Wie sieht es denn aus mit Strömungssimulation vorher/nachher mit Luftmassenmesser,Ladedruck Daten/Verlauf?
Entwicklungsprojekt Luftfilterkasten N57 M57
-
-
Da ihr euch für Einleger und somit gegen einen AT-Kasten entschieden habt, waren die Messwerte bisher anscheinend sehr positiv?
-
Bitte Ladedruck Soll/Ist, VTG Stellung und Abgastemperatur, Ladelufttemperatur und Luftmassenwerte mitloggen.
Am besten mit Testo. Wenn die Einleger einen Effekt haben, müsste man eine weiter geöffnete VTG bei gleichem Ladedruck/Luftmasse messen können.Ich wette aber hohe Geldbeträge, dass wir hier wieder mit Geschäftsgeheimnis abgespeist werden, und einfach nur ein Leistungsprotokoll veröffentlicht wird, welche keinerlei Randbedingungen dokumentiert hat

-
Ich bin dazu zu weit weg, und passen würde mein M57 dazu ja auch nicht.
Ansonsten wäre das interessant gewesen, rein technisch. -
ZitatAlles anzeigen
Udate 09.02.2018
Mithilfe unserer Strömungsoptimierung haben wir eine
Druckverlustreduzierung von ca. 14 % erreicht. Wir hatten uns etwas mehr
erhofft. Die zu anderen Projekten vergleichsweise geringe Ausbeute
liegt unter anderem daran, dass man bei der Entwicklung von
Einlegeelementen nicht so frei ist, wie bei der Entwicklung eines
kompletten Luftfilterkasten. Wir werden sehen was die Leistungsmessungen
bringen.Update 19.02.2018
Erste Leistungstests haben eine gute und eine nicht so gute Nachricht hervorgebracht.
Zuerst die Gute:
Die Änderungen hatten keine Auswirkungen auf die
Werte des Luftmassenmessers und auf das Verhalten des Steuergerätes. Es
ist uns also gelungen die Leistungstests, trotz der veränderten
Strömungsführung im Luftfilterkasten, ohne Auswirkung auf die Elektronik
des Dieselmotors durchzuführen. Dies liegt daran, dass wir bei der
Entwicklung den Druckverlust unter Maßgabe eines konstanten Massenstroms
zum Originalsystems reduzieren. Das ist für uns eine sehr wichtige
Erkenntnis, da wir dadurch sehen konnten, dass die Optimierung von
Ansaugsystemen für Dieselfahrzeuge mit unserer Herangehensweise möglich
ist.Die weniger Gute:
Da die Druckverlustminimierung vergleichsweise gering ist, entsprechen
die Leistungssteigerungen nicht unseren Ansprüchen. Wir bleiben aber
dran und halten Euch auf dem Laufenden.Zitiert von der Homepage.
Klingt jetzt nicht so gut.
Wird es dann auch keinen neuen Luftfilterkasten, wie beim N54, geben?
-
Hallo Leute.
Jetzt melden wir uns auch zu Wort. Wie auf unserer Website beschrieben und von Grisu schon dargestellt, war der Prüfstandslauf in Sachen Optimierung nicht so erfolgreich. Die Leistungssteigerung war nicht erwähnenswert. Die Erkenntnis dahingegend gut. Wir werden in Zukunft eventuell keine Einleger mehr umsetzen, stattdessen nur komplette Luftfilterkästen um die maximale Performance zu erzielen. Bei dem Einleger waren es nur 14% Druckverlustminimierung. Ein paar Test werden wir aber trotzdem noch mit Partnern aus der Dieseloptimierung durchführen.
Bei den anderen Projekten, bei denen wir immer eine signifikante Leistungs- und Drehmomentsteigerung erzielt haben, konnten wir immer eine Druckverlustminimierung von mindestens 30% erzielen. Wir sind jetzt am überlegen ob wir einen kompletten Luftfilterkasten für den N57 M57 Motor umsetzen oder das Projekt einstampfen. Was sagt ihr dazu? Wäre ein kompletter Luftfilterkasten für euch interessant? Dieser wäre dann aber um einiges teurer als der EInleger..zwischen 450 - 600 Euro.Mfg Robin
-
Wäre ein kompletter Luftfilterkasten für euch interessant? Dieser wäre dann aber um einiges teurer als der EInleger..zwischen 450 - 600 Euro.
