Reifenplatzer F11 530d xDrive BMW Premium Selection

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    • Reifenplatzer F11 530d xDrive BMW Premium Selection

      Guten Morgen allerseits,

      ich möchte euch gerne eine kleine Geschichte erzählen: Ein Freund ruft mich gestern verzweifelt an, ihm sei hinten links der Reifen geplatzt (Bei ca. 180 km/h auf der Autobahn). Er hat ein "Platzgeräusch" wahrgenommen und im nächsten Moment wurde das Heck instabil, die RDC Warnung ist direkt rot aufgeleuchtet und er konnte das Fahrzeug (BMW F11 530d x-Drive BJ 07/2015) sicher auf dem Seitenstreifen zum stehen bringen. Er war in diesem Moment auf dem Weg in den Urlaub, also ist er ca. 20km zurück nach Hause gefahren, wir haben uns bei ihm getroffen und die Winterreifen montiert, damit er mit Kind und Kegel wieder in den Urlaub starten konnte.

      Soweit so gut, den Touring hat er im März 2019 als Premium Selection bei BMW (mit Rund 63.000km) gebraucht gekauft und im August 2020 (also vor nichteinmal 2 Monaten) zum Freundlichen zur Inspektion gebracht. Dort wurde auch eine "Sichtkontrolle Reifen" durchgeführt, im Wartungsumfang enhalten. Wenn ich mir aber die Reifen so ansehe, dann MUSS eigentlich der extreme Verschleiss auf der Innenflanke dort bereits aufgefallen sein. :cursing: Zwischen Wartungsintervall und dem Platzer ist er rund 1500km gefahren, der Reifendruck (auch laut RDC) stand auf 2,5bar (wie Vorgeschrieben für den BMW Stern Reifen). Beide Reifen an der HA zeigen diesen Verschleiß. Einer davon ist geplatzt.

      Spur und Sturz sehen für mich "normal" aus, auch die Achslager hatten jetzt keinen optisch erkennbaren Schaden, die Winterreifen haben dieses einseitig abgefahrene Profil nicht. :wacko:

      Er hätte selbstverständlich neue Reifen gekauft, wenn er im August auf diese Umstände aufmerksam gemacht worden wäre, aber die Werkstatt (BMW Vertragshändler) hat die Reifen nach der Sichtkontrolle als in Ordnung bewertet. ?(

      Was meint ihr? Wurde hier seitens BMW Service Betrieb geschlampt? Wie würdet ihr nun vorgehen? Mein Ansatz wäre, den Service Berater zu kontaktieren, und diesen um Stellungnahme bitten, ggf. auf ne Achsvermessung seitens BMW bestehen. Weil wozu bringt man das Fahrzeug zur Inspektion? :whistling: (Achja, nein mit dem Auto wurde weder gedriftet, noch ein Randstein berührt oder schnell über eine Bodenwelle gefahren, dass sich die Achse verstellen könnte)

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    • hidden1011 schrieb:

      Jeder Fahrzeuglenker muss doch seine Reifen, Beleuchtung usw. vor Fahrtantritt selbst kontrollieren.
      Wem wollt ihr nun den schwarzen Peter zuschieben?
      Sei froh das nichts passiert ist.
      Schlecht gefrühstückt? Was für eine Non-Sense-Aussage!? :fail:
      Dich will ich sehen, wie du die Innenflanke eines 19 Zoll M Rades vor Fahrtantritt kontrollierst. :whistling: Da du aber nicht ausführlich lesen willst, hier nochmal eine Kurzfassung für dich:

      - Kann sich dieses Verschleißbild binnen 1500km so ausprägen ohne dass äußere Einwirkungen auf die Achse eingewirkt haben?
    • hidden1011 schrieb:

      Nein ich habe meine Worte schon richtig gewählt
      Es gibt Leute da hält ein Reifen nur 6T Km
      Bei mir hält ein Reifen auf der NOS bei Erprobungsfahrten auch keine 1500km! :whistling: Darum geht es aber nicht, es geht um "Alltagsverschleiß" und um die Tatsache, dass auch im August 2020 der TÜV dies offensichtlich nicht beanstandet hat, was mir bei diesem Reifenbild sehr zu denken gibt. :sleeping:

      Achja, danke für dein schlaues Zitat: Aber genau dass ist ja das Problem! Es hätte bereits bei der Sichtkontrolle Reifen auffallen müssen...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Lord ()

    • Mach 2 neue Reifen drauf und sei froh das nichts passiert ist. Bist du vielleicht streitsüchtig oder willst du das BMW 2 neue Reifen bezahlt oder was. Die Werkstatt hätte darauf hinweisen können ja

      Spur und Sturz und alle Achsteile würde ich aber Trotzdem kontrollieren

    • Nein, aber der Kunde erwartet sich, dass er rechtzeitig auf einen solchen Verschleiß hingewiesen wird, den der "Laie" eben nicht kontrollieren kann wie du schlau zitierst, da es sich um die Innenflanke des Reifens handelt, den du als Ottonormalverbraucher bei diesem Fahrzeug und Reifen nur sehen kannst, wenn du dich unter das Fahrzeug legst.

      Der TÜV und der Gesetzgeber schreibt eine Mindestprofitiefe von 1.6mm sowie einen unbeschädigten Reifen vor. Ich kann mir bei bestem Willen (als Ingenieur in der Fahrzeugentwicklung tätig) nicht vorstellen, dass dieser Verschleiß nicht bereits im August zu sehen war. Deshalb halte ich es für grob fahrlässig, den Kunden darüber nicht zu informieren. Zudem es bestandteil der Wartungskontrolle ist.

