Europa - (un-) endliche Weiten. Dies sind die Abenteuer des X390
WBAVD1100AV05316; gebaut um die (un)endlichen Straßen Europas zu
befahren, gekauft als Premiumprodukt um im harten automobilen Alltag ein
Höchstmaß an Sicherheit, Zuverlässigkeit und Fahr-Spaß zu haben. Wir
schreiben im Langzeittest den 26.07.2020 - Kilometerstand 183769. X390
Zeit 14 Jahre 06 Monate und 24 Tage. Eintrag 294.
Es ist vollbracht, das Hinterachsdifferential gewechselt.
Erfreulich: das mahlende, dumpfe Geräusch ist weg. Ebenfalls erfreulich, dass sich der 325xi dabei wieder handlicher sowie spritziger und deutlich leichtfüßiger anfühlt.
Aber: nach wie vor imponiert eine dröhnende, lärmende Geräuschkulisse (insbesondere bei Fahrten so zwischen 40 - 60km/h) und wer dachte, dass die Prince of Oil mit neuem Achsgetriebe noch deutlichere Verbrauchsvorsprünge gegenüber dem Nismo erziehlen würde, wurde zunächst mit 9,9 (BMW) zu 8,7 eines schlechteren belehrt. Und dies obschon der BMW nach allen Regeln der Kunst gefahren wurde - was vor einem Jahr noch 3 bis knapp 4 (!) Liter / 100 km weniger bedeutete.
Da der Werkstatt ebenfalls auffiel, dass die Prince of Oil mit neuem Hinterachsgetriebe kaum leiser fuhr, experimentierte diese herum - u.a. mit normalen Reifen - und oh Wunder (wer hätte das nur gedacht, Ironie off - Anmerkung des Verfassers) war der X390 in Folge flüsterleise.
6 Jahre alte Runflat mit extremer Sägezahnbildung - so die Diagnose des Freundlichen. Michelin in Verbindung mit teilweise langen Standzeiten - und hier rächt es sich vermutlich die Prince of Oil als Schönwetterfahrzeug nur sporadisch einzusetzen - nicht empfehlenswert. Der Reifen sei dafür bekannt...
Die Werkstatt tauschte zur Verbesserung alle Räder andersrum. Lärm damit den Hauch einer Spur dezenter - Verbrauch konsekutiv höher (so die Vermutung des Verfassers). Zudem musste sich das Achsgetriebe vermutlich erst "einarbeiten" oder die Reifen sich umgekehrt "abarbeiten".
Für dieses Axiom eines Laien spricht, dass die Prince of Oil das aktuelle Wochenduell gegen den Nismo mit 7,4 zu 9,0 Liter für sich entscheiden konnte.
Fazit: In der Zusammenschau war es richtig das Achsgetriebe zu wechseln. Zwar hätte man damit bestimmt noch einige Zeit (einige 1000km...) fahren können - aber Folgeschäden oder Liegenbleiben wären sicher nicht unbedingt lustig. Zudem: Spritzigkeit und Leichtgängigkeit sowie Fahrgefühl wurden dadurch deutlich verbessert.
Mit 2437 Teuro gesichert kein billiges Vergnügen, aber nach Radlager und Stoßdämpfer hinten erst die 3. Reparatur (sieht man von Glühbirnen ab) in 11 Jahren oder auf 155000 Kilometern.
Die Sommerreifen werden jedoch aus Kostengründen "zu Ende" gefahren. Für 1,5 Monate lohnt eine Neuanschaffung nicht wirklich (sagt zumindest die schwäbische Sozialisation - Anmerkung des Verfassers) und nächstes Frühjahr gibt es dann neue Reifen (nicht von Michelin...).
Soweit das heutige Lebenszeichen von Fahrzeug und Fahrer. Der Langzeittest wird fortgesetzt. Euch allen ein schönes Restwochenende!
HG Euer
MaxJ30