Beiträge von MathMarc

    Das Problem ist ja per se nicht das tunen und das Verständnis über Dieselmotoren sondern einzig und allein das Verständnis über die Zusammenhänge in der Software.


    Du hast mehrere hundert Kennfelder für jeden Mist in unterschiedlichen Strategien. Und der Tuner muss einfach wissen, was hängt wie zusammen und das ist eben nicht trivial.

    Das natürlich auch. Das hätte ich besser unterscheiden können, da hast du Recht. Aber es gibt ja die, die sagen: "wir haben den Ladedruck erhöht, damit erhöhen wir die Leistung".
    So ganz automatisch. Damit dringt man in die eigentlichen Problembereiche nicht vor.

    Daher sollte man sich auch immer Tuner suchen, die sich auf bestimmte Marken spezialisiert haben.

    Gibt es das? Ich sehe nur immer die, die alles machen. Sicher hilfreich, wenn man so einen hat - eine Garantie ist das aber auch nicht.

    Was Marken angeht: ist das wirklich so streng oder gibt schon die Art der Steuerung sehr viel vor, z.B. Bosch 47/11 (keine Idee mehr wie die Versionen genau hießen)?

    Es bildet so ein Grundgerüst. Das, was die Steuerung halt kann, und was nicht. Aber es ist weitaus komplexer.

    Mit Brimborium meinte ich eher, dass man halt eine gewisse "Show" macht, was man so alles ändert...niemand wird bis aufs letzte Prozent hochziehen...sonst hast den Kunden nach paar Tausend km auf dem Hof stehen, weil jetzt das letzte Prozent doch nicht mehr vorhanden ist...oder einfacher gesagt: 99% sind dann 101%...


    Ich hab mit "Meister" auch keinen speziellen gemeint, das ist nur mein Eindruck von der Branche...viel Reden ist da oft wichtiger als viel können

    Gut, ich fasse zusammen: wir reden nicht von dem gleichen Menschen. ;)
    Aber du hast Recht: da draußen laufen mehr Blender als Könner rum.
    Es ist schwer, jemanden zu finden, der wirklich sauber arbeitet... manche sind immerhin gut genug, dass die Autos das überleben. Gerade BMW Motoren stecken ganz schön was weg, bis es ans Eingemachte geht. Das hat schon manchem "Tuner" den Ruf (und das Einkommen) gerettet.

    Wenn jemand das drauf hat kann er halt sicher auch Einfluss auf die Charakteristik nehmen.

    Natürlich. Ich wollte z.B. keinen Dragster haben, der ab LL alles in die Waagschale wirft, was er kann. Eher einen Motor, der schön hochdreht und dann ab mittlerer Drehzahl mehr Punch hat.

    Der eine zieht einfache alle Kennfelder in gleichem Maße hoch, der andere macht Änderungen spezifisch.

    Das ist dann das sogenannte Gießkannentuning. Das funktioniert nicht. Die Reserven sind nicht überall die gleichen.
    Die meisten Leute ("Tuner") verstehen die Zusammenhänge nicht.
    Mein erster Kontakt war mit einem Anbieter in meiner Region. Aufgabe: AGR abschalten. Sonst nichts. Beim Termin präsentierte er mir dann stolz seinen 2000,- € Laptop. Ok, das Material stimmt. Aber sonst?
    Nach dem Flashen hab ich ihm dann nachgewiesen (mit Carly!!), dass er es gar nicht geschafft hat, das AGR abzuschalten. Komisch, er hat doch alle Kennfelder genullt... Ja, ok, spiel mir mein File wieder auf, wir vergessen das ganze.
    Ich war dann froh, dass mein Auto keinen Schaden genommen hatte. AGR deaktivieren war dann die erste Aufgabe für "den Bekannten", ich war dabei, er hat mir alles erklärt, funktioniert, danke.
    Der Rest kam später, nachdem ich ihm noch viele dumme Fragen zum Thema gestellt hatte... ich bin ein misstraurisches Kerlchen... ;)

    Beim Benziner kenne ich es zB so, dass man ein gewisses Niveau mehr über den Ladedruck oder mehr über die Zündung erreichen kann. Selbst wenn das Ergebnis am Ende gleich ist kann der Weg über die Dauer einen Unterschied im Verschleiß bedeuten.

