Beiträge von MathMarc

    Das Problem bei den Federn oben ist doch, dass nach vielen Jahren die komplette Historie im Dunklen liegt. Nicht nur dass die vielleicht in einem feuchten Keller lagen (wobei: feucht und kalt ist schlecht, aber feucht und warm ist noch viel schlimmer), die Laufleistung ist unbekannt, Behandlung der Teile unbekannt (Feder vielleicht mal runtergefallen... ganz schlecht, und dann musste jetzt noch nachlackiert werden. Niemals kommt sowas auf mein Auto.
    Wenn ich dann fast neue Federn (30k ist daneben fast neu) sehe, die vielleicht nur wegen einer Tieferlegung rausgekommen sind, dabei sorgsam ausgebaut und ohne Macken trocken eingelagert wurden - darüber kann man nachdenken, wenn sich keine Macken entdecken lassen.


    Von einer Vorstellung sollte man aber Abstand nehmen :
    Da gibt es kein "die geht langsam kaputt", daher bedeutet "ein Jahr drin, alles Tutti" NICHTS. Die Federn funktionieren bis zur letzten Sekunde und brechen unvermittelt, ohne die geringste Vorwarnzeit. Das ist es, was die Sache so gefährlich macht.


    Ansehen am Fahrzeug kann auch immer nur eine Negativ Indikation sein:
    Wenn man einen Schaden sieht, sofort weg.
    Wenn man keinen Schaden sieht, kann sie in Ordnung sein, MUSS aber nicht.


    Ich habe meine alten Federn aufgehoben. Wenn ich mal viel, viel Langeweile habe, entlackiere ich die mal und schaue mir die genau an.

    Ich schließe mich an.
    Definitiv wegwerfen. Mikrorisse musst du nicht mal sehen, selbst wenn du alles blank schleifst. Ist das Risiko nicht wert.
    Ich habe mein Fahrwerk ohne erkennbaren Schaden bei 300.000 km ausgetauscht weil ich einfach ein blödes Gefühl dabei hatte.

    Bei der 348er Bremse ist der Sattel und der Kolben aus Alu

    Macht ja nix.
    Das ist ja eine andere Konstruktion, die eine Art Korb um den Kolben und die Bremsbeläge baut. Damit lassen sich die Spannkräfte besser aufnehmen als mit der offenen Konstruktion die die 330er Bremszange hat. Nur kostet das halt richtig viel Platz.

    Ja, das war ja auch quasi meine Rechnung. Überschlägig reicht das.


    Bei den Belägen wärst du überrascht. Die Breite ist nahezu die gleiche, der 348er Belag ist etwas höher. ca. 7% mehr Belagfläche, das ist alles.
    Die Zange 348/57/30 ist allerdings gut doppelt so goß wie die 330/57/24. Es scheint aber, als wäre sie deutlich steifer, wenn hoher Bremsdruck anliegt - in dem Sinne, dass sie sich evtl. weniger aufbiegt. Damit also vielleicht wieder ein besseres Pedalgefühl!?


    Edit, auch wenn das (sorry dafür) etwas OT wird, ich habe das mal gerade überschlagen :
    Annahmen: Bremsdruck 100bar, Kolben 57mm -> 100bar = 10N/mm2.... 25000N Klemmkraft an der Scheibe, entsprechend 2600kg. Kann mir schon vorstellen dass die 330/57/24 Zange da etwas aufgeht, während die 348er dem noch besser standhält.
    Das nur als Gedankengang, warum die Zange so groß und massiv ist, ohne dass die Beläge wirklich viel größer sind.


    Ja, komischen Effekt kann man den Anschlag auf mein Leben (und mein Herz!) allemal nennen. Das sollte er bitte nicht zu oft machen, da werd ich giftig. Seitdem war aber eigentlich nix mehr.
    ich habe mal in der Bucht geschaut, ne gebrauchte Mechatronik gibts für 370 - 400 Euro. Aber wenn ich dann schon lese "aus M57TU2", dann weiß ich zwar was der meint, aber auch, dass der das Thema nicht überblickt... und die Laufleistung werde ich auch kaum jemals wahrheitsgemäß erfahren. Zustand: arbeitsfähig 8o Danke auch!
    Ne neue kostet 1200,- plus Einbau, da setze ich mal 500,- an. Das ist hart an der Grenze der Wirtschaftlichkeit. Da sollte sich mein Getriebe lieber mal noch etwas anstrengen ;)

    Ich denke, wir sind uns alle völlig darin einig, dass ein Zerlegen des Sattels nichts für Anfänger
    ist. Dieser Job ist zwar im Grunde recht übersichtlich, aber es kommt dabei auf allerhöchste Sauberkeit und Sorgfalt an. Fehler kann man sich dabei keine erlauben, es sei denn, man ist
    lebensmüde. Wir sollten uns nicht gegenseitig unterstellen, dass einer das herunterspielen wollte. Ich jedenfalls lese das aus keinem Beitrag heraus. ;)


    100% Zustimmung. Wie gesagt: Im Zweifel zur Werkstatt, statt selbst zu fummeln.



