Bremsen VA/HA in Eigenregie wechseln

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    • Bremsen VA/HA in Eigenregie wechseln

      Hallo zusammen,

      demnächst stehen bei mir die Bremsen der VA/HA an und ich würde sie gerne in Eigenregie wechseln, da ich keine Lust darauf habe vom BMW oder einer freien Werkstatt abgezockt zu werden.

      Habe mir bereits die benötigten Verschleißteile + Werkzeuge besorgt:

      Verschleißteile:
      4x Bremsscheibe VA/HA (ATE)
      8x Bremsbeläge VA/HA (ATE)
      2x Warnkontakt VA/HA (ATE)
      4x Haltefeder (VA/HA) (ATE)
      + die benötigten Schrauben/Kleinteile
      + ggf. noch das Set für die Feststellbremse

      Werkzeuge:
      Bremskolbenrücksteller
      Bremsenreiniger
      Bremspaste
      Dremel/Drahtbürste zur Reinigung der Naben/Auflageflächen
      Schutzmaske

      Vielleicht kann mir jemand der beim E90 318D Baujahr 2007 mit ATE Bremssystem schon einmal selbst die Bremsen gewechselt hat einen guten Rat geben?

      Ansonsten würde ich mich streng an die NewTIS Anleitung halten.

      Danke für eure Hilfestellungen und Grüße

      ""

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Zitronengras ()

    • Gilt es z.B. gewisse Eigenheiten zu beachten? Klar, z.B. penibel auf die richtigen AZ-Drehmomente achten - aber muss man sonst noch auf etwas spezielles achten?

      Stimmt es z.B. dass der Deckel des Bremsflüssigkeitsbehälters abnehmen ist sodass der Kolben ohne Probleme zurückgedrückt werden kann?

      Möchte einfach gut vorbereitet an die Sache rangehen.

    • Ich bin ja der Meinung sowas sollten Leute machen die nicht nach Tipps fragen müssen.

      Ich schraube den Behälter nie auf. Bremskolbenrücksteller brauch man auch nicht.

      Du musst aber die Handbremse in Service Position bringen und neu einstellen sonst kann es sein das sie mit schleift.

      Wieso wirst du abgezockt? Es gibt eben Arbeitswerte und Stundensätze. Natürlich ist das Material bei bremsen nicht unerheblich. Aber das kann man alles vorher erfragen und dann ist das auch transparent. Hat für mich also nichts mit abzocke zutun.

    • Ich schraube den Behälter immer auf.
      Immerhin wird dorthin die Bremsflüssigkeit zurückgedrückt. Da sollte die Luft dann entweichen können.
      "Früher" kam es wohl schon mal vor, dass ein Behälter deswegen geplatzt ist. Auch wenn das heute nicht mehr passiert - das kostet mich nichts. Den Stand kontrolliere ich danach ohnehin.
      Einen Rücksteller braucht man bei BMW nicht. Ein bißchen drücken... wenn man weiß wie geht das schon. Den Anfang kann man über das "Verkanten" über die Ecke der Bremsbeläge im montierten Zustand machen.
      Weiß gerade nicht, wie ich das am besten erkläre.

    • Border schrieb:

      Du musst aber die Handbremse in Service Position bringen und neu einstellen sonst kann es sein das sie mit schleift.

      Wieso wirst du abgezockt? Es gibt eben Arbeitswerte und Stundensätze. Natürlich ist das Material bei bremsen nicht unerheblich. Aber das kann man alles vorher erfragen und dann ist das auch transparent. Hat für mich also nichts mit abzocke zutun.
      Danke für Hinweis auf die Handbremse.

      Ja die gibt es durchaus, allerdings grenzt es meiner Meinung nach Wucher wenn ich für eine Dienstleistung welche lediglich 250€ an Materialkosten verursacht am Ende knapp 900-1000€ zahlen soll.

      Ein gelernter KFZ-Mechaniker/Azubi der sich gut auskennt, hat die Bremsen an der VA- und HA ganz sicher in weniger als 3 Zeitstunden ausgewechselt, wenn nicht sogar schon eingefahren. D.h. die Werkstatt/Niederlassung verdient ungefähr 250€/Stunde. Findest du das fair? Klar die prunkvolle BMW Niederlassung muss ja auch noch irgendwie Profit machen. Nur ohne mich!


