Beiträge von MathMarc

    Diff auf gut Glück tauschen halte ich für Unfug... die Liste der für Vibrationen verantwortlichen Teile, die ich vorher prüfen/tauschen würde, wäre da relativ lang. Manchmal muss man auch zwei Mal hinsehen. Ich habe leider auch viel probiert, bis ich den unscheinbaren Radsatz als Übeltäter für Vibrationen an der Hinterachse ausmachen konnte.

    Jupp... ich habe die komplette Hinterachse überholt (alle Gummis im Träger getauscht - ich glaube, du auch!?), und zusätzlich noch die Hardyscheiben (optisch absolut unauffällig!) und etwas Kleinkram.
    Vibrationen ab 130 km/h sind weg, und das Auto reagiert spontaner/vertrauenswürdiger bei Lenkbewegungen.
    Also... auch wenn das viel Arbeit und etwas Geld kostet, es lohnt sich.
    Billiger als ein neues Diff ist es auch.

    Ist halt alles sehr dünnes Eis, und die Frage ist halt, ob man sich als Werkstatt für irgendeinen Triefel krumm macht, nur weil dessen Auto eben nicht mehr den Vorschriften entspricht.

    Ich hab selber mal beim TÜV AUs gemacht (als das mit den Dieseln anfing), und ich habe immer versucht, die Autos durchzubekommen. So langsam wie möglich beschleunigen, dass er unter'm Grenzwert für die Trübung bleibt, versucht, die Abregeldrehzahl händisch zu halten, wenn das Auto 50 rpm zu hoch ging, LL mit Verbrauchern gedrückt, Papiere auf die Seite gelegt und AU kostenlos wiederholt, wenn einer mal schnell auf die BAB musste, um den Auspuff auszupusten, usw... irgendwo noch im legalen Rahmen halt.
    Aber verbogen hätte ich nix. Wenn die Karre das GAR NICHT schafft, schafft sie es eben nicht.
    Aber es wird sicher (freie) Werkstätten geben, die da flexibler sind ;)

    Kann ich auch ein FL e90 Diff oder das vom 320d mit einer kürzeren Übersetzung einbauen? Ist beim Handschalter auch eine Codierung notwendig?

    Sicher geht das. Codiert werden muss da nix. Nur ist mir neu, dass das vom 320d kürzer ist als das vom 318d.

    Was ich mitekommen habe ist das die Motordrehzahl steigt und der Verbrauch.

    Wenn es wirklich kürzer ist, natürlich.


    Aber wie Shadow schon sagt... lieber mal noch ein paar andere Möglichkeiten in Betracht ziehen. Hardyscheiben sind immer mal Kandidaten, gerade wenn ich bei dir in der Signatur "350.000 Km" lese.

    @MathMarc
    So sieht meine aktuell leider auch aus.


    Ich habe heute probiert die Bremsscheibe und Bremsbeläge zu tauschen, bin aber an den 18er Zylinderkopfschrauben gescheitert. Die Schrauben sollten doch eigentlich nur mit 110 Newton angezogen sein? Selbst mit einem recht großen Hebel hat sich die Schraube nicht bewegt.


    Jemand eine Idee?

    Wieso leider? Da habe ich nach fast 5 Jahren schon viel schlimmeres gesehen.
    Was meinst du mit Zylinderkopfschrauben? Bei 110Nm sind wir nahe an den Radschrauben (120 Nm). 18er Schlüsselweite könntest du die Schrauben des Bremsträgers meinen!?
    Das hatte ich "leider" (zum Glück) noch nicht, dass die von Hand nicht aufzubekommen wären.
    Das sind M12, die haben als 10.9er eigentlich ein Anzugsmoment von 120 Nm, mit Losbrechmoment können das sicher auch mal 160 oder 180 sein. Ruhig mal etwas Gas geben ;)
    Warmmachen... Fön ist kein Problem, aber beim "Messer-Grießheim-Schlüssel" weiß man besser, was man da tut. Die Schraube ist hinsichtlich Festigkeit lange erledigt, bevor man ihr das (als Laie) ansieht. Im Zweifelsfalle dann die Schrauben ersetzen.