    Man muss unterscheiden zwischen dem Marketingsprech auf der Webseite, das weitgehend
    an das Marketinggeschwurbel des Herstellers angelehnt ist, und der persönlichen Ansicht von Ralf Schmitz. (...) Mit EBC verdient man gut, da sind die Margen höher als mit anderen Fabrikaten, und wenn jemand das Gemüse unbedingt will, dann bekommt er es.


    Ich meinte ja nur, dass es seine Reputation ist, die unter dieser hochlobenden Aussage auf seiner Webseite leidet. Ich hätte es sachlicher ausgedrückt. Die Fans kaufen es trotzdem, nur springen keine Kunden auf den Zug auf, um dann enttäuscht zu sein, und ggf. auch bei R.S. nichts mehr zu bestellen. Das wäre jedenfalls meine Reaktion, immerhin ist er ja nicht billig.


    Hier im Thema geht es auch primär um Scheiben, weniger um Beläge. Ich würde uns den rat geben, dabei zu bleiben. :)

    Gerne. Nur kann man ja Scheiben und Beläge nicht so leicht voneinander trennen, da rutscht man leicht mal "rüber". Zumal es keine aktuellen Thread gibt, der isoliert die Beläge behandelt :)


    Die "Performance" ist mit dem 54er Kolben nicht schlechter als mit dem 57er. Allerdings kommt
    es dabei darauf an, was genau man unter dem Begriff "Performance" versteht. Pedalgefühl und Bremsbalance sprechen jedenfalls eindeutig für die Beibehaltung des 54er Sattels im Rahmen einer solchen Umrüstung. Mit dem 57er wird das Pedal zwangsläufig eine Spur weicher, und der Pedalweg wird länger.


    Da hast du natürlich Recht. Ich bezog das einzig auf die Aussage des Fragestellers:

    Zitat

    Im Allgemeinen möchte ich einfach nur eine Verbesserung der Bremsleistung erreichen, ohne das man gequietsche hat oder die Bremse erst warm fahren muss, damit sie besser funktioniert als die OEM Variante.


    Dass der Pedalweg länger wird, ist ja unvermeidlich, aber vielleicht ist es nicht so gravierend wie es zuerst aussieht. Immerhin ist das Bremsmoment bei gleichem Pedaldruck ja höher, so dass im Alltag weniger Pedaldruck gebraucht wird für die gleiche Bremswirkung. Das wirkt dem Effekt zumindest entgegen.


    Außerdem verschiebt sich die Balance mehr auf die VA. Da sie dies mit (nur vorne) steigendem Scheibendurchmesser sowieso ein wenig tut, sehe ich jede zusätzliche (und nicht gewinnbringende) Verschiebung nach vorne als unerwünscht an. Es ist schließlich vermeidbar.


    Deswegen wollte ich ja auch auf die komplette 330d Anlage hinweisen. Die von dir genannte Variante hatte ich aber schlicht nicht auf dem Schirm. Die 330er Anlage vorne (also Scheiben + Sattel) würde ich auch nicht mit einer 300er scheibe hinten verbauen.


    Wer aber unbedingt noch mehr Bremswirkung (bei gegebenem Pedaldruck) möchte, und dafür die genannten Nachteile in Kauf zu nehmen bereit ist, der kann das gerne tun. Ich führe hier schließlich keinen Feldzug, genauso wenig wie gegen EBC, ich versuche nur aufzuklären.


    Dann kämpfen wir an der gleichen Front, etwas anderes will ich auch nicht erreichen :drink2:
    Es ist ja nicht mein Geld oder meine Bremsleistung, um die es geht.


    Wie berechnest du eigentlich das Bremsmoment-Verhältnis bei zwei unterschiedlich großen Scheiben? Außenradius Bremsscheibe minus halbe Höhe Bremsbelag = mittlerer wirksamer Radius? Oder gibt es was eleganteres?
    Ich hatte das so für den Vergleich 348 ./. 330mm mal gemacht


    ((348/2)-(60/2)) / ((330/2)-(60/2))= 1,06667 -> 6,667% höheres Bremsmoment... nicht gerade üppig für diese Monsterscheiben...
    (Höhe Bremsbelage habe ich jetzt nur geschätzt)

    Irgendwie hast du was gelesen, was ich nicht geschrieben habe. Anders kann ich mir deine Aussage nicht erklären. :?:


    Außerdem gibt es (leider) noch genug Amateure, die nur die Pump-Methode kennen.


