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Da gebe ich dir Recht, die Energie mag da sein, aber halt weder speicherbar noch richtig nutzbar, bringt uns im Moment nicht viel. Warum "im Moment"? Na weil es momentan diese dümmliche Diskussion gibt über sofortige Umstellung auf Elektro. Energiebedarf: ich habe was von von 24% gelesen. Das ist gut ein Viertel mehr der Gesamtenstromproduktion, alles in einem eine irrsinnige Energiemenge.
Vielleicht auch 24%, ich habe keinen Link parat - das tut auch nichts zur Sache. Warum? Eigentlich hilft es sogar: Die meisten Autos stehen über Nacht, und nachts ist die Zeit, wo am wenigsten Strom verbraucht wird - die sogen. Grundlast.
Vor 20, 30 Jahren hat man den Strom geradezu verschleudert an Leute mit Nachtspeicheröfen, damit man die Kraftwerke nicht laufend hoch-und runterfahren muss. Außerdem könnten die Batterien als Speicher sogar das Netz stabilisieren. Auf dieser Seite ist das gut erklärt: http://www.hems-renewables.de/…t-grids/vehicle2grid.html
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Ich meinte dabei die gesamte Infrastruktur: wenn man sich die Umstellung aller Autos auf Elektro denkt, ist mengenmäßig so gut wie gar nichts da, auch wenn man längere Betankungen bzw. besetzte Ladestationen mit einkalkuliert.
Schon richtig: aktuell kommen auf eine Ladestation in Hamburg 9 Elekroautos (zumindest habe ich die Zahl gerade so im Kopf, ich muss gucken wo ich das gelesen habe - kann aber auch offline gewesen sein).
Das funktioniert schon fast, wenn man noch reinrechnet, dass es ja auch private und nicht öffentliche Ladestationen (in der Firma, z.B.) gibt. Natürlich muss das wachsen - aber das Tankstellennetz war auch nicht da mit dem ersten Auto. Die Tankstellen kamen erst, als es genug Autos gab, die Sprit kaufen wollten. Die Situation haben wir jetzt wieder.
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Ich habe nicht über Ladestationen gesprochen. In der Regel hat niemand große Lust nach der Arbeit zur Ladestation zu fahren und dort eine gute Stunde rumzuhocken.
Natürlich nicht. Mir ging es dabei auch eher darum, dass man, wenn man unterwegs ist, auch mal eine Pause macht. Und statt das Auto auf einen normalen Parkplatz zu stellen, läd man es eben.
Ich hätte z.B. die Möglichkeit, das in meiner Garage zu machen. Ich könnte das in der Firma (wir haben ja einen i3, also alles da), wenn ich den Strom bezahle, natürlich. Bei meiner Entfernung aber unnötig, die allermeisten Leute schaffen es mit einem i3 (oder einem anderen E-Auto auch wieder nach Hause, völlig problemlos. Die Reichweitenangst spielt sich für Leute, die meinen Luxus (eigene Garage nebem den eigenen Haus) nur im Kopf ab. Zumindest, was die üblichen Strecken angeht.
Manche können vielleicht in annehmbarer Entfernung von zu Hause laden. Vielleicht wird das noch was mit dem Strom aus der Straßenlaterne, man wird sehen. Aber das wird nicht für jeden funktionieren, das ist doch klar. So wie "Diesel" nicht für jeden die Lösung ist. Für manche ist es U-Bahn. Für manche geht aktuell nur Benzin, bis das richtige erfunden wurde. Ganz klar.
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Konzepte gibt es genug, das Meiste ist noch Zukungsmusik. Neue Konzepte müssen sich erst bewähren oder überhaupt als praxistauglich erweisen.
Praxistauglichkeit kann ein Konzept nur in der Praxis beweisen. Dafür muss das Ding zu den Leuten, die das richtig auf Herz und Nieren testen können. Autofirmen sind das nicht. Die testen viel, aber denken nie an alles.
Und neue Konzepte... du, wie viele Motorkonzepte gab es seit Carl Benz?
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Hält etwa die Lithiumbatterie deines Notebooks ganzes Computerleben lang?
Nicht selten gibt es Fälle wo die Batterie nach 3 Jahren Schrott ist, Lithium oxidiert sehr gerne und nach 5 Jahren ist die deutlich höhere Batterie-Impedanz da, es ist auch Wurscht ob man sie selten geladen hat, an der Impedanz wird man es sehen, dazu kommt noch der höhere Stress im Automotive-Betrieb.
Ich kann dir im Moment nur 3 Beispiele nennen aus meiner persönlichen Erfahrung:
1) mein ehemaliger Firmenlaptop, den ich beim Firmenwechsel nach nicht ganz 3 Jahren zurückgeben hatte - und ich hatte mit dem IT'ler ein Gespräch, dass die Akkus nach der Zeit normalerweise platt wären - meiner war ohne erkennbaren (also zumindest mit minimalem) Verschleiß. Die Dinger haben eine grottenschlechte Ladestrategie: immer voll drauf, solange das Ding eingesteckt ist. Ich konnte (mit einem Trick) meinen so betreiben, dass der Akku NICHT geladen wurde, wenn er auf der Dockingstation war. Nur der aktuelle Verbrauch wurde vom Netzteil geliefert. Und siehe da: mein aktueller Laptop kann das ab Werk. Ich werde berichten.