      MathMarc schrieb:

      Ich schraube den Behälter immer auf.
      Immerhin wird dorthin die Bremsflüssigkeit zurückgedrückt. Da sollte die Luft dann entweichen können.
      "Früher" kam es wohl schon mal vor, dass ein Behälter deswegen geplatzt ist. Auch wenn das heute nicht mehr passiert - das kostet mich nichts. Den Stand kontrolliere ich danach ohnehin.
      Einen Rücksteller braucht man bei BMW nicht. Ein bißchen drücken... wenn man weiß wie geht das schon. Den Anfang kann man über das "Verkanten" über die Ecke der Bremsbeläge im montierten Zustand machen.
      Weiß gerade nicht, wie ich das am besten erkläre.

      Ok, dann werde ich den Behälter auch aufschrauben. Rücksteller habe ich mir zulegt, weil das Prozedere so im TIS beschrieben ist. Wusste garnicht, dass es auch per Hand geht. Dankeschön.


      datom84 schrieb:

      Eigentlich gibts da nichts großartiges, außer sich ggf an die Tis Anleitung für die Bremsscheiben an der HA zu halten.

      Neue Führungsschrauben hast du auch?

      Ja, die Schrauben kommen natürlich auch neu.

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Zitronengras ()

    • Kolbenrücksteller habe ich noch nie gebraucht. Weder bei BMW noch bei anderen Marken. Schraubzwinge tuts genauso. Aber wenn man einen hat, hat man ihn.
      Ansonsten würde mir jetzt nur noch etwas einfallen, um den Bremssattel an der Feder aufzuhängen, damit er nicht an den Bremsschläuchen baumelt. Einen Haken oder Draht oder Ähnliches.
      Abgesehen vom TIS gibt es auch bei Youtube inzwischen gute DIY Videos.
      Prinzipiell aber alles kein Hexenwerk

      Ich habe eine Menge meines Vermögens für Frauen, Alkohol und schnelle Autos ausgegeben. Den Rest habe ich einfach so verprasst.

      - George Best -


      Gruß
      Arthur
    • Zitronengras schrieb:

      Ja die gibt es durchaus, allerdings grenzt es meiner Meinung nach Wucher wenn ich für eine Dienstleistung welche lediglich 250€ an Materialkosten verursacht am Ende knapp 900-1000€ zahlen soll.
      Ich glaube, das Material ist bei BMW erheblich teurer. Am besten mal im Ersatzteilkatalog schauen und vergleichen.
      Alternative wäre, das gekaufte Material zu einer anderen Werkstatt zu bringen.
      Dann hättest du nur noch die Lohnkosten, und das wären vielleicht 60,- Euro die Stunde.
    • Also ich kann dir sagen, das es bei Audi pro Achse etwa knapp über eine Stunde Zeit gibt.
      Rechne also mal 2,5 für vorne und hinten.

      Da ist es egal wie kurz oder lang der Monteur brauch. Es werden 2,5 Stunden abgerechnet. Und das ist transparent und keine Willkür.

      Und ich kann dir sagen das bei einer Bremse das Material 80-90% vom
      Preis ausmacht. Da denkst du ein bisschen falsch.

    • Border schrieb:

      Also ich kann dir sagen, das es bei Audi pro Achse etwa knapp über eine Stunde Zeit gibt.
      Rechne also mal 2,5 für vorne und hinten.

      Da ist es egal wie kurz oder lang der Monteur brauch. Es werden 2,5 Stunden abgerechnet. Und das ist transparent und keine Willkür.

      Und ich kann dir sagen das bei einer Bremse das Material 80-90% vom
      Preis ausmacht. Da denkst du ein bisschen falsch.
      80-90% vom Material, aha. Wenn dass so wäre würde man ja lediglich 300-400 Euro für beide Achsen + Märchensteuer zahlen.