Bei entsprechenden Ergebnissen wäre er das sicherlich.
-
Gleichfalls funktioniert das bei Benzin- und Dieselmotoren gleichermaßen. Egal ob ein Motor mit Luftfüberschuss arbeitet oder nicht. Die Verlustleistung im Ladungswechsel ist entscheident!!! Wir haben nie erwähnt das wir 50% Laderarbeit einsparen können.
ZitatBei den anderen Projekten, bei denen wir immer eine signifikante Leistungs- und Drehmomentsteigerung erzielt haben, konnten wir immer eine Druckverlustminimierung von mindestens 30% erzielen.
ZitatDie Änderungen hatten keine Auswirkungen auf die
Werte des Luftmassenmessers und auf das Verhalten des Steuergerätes. Es
ist uns also gelungen die Leistungstests, trotz der veränderten
Strömungsführung im Luftfilterkasten, ohne Auswirkung auf die Elektronik
des Dieselmotors durchzuführen.Es gibt bei der Verwendung des Serien-LMMs und bei den Regelkonzepten von Diesel und Benzin aber ein großes Problem, über das ihr anscheindend gestolpert seid...
Ihr sagt bei eurer Optimierung geht es um die Verlustleistung im Ladungswechsel. Das ist korrekt, und eure Dieselmessungen passen zu dem was ich vor einigen Wochen gesagt habe. Das Potenzial ist relativ gering.Sämtliche LMMs die der OEM nutzt werden aufwändig kalibriert - und zwar auf das Strömungsbild des Serienkastens. Entsprechende Korrekturkennfelder gibts in jedem Motorsteuergerät. Beim Diesel-Projekt schreibt ihr, die LMM-Messwerte haben sich nicht verändert. Die Frage, die sich stellt ist - was passiert denn beim Diesel bzw. Benzinmotor wenn der LMM auf Grund anderer Umgebung zu wenig Luftmasse misst?
Beim Diesel -> garnichts. Geringe Lambda-Unterschiede machen faktisch nichts aus, weil die Einspritzmenge in der Vollast nicht zur Luftmasse regelt wird.
Beim Benziner -> der Lambda-Regler (Lambda-Sonde) sieht spätestens das doch mehr Luftmasse, und die Kraftstoffmasse wird angehoben. Dadurch erzielt man schnell 10-15PS. Die Effekte sind beim Turbo-Benziner nur ganz schwierig von einander zu trennen. Beim Diesel ganz einfach
Ich bin nach wie vor Fan eurer Projekte. Denn steigert man die Leistung von Fahrzeugen deutlich - wird der Luftfilterkasten öfters mal zum Flaschenhals. Und dann liegt das richtig Potenzial. Aber eure 16PS könnt ihr am 35i nicht allen Kunden "mitverkaufen". Denn ihr verkauft ihm den Füllungsfehler mit... Denn man kann unter Ansatz einfacher Thermodynamik den Ladungswechsel des gesamten Kastens berechnen, wenn man die Druckverluste kennt. Tut man das kommt man drauf, dass 16PS wegen den paar mbar nicht sein können (am Turbo-Benziner)...
Und abschließend nochmal etwas Licht ins Dunkel, warum in der Volllast/extrem Tuning oft der OEM Kasten versagt:
Der OEM ist vorallem durch Zylklusverbrauch NEFZ/WLTC getrieben. Die Massenströme sind dort sehr gering, und Turbobenzier laufen oft sogar angedrosselt (angedrosselt bringt ein perfekter LK 0,0% Verbesserung).
Dh Akustik, Emissionen, Umgebungsbedingungen, Luftreinhaltung, Wasserabscheidung usw - sind erstmal wichtiger als 15mbar Druckverlust in der Vollast... -
Denke nicht, weil für 500 Euro stelle ich ihn zum Software-Anpassen und habe unproblematisch 15-20% Mehrleistung.
-
Das hier kann ja kein ?dies oder jenes? Produkt im Vergleich zu einer Softwareanpassung sein.
Es kann eine solche aber sicher schön begleiten oder dieser Voraus gehen, wenn die geplante Verbesserung mal umgesetzt werden kann.