht weit genug abdrehen könnte, wenn man das Mindestmaß beachtet.
Jetzt das Ergebnis:
1 Bremsscheibe hatte 5/100 Schlag - das ist nicht viel und nicht die Ursache für das Problem in der heftigen Ausprägung
1 Bremsscheibe hatte keinen. Gar keinen.
Da ist guter Rat teuer.
2 Anhaltspunkte habe ich noch.
1) Bremsbeläge - die Scheiben hatten eine Art Belag, und der war nicht gleichmäßig - schwankender Reibwert? Da teste ich mal andere Beläge (nicht ATE).
2) Spurverbreiterung - die war schon auf dem Auto, als ich das gekauft hatte, und hat nie Probleme gemacht. Die ist "eigentlich" auch sauber. Ohne die sieht das auch recht bescheiden aus, aber "für die Wissenschaft" teste ich es mal. Ergibt zwar eigentlich keinen Sinn, da die ersten 1, 2000 km ist ja nix, und das sollte ja (wenn die Felge nicht sauber montiert ist) gleich auffallen. Aber egal.
Wenn's dann nicht besser ist, hilft wohl nur noch ein gut platziertes Molotow-Cocktail.
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