2) + 3) Smartphone und Tablet: Phone ist 4 Jahre alt, Tablet, glaube ich, sogar älter (Sony Xperia Z Tablet). Ich kann da jetzt keine Statistik vorweisen, dass die noch so lange halten wie am Anfang, aber ich komme mit dem Phone auch nach 4 jahren noch immer locker über den Tag. Wenn ich es wenig benutze, schaffe ich auch 2 oder 3 Tage. Das kann mein neues Firmentel. (iPhone 7) nicht besser.
EDIT: das Phone wird erst im Feb. 4 Jahre alt 
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Mit der Angabe von 5 Jahren meinte ich natürlich die Nutzung, also auch Ladezyklen, ein Auto soll fahren und nicht stehen.
Das Auto steht im Durchschnitt aber über 90% seiner Zeit. Bei mir ist das noch viel extremer. Und über 12 Stunden seiner Zeit steht meine Mühle üblicherweise in der Garage. Und könnte laden, Netz stabilieren... wie gesagt. Mit Laden wäre es aber in 15 Minuten fertig, ohne Schnellladung. Unter dem Strich weniger Zeitaufwand als an der Tankstelle, ich muss ja nicht dabei bleiben und den Rüssel festhalten und hinterher bezahlen.
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Allerdings gibt es da noch viele weitere Faktoren wie in welchem Kapazitätsfenster wurde Ladung durchgeführt usw. Ein Autoleben lang hält die Batterie auf gar keinem Fall: nicht umsonst gibt es bei Tesla S nur 8 Jahre Garantie. US-Support hat es mir so erklärt: Tesla S besitzt schon eine sehr große Batterie die eine gewisse "Kapazitätsreserven" hat, platt gesagt. Durch geschicktes Energiemanagement merkt man das nicht wirklich, dazu kommt dass der ganze Alterungsprozess schleichend kommt.
Naja, die weiter unten verlinkte Batterie hat 212tkm gut überstanden - das ist in vielen Fällen schon fast ein Autoleben.
Und ja, ist ja bekannt, dass die 60KwH Batterien beim Model S eigentlich 70KwH haben. Speicherplatzreserven gibts auch bei Festplatten.
Natürlich altert die Batterie. Die Frage ist doch: wie viel und in welcher Zeit, bzw nach wieviel Ladezyklen? Und ist das schlimm, wenn die irgendwann nur noch 90% Kapazität hat?
Hier übrigens der Test: http://www.autobild.de/bilder/…del-s-11867873.html#bild1
212tkm = noch 90% - ok, sagen wir, nach 400tkm noch gut 70%? Dafür muss ich das Ding nicht warm- und kaltfahren, ich muss keine Angst haben, dass mir der Benziner verreckt - die E-Motoren sind nicht unverwüstlich, aber allgemein doch robuster als ein komplizierter Benziner/Diesel. Der ist nach 400tkm in den meisten Fällen platt.Oder die Karre wird vorher eingestampft, wegen Altersschwäche.
So schick wie ich die Karre finde, glaube ich aber auch nicht, dass es des Rätsels Lösung ist, eine 500Kg Batterie mit sich rumzuschleppen, um 400km weit zu fahren. Schon gar nicht, wenn die Batterie zum großen Teil aus einer "seltenen Erde" besteht. Das ist nicht die Technologie, mit der wir den Durchbruch erleben.
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Wenn schon ein objektiver Vergleich, dann bitte alte mit der neuen Batterie vergleichen, ich bin mir ziemlich sicher dass man den Unterschied spüren wird. Viele fahren im Moment E90-Modelle die über 10 Jahre alt sind: ich glaube ich brauche da nicht zu fragen wie hoch die Kosten werden wenn die Batterie stark nachgibt oder gar kaputt geht oder wer diese Kosten tragen wird.
Ne, musst du nicht fragen: du natürlich! Wie ist denn das hier im Forum? Auf E90 Fahrer (ich fahre das Ding aus Überzeugung, das ist es also nicht, dass ich das jetzt schlecht machen muss) kommen schon mal andere Kosten zu: Turbolader, DPF, komplette Überholungen wegen Ölverbrauch, usw. Wer zahlt denn das?
Vielleicht nicht mit der Gewissheit wie der Austausch der Batterie, aber wenn, dann doch meistens früher als dieser!
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Ich wüsste nicht welche Entwicklung billig ist. Wie ich schon geschrieben habe gibt einen ganzen Doku-Film der investigativ der Preisgestaltung von i3 untersucht. Fazit war dass i3 künstlich überteuert ist und eigentlich deutlich billiger angeboten werden könnte. Zum Schluß wird irgendein Verantwortlicher von BMW zitiert und gefragt warum das so ist. Seine Antwort: er könne dazu leider nichts sagen.
Naja, allein dieses Carbon-Dings soll über 1 Mrd. Euro gekostet haben - aber ehrlich? Ist doch egal.
BMW könnte das Auto billiger anbieten, tuts aber nicht. So what? Porsche verdient an jedem Auto 17k€ im Schnitt, an den dicken Teilen also mehr. Meckert da einer? Nö. Man muss ihn halt nicht kaufen.
Ein E-Golf ist übrigens nicht mal 2k€ billiger als ein i3, aber deutlich langsamer (weniger dynamisch)
https://www.volkswagen.de/de/models/e-golf.html
http://www.bmw.de/de/neufahrze…2017/auf-einen-blick.html
Und manche stehen vielleicht drauf, dass man ihnen das E-Auto ansieht. Ein Golf ist halt nur ein Golf 
Ich glaube, ich kenne die Doku - vielleicht kannst du sie trotzdem mal verlinken.