      Edit: Habe die Geschichte einem Kollegen aus der Fahrdynamik erzählt und dieser informierte mich gerade darüber, dass dies ein bekanntes Problem beim F11 mit dem "alten Run-on-flat" Reifen sei. Die Werkstatt hätte dies kontrollieren müssen und den Kunden rechtzeitig darüber informieren müssen.

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    • Wenn der Verschleiß zu sehen war, dann nicht nur für bmw, sondern auch den Käufer.

      Hidden hat da schon Recht.
      Jeder der irgendwann mal seinen Führerschein macht, lernt das, und machts dann doch nicht.

      Wenn dein Freund seine Reifen nicht kontrolliert, und es dann zum Schaden kommt, selbst schuld.
      In 1500 Km kann der neue Besitzer viel Unfug mit den Reifen angestellt haben.

      Edit :

      "Hätte, hätte, Fahrradkette"

    • Brainny1 schrieb:

      Wenn der Verschleiß zu sehen war, dann nicht nur für bmw, sondern auch den Käufer.

      Hidden hat da schon Recht.
      Jeder der irgendwann mal seinen Führerschein macht, lernt das, und machts dann doch nicht.

      Wenn dein Freund seine Reifen nicht kontrolliert, und es dann zum Schaden kommt, selbst schuld.
      In 1500 Km kann der neue Besitzer viel Unfug mit den Reifen angestellt haben.
      Das Auto wurde von meinem Bekannten bereits im März 2019 erworben. Im April 2020 beim Räderwechsel (auch von BMW durchgeführt, Räder waren dort eingelagert) hätte es also bereits auffallen müssen, sowie im August 2020 bei der Inspektion bzw. beim TÜV. Vorallem, da es für den F11 eine Tätigkeitsanweisung gibt genau dies zu Kontrollieren.
    • Nochmals: Dies kannst du nicht prüfen, es sei denn das Fahrzeug ist auf einer Bühne bzw. du legst dich unter das Fahrzeug. Das erwartet auch der Gesetzgeber nicht vom Ottonormalverbraucher ;)

      Hier geht es nicht um ankacken, sondern dass meine Kollegen (in der Arbeit, und ich bin für einen Münchner Automobilhersteller tätig) Anweisungen (in meinem Fall zwar Elektronik und Software) für Servicebetriebe verfassen um genau solchen Problemen vorzubeugen. Es existiert eine Tätigkeitsanweisungen (bitte nicht mit der TA (technischen Aktion) verwechseln) für den F11, da genau dieses Problem mit dem Reifen bekannt ist. Es ist traurig zu sehen, dass die zertifizierten Servicebetriebe sowie der TÜV dies übersehen. Wäre der Reifen wie vorgeschrieben kontolliert worden, wäre das ganze nicht passiert. Es geht weder um irgendwelche Zahlungen die der Servicebetrieb leisten soll oder das mein Bekannter von irgendwem Geld verlangt. Es geht ausschließlich darum, dass geschlampt wurde. Das Thema ist hiermit Erledigt. Es kann gerne geschlossen werden.

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    • hidden1011 schrieb:

      Jeder Fahrzeuglenker muss doch seine Reifen, Beleuchtung usw. vor Fahrtantritt selbst kontrollieren.
      Diese Schäden wird keiner vor Fahrtantritt erkennen, weil der Schaden nicht von außen kommt, sondern von innen. Ich habe selbst einen 1-er auf der Hebenbühne gesehen, da haben sich die Reifenflanken genauso gelöst, alle Reifen haben so ausgesehen, das passierte während der Fahrt. Es ist ein gefährlicher Pfusch vom Reifenhersteller. Das muss unbedingt dem BMW-Service mitgeteilt werden, dann können sie ein Auge auf ihre Reifen werfen und eventuell viel Ärger vermeiden. In der Regel bekommt man die Reifen kostenlos vom Hersteller ersetzt. Ein normaler Fahrer muss vor Fahrteintritt die Innenflanke des Reifens kontrollieren? Wie jetzt, das Rad abbauen? Oder zur Sicherheit (wie in dem Fall), den Reifen von der Felge abziehen? Ich bitte euch... Klar hat der Fahrer die Pflicht auf die Reifen zu schauen, aber nur im Rahmen seiner Möglichkeiten.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von LMDV ()

    • hidden1011 schrieb:

      Die Werkstatt hätte darauf hinweisen können ja
      Nicht können, müssen.

      Brainny1 schrieb:

      Wenn der Verschleiß zu sehen war, dann nicht nur für bmw, sondern auch den Käufer.
      Wie denn das? Geschulter Mechaniker mit Wartungsplan gegen Laien, Hebebühne gegen Röntgenblick?

      Brainny1 schrieb:

      Jeder hat seine Reifen vor Fahrtanbruch selbst zu prüfen.
      Zeig mal, wie du das machst. Vor jeder Fahrt kriechst du auf dem Boden rum und schaust dir mit der Taschenlampe deine Reifen an, während jemand das Auto langsam fortbewegt. Und das viermal. Dazu jedes Mal noch Luft prüfen.
      DANN hast du sie geprüft, ansonsten nicht.

      Papier ist geduldig.

      Never attribute to malice that which is adequately explained by stupidity.

    • hidden1011 schrieb:

      Man sieht das der Reifen innen abgefahren ist. Da muss man reagieren und nicht fahren bis die Leinwand rausschaut
      Das ist die Frage, wovon es genau kommt. Beim 1-er der auch so einen Schaden hatte, waren auch teilweise die Flanken abgefahren, das war nur die Folge des Reifenschadens.
      Aber selbst wenn der Reifen innen abgefahren wurde, so ein Schaden kann relativ schnell enstehen abhängig von der Fahrstrecke, dass du nix dabei merkst. Ich würde hier nicht die Schuld pauschal dem Fahrer geben.
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