Beiträge von Mk66

    Hallo,


    Bei meinem 320d ist das beschriebene Verhalten normal und Teil der zahlreichen "Efficient Dynamics" Maßnahmen (ab ca. 2007). Die Ladeleistung der Lichtmaschine wird hier durch Parameter "geregelt" und ist nicht konstant oder von der Motordrehzahl abhängig. Man sieht in den Live-Werten schön, wie im Schiebebetrieb die Ladespannung ansteigt und wenn man danach aufs Gas geht wieder abfällt. BMW hat damals eine leichte Rekurpation eingebaut, die versucht, die Batterie im Schiebebetrieb zu laden. Auf Youtube gibt es ein altes BMW Werbevideo, wo das erklärt wird. In dem Video wird von einer Verbrauchseinsparung von 3% durch die "Bremsenergierückgewinnung" gesprochen.


    Gruß

    Marcus

    Heute 320d Limousine: 415.433 Km


    Aktuelle Reparaturen: Habe mir den KM Stand heute aufgeschrieben, weil die Batterie gewechselt werden musste. Die erste von BMW hielt von 2009-2019. War beim Tausch noch ohne Probleme. 2019 kam dann bei 334.330 KM eine eine Varta G14 rein. Die hatte jetzt Probleme gemacht. SOH 70%, Start - Stop deaktiviert, beim Laden mit dem externen Ladegerät konnte sie nicht mehr komplett geladen werden. Wollte dann eine Exide reinbauen, mit der ich bei den anderen beiden E9x sehr zufrieden bin. Die ist inzwischen jedoch deutlich teurer geworden. Ich habe dann bei Batterium / autobatterienbilliger.de eine Accurat Impulse I95 genommen. Das ist die Eigenmarke von denen. Das Gehäuse und die Daten entsprechen bis ins Details der Exide EK950. Gut, man weiß nicht was drin steckt, aber der E90 ist eh End of Life. Werde es aber im Herbst versuchen. den 320d nochmal über die HU zu bringen. Der Hinterachsträger schaut zwar katastrophal aus, ist aber soweit ich sehen kann noch nicht durch. Dann müssten evtl. einmal Bremsen HA komplett für die HU reichen. Versuch ist es wert. Groß investieren (Hinterachse, Steuerkettentausch) werde ich aber nicht mehr.


    Gruß

    Marcus

    Was passiert dann eigentlich mit dem Notrufsystem wenn die 2G Netze 2028 abgeschaltet werden? Wirft das System dann auch Fehler? Oder geht es einfach nicht mehr (würde ich eher letzteres vermuten, sonst müsste man heute bereits in der Tiefgarage oder anderen Orten ohne Netz einen Fehler bekommen....).

    Also das ist ja eh kein Teilegutachten für eine einfache Anbauabnahme nach §19(3), sondern ein Gutachten als Arbeitsgrundlage für eine Einzelabnahme. Da die dort aufgeführten Fahrzeuge ähnlich schwer/schnell wie der 325d sind bzw. höhere Anforderungen haben sollte das eigentlich jeder aaS der seinen Titel verdient beurteilen und auf dem Weg einer Einzelabnahme eintragen können. Aber es ist inzwischen leider so, dass die Vorgaben und Monitoring und Dokumentationpflichten der Prüforganisationen inzwischen so sind, dass dass die aaS häufig ihre Kompetenzen nicht mehr nutzen. War früher alles einfacher. Heute wird der Kunde dann halt mit der Forderung nach dokumentierten Festigkeitsberechnung und zerstörender Materialprüfung und den damit verbundenen horrenden Kosten abgewimmelt.


    Ein Weg der manchmal funktioniert, ist, dass man den "Umweg" über einen Tuner geht, der dann wiederum einen aaS hat, der noch seine Kompetenzen nutzt. Kostet dann halt. Vielleicht hat hier im Forum jemand einen Tipp, wobei ein grober Standort vielleicht für die Suche hilfreich wäre.


    Viel Erfolg!

    Marcus

    Mit welcher Begründung wird denn die Einzelabnahme abgelehnt? Der Prüfbericht ist doch eine astreine Arbeitsgrundlage für eine §19(2)/§21 Einzelabnahme durch einen entsprechend befugten aaS. Oder entspricht der Umbau nicht dem Prüfbericht?


    Ansonsten: "Früher" waren die Einzelabnahmen auf einzelne Prüforganisationen beschränkt (alte Bundesländer: TÜV, neue Bundesländer Dekra, abweichende Regelungen in Berlin). Das wurde vor einigen Jahren aufgehoben. Meine Erfahrung damit ist, dass man bei den früher zuständigen Prüforganisationen eher erfahrene aaS findet, als bei den neu berechtigten. Ich habe jedenfalls letztes Jahr in Bayern beim TÜV Änderungen an meinen Motorrädern beim TüV völlig problemlos durchbekommen, mit denen mich vorher die GTÜ heimgeschickt hat.


    Sonderfall war bisher immer Hessen, weil es dort diese doppelte Prüfung durch die "Bündelungsbehörde" gab, wegen der die aaS in diesem Bundesland sehr restriktiv waren, aber die soll ja jetzt abgeschafft werden.