      Natürlich ist es Willkür wenn 2,5 Stunden abgerechnet werden egal wie lange der Mitarbeiter braucht. Was ist bitte daran transparent? Wenn der Monteur also theoretisch nach 1,5 Stunden bereits fertig ist, darf deine Werkstatt also 1 Stunde dafür berechnen dass der Monteur in dieser Zeit genau gar nichts an dem Kundenauto getan hat? Prost Mahlzeit. Das ist einfach nur Abzocke.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Zitronengras ()

    • Glaub es mir oder lass es.
      Ich habe täglich mit Kalkulationen zu tun. Ich weis welcher Betrag bei bremsen aufs Material und welcher auf die Zeit entfällt.

      Arbeit sind bei Audi zb 2,5 * 134€ plus 19%. Der Rest ist Material.
      Und dann bemühe mal Leebmann. Dann weist du das 300€ für EINE bremsscheibe keine Seltenheit ist.

      natürlich ist der arbeitswert transparent. Das macht jeder Vertragshändler so. Bmw hat auch arbeitswerte die berechnet werden. Das unterschreibt der Kunde beim Werkstattauftrag.

      Dann will ich dich mal sehen in folgender Situation :

      Beispiel :

      2019 machst du Bremse vorne und hinten bei Bmw. Du kommst an einen unerfahrenen langsameren Monteur. Und bekommst 4 Stunden berechnet weil er 4 Stunden dran war.

      2015 warst du aber schonmal da mit Bremse vorne hinten. Und bist bei einem Monteur gewesen der super routiniert und Sau schnell war und hast nur 2 Stunden bezahlt.

      Jetzt will ich mal deine Reaktion in 2019 sehen wo du auf einmal 300€ mehr Arbeitslohn zahlst für dieselbe Arbeit wie 2015.

      Deshalb gibts arbeitswerte, deshalb gibts bei Monteuren Leistungsgrade , Produktivität usw.

      Du stellst dir das alles bisschen einfach vor.

    • Ok, die Materialkosten sind aber definitiv Modellabhängig. Ich habe z.B. für meinen 318D je Achse circa 125 Euro gezahlt, Teile sind komplett von ATE. Das ich für ein anderes Fabrikat oder auch für ein Orginalteil mit Hersteller Branding deutlich mehr zahlen muss steht außer Frage.

      AW sind ja für gewisse Arbeiten auch vorgeschrieben, nur finde ich es einfach sonderlich zu sagen: Ok - Bremsen VA/HA austauschen wird jedem Kunden mit z.B. max. 10AW berechnet, sollten wir jedoch nur 7AW benötigen, berechnen wir trotzdem 10AW und arbeiten einfach an einem anderen Fahrzeug weiter. Verstehst du nicht was ich meine? Transparent und fair wäre es, die tatsächlich entstandenen Lohnkosten bis zu einem vereinbarten Maximalwert anzusetzen und dies auch zu kommunizieren. Aber dass wäre in der Praxis höchstwahrscheinlich nur schwer umsetzbar.

    • Zitronengras schrieb:

      Wenn der Monteur also theoretisch nach 1,5 Stunden bereits fertig ist, darf deine Werkstatt also 1 Stunde dafür berechnen dass der Monteur in dieser Zeit genau gar nichts an dem Kundenauto getan hat?
      Die Zeiten werden aber nicht so ausgelegt, dass man in der Hälfte der Zeit fertig wird.
      "Früher" habe ich mal in einer VW-Werkstatt gearbeitet, da war auch alles festgelegt.
      Da gab es noch Ölwechsel mit und ohne Filter.
      Ohne Filter: 10 AW = 6 Minuten
      Mit Filter: 15 AW = 9 Minuten
      Jeweils inklusive: Auto vom Parkplatz holen, auf die Bühne fahren, hochheben... Ölwechsel an sich, Teile (Filter) aus dem Lager holen und Ölmenge angeben.
      Wenn du das mal versucht hast, wirst du sehen, dass das kein Spaß ist.
      Auspuff Endtopf beim Golf II: 35 Minuten. Geht. Wenn er nicht festgerostet ist. Wenn er festgerostet ist, ist das eben DEIN Problem, nicht das des Kunden. Der zahlt 35 MInuten, fertig.
      Damit weiß der Kunde aber schon wenn er das Auto abgibt, was das hinterher kostet. Keine bösen Überraschungen.

      Was ich allerdings schon stramm finde, sind die oben genannten 134€ netto für eine Mechanikerstunde. Das würde ich mir als Kunde nicht geben.
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