    Leute, die auf die Notwendigkeit einer Entlüftung hingewiesen werden müssen (und das hast du geschrieben), möchte ich dringend raten, von der Bremse insgesamt die Finger zu lassen. Das sind die echten Amateure, die kennen aber auch die Pumpmethode nicht.
    Sonst müsste man sie ja auch nicht an die Entlüftung erinnern.


    Jetzt klar?

    Allein mit Bremssattel zerlegen ist es ja nicht getan. Anschließend muß das System auch gleich noch entlüftet werden bzw. in dem Zuge gleich komplett neue Bremsflüssigkeit.
    Dazu benötigt man spezielles Werkzeug. Die 2-Mann pump Methode gar nicht erst versuchen.
    Daher keine Experimente machen, wenn man es noch nie getan hat.

    Du hast vergessen, dass der Sattel auch wieder zusammen gesetzt werden muss ;)
    Wenn ich so lese was du hier schreibst, wird mir echt Angst und Bange. Müssen wir wirklich zu Adam und Eva zurück gehen? Jemanden, dem man erklären muss, dass das System anschließend entlüftet werden muss, den KANN ich hier nicht soweit ertüchtigen, dass er seine Bremse zerlegen / umbauen / zusammensetzen könnte, ohne sich und andere hinterher in Lebensgefahr zu bringen. Wer hier Hilfestellung bei den Grundlagen braucht, für den kann es nur einen Rat geben :
    Finger weg von der Bremse und ab in die Werkstatt!
    Dass sich jemand an der Stelle mit der Pump Methode an der Entlüftung versuchen könnte, glaube ich da schon fast nicht mehr - und Angst macht es mir auch nicht. Da muss er ja erstmal hin kommen.

    Warum hat hier EBC so einen schlechten Ruf? Bin jahrelang nur EBC gefahren, außer gelb alle. Alles in Ordnung, ohne jegliche Beanstandungen. Naja, außer die BlackStuff, die haben Bremsstaub produziert, obwohl man gar nicht gefahren ist. Gebremst haben die aber normal.

    Keine Ahnung, bin nie welche gefahren. Ich verfolge nur die Diskussion.

    Ich schließe mich Marc und Andy weitestgehend an. Nur bin ich der Ansicht, dass es reicht,
    hinten bei 300 mm zu bleiben, (...) Die Sättel der 300 und 312 mm-Bremsen haben einen 54 mm messenden Kolben, die 330
    mm haben einen 57er, und ich finde es vorteilhaft, beim 54er zu bleiben, weil sich damit we-
    niger an der Bremsbalance ändert, solange man hinten nicht auch was ändern möchte. Mit
    dem größeren Kolben kommt bei gleichem Pedaldruck (aber sich etwas verlängerndem Pedal-
    weg) mehr Druck auf die Beläge, in diesem Fall halt leider nur vorne.


    Diese Variante hatte ich nicht im Auge. Allerdings wird sie auch nicht die Performance einer 330/57/24 Anlage bieten, aber ist natürlich u.U. günstiger umzusetzen.


    Alles mit Sinn und Verstand tun, die Physik beachten (siehe wirksame Radien und Kolbendurchmesser) und auf namhafte seriöse Hersteller vertrauen (also nicht EBC), dann wird das schon.


    Der Herr Schmitz hat hier ein ganz anderes Vertrauen:

    Zitat

    EBC setzt die weltweite Expansion auf dem Automobilmarkt fort und ist der bevorzugte Bremsbelagslieferant von Händlern, deren Kunden beste Qualität verlangen und sich nicht mit billigen Produkten zufrieden geben.


    Entweder ist hier die berühmte Ausnahme von der Regel, was die ansonsten hohe Sachkenntnis dieses Händlers angeht, oder aber das Urteil über EBC ist zu hart ;)


    Da die meisten DIYer noch nie einen Bremssattel zerlegt und überholt haben, würde ich vom Erwerb gebrauchter Sättel unbekannten Alters klar abraten. Für erfahrenere Schrauber ist
    es natürlich meist kein Problem. Macht man es ordentlich, dann hat hat man praktisch einen neuen Sattel.


    Das ist natürlich ein wichtiger Hinweis. Eigentlich war es bei mir auch eher ein Wink mit dem Zaunpfahl gedacht, dass hierbei etwas Sachkenntnis erforderlich ist. Vor dem Hintergrund, wer sich so alles am vergleichsweise einfachen Austausch von Verschleißteilen versucht, kann man nicht oft genug darauf hinweisen, dass sowas nicht Plug 'n Play ist, wenn Gebrauchtteile oder typenfremde Teile zum Einsatz kommen.
    Was ist denn ein "DIY"?

    • Keine Vorstellung, kein "hallo"
    • Keine Beschreibung, was in dem Video zu hören sein soll, und unter welchen Umständen
    • Nichtssagende Threadüberschrift


    Gratulation zum ersten Beitrag!



    EDIT: Aha, die Überarbeitungen laufen :D