Hallo Marc,
hab gerade erst Deinen Beitrag gesehen.
Deine Beschreibung klingt sehr nach "meiner Geschichte". Wenn Du die Spurstangen bereits getauscht hast, gibt es eine relativ einfache Möglichkeit Spiel im Lenkgetriebe aufzuspüren: Setz jemanden ins Auto, der um die Nullage herum leicht hin- und herlenkt (dabei muss er nicht einmal schnell lenken) und greif dabei an die Spurstangen. Wenn da Spiel im System ist, wirst Du es auf die Weise schnell merken.
Bei den generalüberholten Lenkgetrieben (die selbst von Leebmann24 so vertrieben werden) bin ich mittlerweile skeptisch. Nicht der Überholung wegen, sondern der Einstellung des Druckstückspiels, bzw. der Vorspannung auf selbiges. Wenn Du also trotz "spielfreier" Vorderachse und sauber gewuchteter Vorderräder weiterhin Lenkraddrehschwingungen hast, gerade auch beim Bremsen, dann deutet einiges darauf hin, dass hier noch Optimierungspotenzial ist. Die Frage, die man sich dabei stellen muss ist: Will ich den Tausch erneut auf mich nehmen, mit allem was da mit dran hängt (Spureinstellung, Arbeit, Schweinerei beim Ölablassen und Befüllen) und das Gehadere mit dem Lieferanten wegen Garantie und Rückerstattung der Arbeitskosten und Aufwände.
Sobald Du da selbst Hand angelegt hast, um die Druckstückschraube nachzustellen, ist das Thema Garantie ohnehin obsolet. Ich würde nach meiner Erfahrung (vier neue Lenkgetriebe nacheinander verbaut, bis ich auf die Ursache kam) sofort an die Schraube ran. Aber gaaaaaaanz vorsichtig. Hier wird ein minimaler Eingriff maximale Wirkung haben, und ganz schnell kommst Du in den Bereich der Selbsthemmung, bei der die Lenkung keine Rückstellung mehr hat.
Viel Erfolg!
Gruß
Thomas