Beiträge von the bruce

    Man muss hier auch etwas die Nutzungsszenarien unterscheiden: Für jeden der nicht oder nicht oft auf der Rennstrecke unterwegs ist, bietet der Zusatz-Wakü aus dem PPK eine preiswerte, gut durchkonstruierte und bewährte Alternative aus dem BMW-Teileregal. Die Teile sind einfach zu beschaffen und von jeder Niederlassung mit Garantie montierbar. Zusammen mit einer optimierten Anströmung der Kühlnetze (bsp mit Luftführung aus dem 335is) hat man hier ein wirksames Paket mit ABE, d.h. voller Zulassung ohne Bastelei. Alpina sieht die Komponenten des PPK bei den (konservativ angegebenen) 408 PS des B3 GT3 auch für den Trackeinsatz als ausreichend, bei gleicher Auslegung (335 TKM) und Garantieleistungen der AG.


    Natürlich gibt es aus der Tuningszene alternative Aftermarket-Parts, welche teilweise leistungsfähiger sind, dafür aber meist aus dem Ausland beschafft werden müssen und dadurch teurer sind. ABE gibt es hierbei natürlich nicht, was den Einsatz bei Firmen-, Leasing ode Fahrzeugen innerhalb der Garantie nicht möglich macht. Ich halte solche Komponenten im normalen Straßenverkehr auch für überdimensioniert und nicht notwendig. Wenn man es dann doch aus übertriebener Vorsicht unbedingt einbauen will, ließe sich mit einfachsten Mittel, wie einem Setrab-Netz (100-200 EUR) und passender Verschlauchung ein Ölkühler selbst herstellen... dazu bedarf es keiner 900 dollar Investition bei den einschlägigen amerikanischen Tunern.


    Dem stimme ich zu, mit einer Ausnahme:


    Selbstverständlich sollte man bei Leasingfahrzeugen vorsichtig sein und auch bei nicht
    geleasten Objekten den Wiederverkaufswert im Auge behalten. Durch Umbauten jeder
    Art wird der nicht besser. Aber Zulassungsfragen spielen hier mal ausnahmsweise keine
    Rolle. Gegen Optimierungsmaßnahmen der Motor- und Getriebekühlung hat der TÜV
    nichts einzuwenden. Sie beeinflussen weder die Leistung, noch das Abgas- und Geräusch-
    verhalten.


    Diese Aussage lädt zu gewissen Mißverständnissen ein.


    Daher hier nochmal zur Klarstellung:
    Alpina selbst verbaut im B3 S Biturbo (nicht im ursprünglichen B3 Biturbo mit 360 PS) den Zusatz-Wasserkühler aus dem BMW Performance-Paket; Einbauort ist im Radlauf auf der Fahrerseite. Dabei handelt es sich um dasselbe Kühl-Element, welches BMW selbst im Performance-Paket für den 335i anbietet und ursprünglich mal zwangsweise mit der Leistungssteigerung im Performance-Paket verbunden hat. Alpina selbst bot für den B3 Biturbo (d.h. die 360 PS-Variante) eine sog. "Heißluftland-Option" an, bei der der Serien-Ölkühler dupliziert wurde und ebenfalls im Radlauf auf der Fahrerseite verbaut wird. Genau diese Option bietet Alpina seit einiger Zeit separat als Zubehör für "normale" 335i an. Das ist also sehr wohl ein Zusatz-Ölkühler und kein Wasserkühler. Meines Erachtens ist das Preis- / Leistungsverhältnis nicht so toll, da es für weniger Geld bereits wirksamere Alternativen gibt (z.B. von Evolution Racewerks). Alpina selbst verbaut diesen Ölkühler im B3 S Biturbo nicht, da dort der Platz ja bereits durch den Zusatz-Wasserkühler belegt ist. Ein Wasserkühler kann bei Automatik-Fahrzeugen (das sind ja alle B3 BT) etwas mehr Sinn machen als bei Handschaltern, da der Kühlwasserkreislauf des Automatik-Getriebes mit dem Motor-Kühlkreislauf verbunden ist, wie von Wooderson bereits erwähnt. Daher resultieren auch die Überhitzungs-Probleme leistungsgesteigerter Automatik-Fahrzeuge (hinsichtlich der Wasserkühlung), die bei Handschaltern nicht auftreten. Nach meiner persönlichen Ansicht bringt allerdings der von BMW Performance angebotene und ebenfalls beim Alpina B3 S Biturbo verbaute Zusatz-Wasserkühler nur einen beschränkten Mehrwert; ich kenne bereits mehrere Fahrzeuge, die nach stärkerer Beanspruchung trotz dessen Verbau in den Notlauf gingen aufgrund zu hoher Kühlwassertemperaturen. Abhilfe kann da nur ein (getrennter) Getriebekühler bringen, den ich auch bereits mehrfach verbaut gesehen habe.