    Gruß

    Marcus

    Cool! Weißt du, ob da noch die erste Steuerkette drin ist? Das müsste ja von der EZ her schon ein LCI mit N47 Motor sein, der bezüglich der Steuerkette einen schlechten Ruf hat. Meiner fährt ja mit 415 TKM noch mit der ersten Kette. Rasselt etwas und hat kalt vielleicht ganz leicht schabende Geräusche, aber das schon seit mind. 100 TKM. Läuft immer noch :)


    Gruß

    Marcus

    Hallo,


    Ich drücke dir die Daumen mit den ATE Ceramic Belägen. Ich habe die am E91 wieder rausgeworfen. Der E93 hat sie noch drin. Betonung liegt auf "noch". Ich war "früher" Vielfahrer und überzeugt von den Ceramic Belägen. Über mehrere Hunderttausend KM am E90. Neben wenig und leicht entfernbarem Bremsstaub hatten die auch eine sehr gute Haltbarkeit von Belägen und Scheiben. Ich weiß nicht, ob es an meinem inzwischen geänderten Fahrprofil liegt, oder ob ATE das Produkt geändert hat, aber bei den beiden Autos, in die ich die zuletzt eingebaut habe, hat sich nach einigen tausend KM ein total lästiges Bremsrubbeln ergeben, als hätten die Scheiben einen Schlag. War definitiv nicht der Fall. Bei Touring hat sich das Problem dann wieder einige Tausend Km nach Umrüstung auf "normale" Beläge gegeben.


    Gruß

    Marcus

    Hallo,


    kann ein bisschen Erfahrung beitragen, seit Juni 2025 fahren alle drei E90 (1x N47, 2xN57) mit HVO 100:


    • Verfahren habe ich 642 Liter HVO 100 (fahre leider dank Home Office nicht mehr so viel und nicht mehr so regelmäßig wie früher).
    • Hervorzuheben: Die echt tolle, signifikante Verbesserung der Laufkultur (ja, auch beim an sich kultiviert laufenden N57).
    • Ruß: Subjektiv (!) meine ich, dass die Regenerationszyklen mit HVO etwas länger sind.
    • Verbrauch: Uneindeutig, ich fahre zu wenig und zu unregelmäßig. Mit dem vorher getankten rein mineralischen "Ohne Bio" B0 Diesel hat der N47 im 320D laut meinem Excel Haushaltsbuch 5,35 l/100 Km verbraucht, mit HVO100 waren es 5.49 l/100Km etwas mehr. Bei den beiden N57 waren es mit B0 Diesel 6,81 l/100Km mit HVO100 6,74 also etwas weniger. Mein Fazit: Ich kann keine signifikante Änderung des Verbrauchs belegen. Daran kann aber auch die uneinheitliche Nutzung Schuld sein.
    • Winterfestigkeit: Ich habe Im Juli gekauftes HVO100 in kleine Gläser abgefüllt und diese in den Superfrost Tiefkühlschrank und danach über den Winter im Außenbereich gelagert. Ergebnis: Bei reinem HVO100 keinerlei Ausfällungen. Bei HVO100 mit "Monzol 5c" Additiv waren leichte Ausfällungen im TK Schrank bei -18 Grad vorhanden.
    • Probleme/Auffälligkeiten: Keine.
    • Schmierfähigkeit: HVO100 hat immer "Schmierverbesserer". Das Ergebnis ist m.M. nach nicht zufällig sondern ein definiertes Ziel, das die Sollwerte der Normvorgaben sicherstellt. Ich hatte von einem Tankstellenbetreiber Analyseergebnisse von zwei Chargen HVO100 (Hersteller Neste) erhalten. Ergebnisse (HFRR, der soll für Diesel liegt in der EN590 bei 460 μm im HFRR Test, je geringer der Wert, desto besser / weniger Verschleiß). Wenn hier Aral tatsächlich wie oben geschrieben "mit Additiven" wirbt ist das m.M. reine "Werbung". Schmierverbesserer sind jedenfalls beim HVO100 immer drin. Übrigens auch bei rein mineralischem Diesel (B0), der braucht seit Verringerung der schmierenden Schwefelanteile auch "Schmierverbesserer". Ich persönlich schütte noch 0,5% Monzol 5C mit rein. Ich weiß, das halten viele für unnötig, aber ich verwende das Monzol bzw. 2T Öl bei mehreren Autos schon seit weit mehr als 500 TKM und "glaube" daran. Schaden tut es jedenfalls nicht.
      • Testergebnisse Schmierfähigkeit HVO100 aus Analysen:
        • EN ISO 12156-1 Lubricity at 60°C Soll 400 μm Test 280 μm
        • EN ISO 12156-1 Lubricity at 60°C Soll 400 μm Test 380 μm
    • Preise: Lagen bei mir immer zwischen Standard B7 Diesel und den Premium "Ultimate", meistens ca. 8-12 Cent über dem Standard Diesel.
    • Sonstiges: Die anderen Eigenschaften / Vorteile von HVO100 wie "stinkt nicht", "ist CO2 neutral und von der Bepreisung ausgenommen", "ist deutlich weniger umweltgefährdend", sind ja hinlänglich bekannt
    • Disclaimer: Die Diesel in den E9x Modellen sind von BMW NICHT für HVO 100 freigegeben.
    • Verfügbarkeit: Ich habe vier HVO 100 Tankstellen von zwei Anbietern in ca. 25 Umkreis. Praktischerweise in alle Himmelsrichtungen verteilt.

    Gruß

    Marcus