    Ja, das geht beim Diesel eben nicht - obwohl es auch oft gemacht wird. Ein Benziner läuft mit einem anderen Gemisch.
    Und so fängt das Drama an: da wird an was gedreht, ein Sensor gibt ne Warnung ab, keiner versteht warum, aber der Kunde will die Leistung... was macht man da? Man schaltet die Warnung ab. Kunde zufrieden.
    Bis der Turbo verglüht, dauert es lange genug, dass man den Fehler auf was anderes schieben kann. Dann wird der Turbo eben zum Verschleißteil.
    Ich hatte mal bei einem M57TOP (35d) mitbekommen, dass der Abgastemperaturen über 900°C hatte. Da wären bei einem Auto im Serientrimm sämliche Warnlampen angegangen, aber hier... nix.

    Auweia, da hat sich aber einer verausgabt. :D
    Das muss ich bei Gelegenheit mal richtig lesen, selbst überfliegen dauert ewig!

    Ich behaupte mal ganz frech, dass auch der "Meister" bei nem relativ serienmäßigen Fahrzeug auf seine Referenzwerte zurückgreifen wird. Er macht halt nur bißchen mehr Brimborium darum.

    Viel Brimborium macht er ja nicht, oder liest du was von ihm?
    Als ich damals mit ihm über ein File gesprochen hatte (was ich wollte, was nicht) machte er sich wohl gleich an die Arbeit. Als ich dann sagte, dass wir das doch nicht mehr machen würden (wollte mir einen F31 holen), war er etwas sauer - er könne mein File bei keinem anderen E9x verwenden, da es einfach nicht passen würde. Aus dem F31 wurde nichts, er kam zum Aufspielen vorbei, und wir haben dann auch noch ein paar Logfahrten gemacht.
    Bei Chris (Crossshot) hat er das File min. 10x angepasst, mit Logfahrten dazwischen (das ist hier ja alles als Thread dokumentiert), um das Maximum rauszuholen.
    Ich würde schon sagen: das sind Einzelabstimmungen. Bei mir mit wenig Änderungen am Fahrzeug, bei Chris halt auf völlig unbekanntem Gebiet. ;)

    Ah! Sehr gut!
    Also:

    Zitat von e90 Post


    Eibach Pro-kit
    Front: 148 lb/in
    Rear: 456 lb/in

    148 lb = 67,131 Kg = 658,55 N..... -> / inch (25,4) = 25,928 N / mm
    HA wären knapp 80 N.
    Ergibt keinen Sinn. Wo hab ich denn den Fehler?
    Andere sollen dreimal höhere Federraten haben. Halte ich für ein Gerücht, dass man dafür noch Federn braucht, Stahlstangen als Dämpfer tun es dann auch.

    ich fahre täglich (5 x Tage/wo.) 2 x 30 km mit Mix aus stop & go und kurze Autobahnfahrt. Restlaufleistung DPF habe ich gestern ausgelesen und liegt bei 47.120 km. Vor einem Monat habe ich den Kühlmitteltemperatursensor getauscht und letzte Woche eine Getriebeölspühlung (volles Programm) für knapp 1.000 Euro gemacht. Ansonsten läuft mein Beemi TOP! Durchschnittsverbrauch der letzten 1.000 km liegt bei 5,8 l/100.

    Klingt doch alles ganz vernünftig. Vielleicht ist es nur der Differenzdrucksensor, das kam schon vor, dass da einer falsche Werte ausgespuckt hat.
    Ansonsten... da sehe ich jetzt keinen Grund, warum das Ding bei der Urlaubsfahrt verrecken sollte.