    Ich habe mich dazu ja schon mehrfach geäußert, aber hier nochmal ein anschauliches Video, weshalb ein 335i / Alpina B3 BT ein Problem mit zu hohen Öltemperaturen hat - bei dem Beschleunigungs-Test (ab 1.11 Minuten im Video; innerhalb von einer Minute steigt die Öltemperatur von knapp 110 Grad auf über 130 Grad) kann man der Öltemperatur-Anzeige beim Ansteigen förmlich zusehen; Abhilfe kann da nur eine Vergrößerung des Ölkühlers bzw. Einbau eines Zusatz-Ölkühlers bringen:


    Wo ist der DANKE-Button? :thumbup:




    Also im Endeffekt läuft ja alles auf dem Selben Kreislauf (Automatik und Motor) und auch Öl und Wasser ist ja praktisch das gleiche, da sie über Wärmetauscher verbunden sind. D.h. doch, dass eigentlich jede Verbesserung des Kühl-Gesamtsystems sich positiv auf das Auto auswirkt (Also auf Motor- UND Getriebekühlung). Kann man das so sagen :?:


    Beim Automatik ja, beim Schalter nicht, wie Marcel schön erklärt hat.
    Ansonsten stimme ich schon zu, dass generell jede Optimierung der Kühlung eine gute Tat darstellt.
    Fragt sich immer nur was mehr bringt und wo die Kosten in einem gesundem Verhältnis zum Effekt stehen.

    Naja, es gibt nunmal nicht immer ein "besser" oder "schlechter". Viele Wege führen nach Rom.
    Der Eine mag Turbos, der Andere steht auf Sauger, einige stehen auf Heckantrieb, andere
    stehen auf Allrad. Manche Jungs stehen auf Blondinen, andere lieben es exotischer . . .


    Wenn die allermeisten Tophersteller auf verzinkt setzen und einer auf Edelstahl, dann kann
    daraus jeder seine Schlüsse ziehen. Meine ganz persönliche Sicht und Erfahrung habe ich ja
    oben dargelegt.


    Du brauchst dir da wirklich keine großen Gedanken zu machen. Leider hilft es auch nicht auf
    "jede" Meinung zu hören, denn du kennst ja sicherlich den Spruch, "frag zehn Leute und du
    bekommst elf Antworten".


    ;)


    BTW, werksseitige Dämpfer und Federbeine sind sogar "nur" lackiert. Und Rennsportdämpfer
    aus der oberen Liga bestehen meist aus Aluminium und sind ggf. eloxiert. Auch die von Sachs:



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    You get what you pay for. Du kannst aber gerne für den Kram Betatester spielen.


    Mir reichen solche Erfahrungen wie die von Jannis:



    Die erste die ich bekommen hatte passte garnicht. Die zweite dann schon ganz ok, war aber nicht dicht. Mit einer zusätzlichen Dichtung ging es dann. Aber anpassen musste man ein paar stellen. Als alles ganz gut passte habe ich das Teil doch verkauft weil mir die klappe nach hinten zu lang war.


    Ich hatte ja auch nur nen kleinen 1.6er. Will garnicht wisse wie das bei nem 5- oder 6-Zylinder Golf ist. :fail:


    Da muss man gar nicht zu den seltenen Golf IV mit VR5 oder VR6 schielen. Selbst bei den TDI
    ist die Batterie fahrerseitig im Weg und muss entweder ausgebaut oder wenigstens verschoben
    werden. Sonst bekommt man den Deckel am Scheinwerfer erst gar nicht ab und vor allem nicht
    wieder drauf.
    Beim kleinen 1.6er mit 'ner winzigen, vielleicht 44 Ah starken Batterie ist das ja noch ein Kinderspiel.
    :D



    Nur mal so aus Interesse: Wie hattest du das mit dem Spannungsbegrenzer gelöst? Mit einem Regler
    oder einfach mittels Zenerdiode?


    Ich weiß nur nicht was ich von dem Material "FRP Plastik" halten soll.


    Jede Wette - das ist eine wohlklingende Umschreibung für GFK. FRP = Fiber Reinforced Plastic.
    Mich wundert es auch nicht, dass die Passform so mies ist. Mich würde es auch nicht wundern
    wenn sie die Teile in Wirklichkeit aus China importieren. Da bekommt man die nachgeschmissen.
    Kein Wunder bei Stundenlöhnen im Centbereich und nach Arbeitsschutz bei der Verarbeitung
    von Epoxydharzen fragt dort auch keiner.